Wie soll ich antworten wenn meine liebe(!)Mutter mir mails mit giftigen Worten (Vorwürfe/ zum Teil völlig danebenliegend/ stets Dankbarkeit einklagend)schreibt?

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11 Antworten

Ich habe meiner Mum telefonisch auf ähnliche Schriebe geantwortet. Freundlich und sachlich gesagt, dass ich diese Schriebe sehr verletzend empfinde und dass ich ihr aus diesem Grund nicht mehr antworten werde.

Es waren 4 Jahre lang Funkstille. Dann kam von ihr aus ein sehr vorsichtiger Kontakt wieder zustande. Wir bewegen uns heute noch verbal wie die Kuh auf Glatteis, aber inzwischen hat es sogar für einen Besuch "gereicht".

Gespräche sind extrem anstrengend, weil wir beide peinlich vermeiden, strittige Themen anzuschneiden... aber wir reden wieder miteinander und allmählich entspannt/entkrampft sich das Ganze.

Das wünsche ich dir auch

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Kommentar von PrinzEugen3
22.02.2016, 12:27

Danke Dea aber auch wenn ich manchmal glimpflich davon komme, so gilt ihr Motto aufgeschoben ist nicht aufgehoben, meine Mutter hat so ein wunderbares Gedächtnis für Vorkommnisse alter Zeiten, wäre ich Professor für Geschichte so wäre ich fast geneigt ihr für selbiges einen Dr h.c. zuzuerkennen, sie ist wie sie ist.

Mit meiner ältesten Tochter (jetzt 23) war sie über 8 Jahre verkracht (meine Tochter (damals 12) hatte ihr anlässlich einer Einladung (gemeinsame Ferien zu verbringen) einen Brief (vielleicht hatte Anna keine Lust) geschrieben, der vielleicht nicht so abgefasst war wie es denn meine Mutter erwartete.

Sie würde bis heute mit Anna nicht reden, wenn es mir nicht (Annas Freund wohnt im gleichen Ort meiner Eltern) gelungen wäre sie noch einmal zusammenzubringen, derzeit ist es so, dass Anna und ihr Freund (höchste Bonität bei meinen Eltern) bei meiner Mutter zu den best angesehensten Personen (und dass freut mich sehr) gehört.

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Das ist schwer zu sagen, da ich nicht genau weiß, was bei euch das Problem ist. Warum schreibt ihr euch überhaupt Mails? Sie ist doch deine Mutter! Warum setzt ihr euch nicht einfach zusammen und redet persönlich darüber? Was auch immer das Problem ist, es kann doch nicht so verfahren sein, dass ihr euch nichts mehr zu sagen habt oder nur noch über Email kommuniziert.

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Kommentar von PrinzEugen3
22.02.2016, 12:29

die Situation ist verfahren, ich bin so etwas wie das schwarze Schaf und ich bemühe mich nicht oder kaum die Lebensschuld (ein Kind MUSS dankbar für die erhaltenen Zuwendungen) ihr gegenüber abzutragen.

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Die erste Frage ist ja, warum deine "liebe!" Mutter dir erst überhaupt so etwas schreibt, was dich offenbar belastet.

An deiner Stelle würde ich erst einmal den Kontakt über Email vermeiden. Bei der schriftlichen Kommunikation kann es immer wieder unbewusst zu schlimmen Missverständnissen kommen - du nimmst Dinge anders wahr, wie es deine Mutter vielleicht gemeint hat / oder nicht gemeint hat.

Suche das Gespräch. Ohne Vorwürfe. Ohne drumherum reden. Deine Mutter soll dir klipp und klar sagen, was ihr nicht passt. Dann findet ihr gemeinsam eine Lösung.

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Kommentar von PrinzEugen3
22.02.2016, 12:19

Widerstand oder Gespräch sind in dieser Beziehung zwecklos, ich bin eben der verlorene Sohn und für all ihre Zuwendungen (es hat solche - mehr auf dem materiellen Sektor gegeben) sieht sie micht doch in einer Lebensschuld stehend, die ich gefälligst abtragen sollte

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Hallo!

Ich hatte so eine Tante. Letztendlich blieb mir nur der Kontaktabbruch, weil sie so von Dingen, die ich überhaupt nicht machte, überzeugt war und darauf bestand, dass ich ihr zustimme, dass keine normalen Gespräche mehr möglich waren.

Das krasseste Beispiel war bei einem gemeinsamen Abendessen. "Ille, du musst doch was essen!" Darauf mein Mann: "Ille isst doch, siehst du das nicht?" Darauf meine Tante: "Nein! Ille isst nicht!"

Es gibt Menschen, die leben in ihrer eigenen 'Kopfkino-Welt', glauben einfach nicht das, was Realität ist.

Als ich den Kontakt abbrach, redete sie allen Menschen, die mich kannten, gegenüber schlecht über mich und suchte sich auch gleich das nächste 'Opfer', mit dem sie so umging, wie vorher mit mir.

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Kommentar von PrinzEugen3
22.02.2016, 18:13

Vielen Dank, du hast ja eine "reizende" Tante. Eine Mutter (gerad die Mutter als Elternteil) steht einem von Natur/ Geburt näher als eine Tante.. Es hat zwischen uns immer wieder Zeiten der Kontaktlosigkeit gegeben. Auf Einfluss Dritter habe ich den Kontakt wieder aufgenommen. Da sie den Kontakt mit meinem einzigen Geschwisterteil (Schwester) abgebrochen hat wollte ich nicht, dass sie (1941 geboren und damit in den 70igern stehend) nun dem Gedanken verfällt sie habe mit ihren Kindern abgeschlossen. Ich war natürlich neugierig was ihr alle im Forum mir raten würdet, aber auch euch ist es nicht gegeben das Rad neu zu erfinden. Zwischen Kontaktabbruch und mit den giftigen Wortpfeilen meiner Mutter lebend gibt es wohl kaum Alternativen, ihre Einssichtsfähigkeit ist wohl etwas zu dürftig ausgestattet, ich bin auch nicht so schwächlich, dass ich immer mit einem Tempo (Tränen) zu meiner Mutter gehe/ oder mir die Sache arg zu Herzen geht, aber es gibt immer ein paar Sachen die man sich als Mensch wünscht - auch wenn sie so verdammt weit weg sind.

Von meiner Mutter brauch ich keine neue Jacke oder ein Pfund Kaffee (beides kann ich mir selber kaufen), von meiner Mutter (sehend, dass ihre Lebensspanne vielleicht noch 5 bis 7 Jahre währt) würde ich mir eher nette interessant mütterlich wohlmeinende Gespräche erhoffen - aber allein - das Leben ist kein Wunschkonzert.

Ich erinnere mich auch einen früheren kurzfristigen Besuch meiner Eltern in einer früheren Wohnung. Ich wollte ihr über meine mehrjährige Tätigkeit in einer Kommune (war im Sozialausschuss dort tätig) erzählen, dazu kam es nie, sie konnte den Anblick meiner Wäsche, die ich etwas liederlich auf eine Wäschespinne gelegt hatte nicht ertragen (ich versuchte dieses Thema zu vermeiden) - unmöglich. Nach 5-7 min zischte sie ab, ich glaub sie weiß heute immer noch nichts von meiner (ehemaligen )Sozialausschusstätigkeit. Mein Leben ist aus ihrer Sicht wohl vergangenheitsgeprägt, weiteres hat sie nie (weil verbohrt) erfahren

 

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Anrufen(!) oder noch besser persönlich sagen, dass dich soetwas verletzt und auf ein Gespräch einlassen.

Schriftlich ist oftmals weit verletztender, als es wäre, wenn man es dir mündlich sagen würde, da du es wieder und wieder ließt/lesen kannst und die Stimmlage dazu nicht hörst bzw dir nur vorstellst, wodurch vieles vielleicht überspitzter rüberkommt  und dir auch die Möglichkeit fehlt nachzufragen, wie genau sie gewisse Dinge meint.
Blöd gesagt: Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Das denkbar schlechteste, das du tun kannst, ist meiner Meinung nach schriftlich zu antworten, da sonst die gleichen Kommunikationsfehler, wie vielleicht bei deiner Mutter, auch auf deiner Seite passieren können.

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Kommentar von PrinzEugen3
22.02.2016, 11:32

erst einmal vielen lieben Dank für die Antwort, es ist ja nicht ihre erste mail, meine Mutter hat ihre Übung in Vorhaltungen und legt sich zudem Sachen zurecht (Valentinstag = Muttertag, warum keine email vom Sohn ?) , sie mag es auszuteilen, allein: ein einziger Vorwurf gegen Sie und sie fühlt sich als Person entwertet (meine Mutter spricht und schreibt ohne die Folgen zu bedenken)

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Ignoriere das am besten, antworte nicht darauf. Es hat keinen Zweck, sich mit deiner Mutter auf einen Streit einzulassen. Sie würde doch nie einsehen, das sie falsch  handelt.  Wenn sie keine Reaktion von dir bekommt, hört sie vielleicht damit auf.

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Kommentar von PrinzEugen3
22.02.2016, 12:46

Der erste Rat ist gut (ich habe ihr auch in Hochform für ihre nette Zeilen gedankt - man sehe mir den Spott nach) , der zweite ist weniger erfolgreich , wer Raumschiff Enterprise/ mit Picard kennt; weiss, dass das Motto der BORG ist , Widerstand ist zwecklos.

Wie ein Jagdflieger aus den Wolken plötzlich auftauchen kann, so kann sich bei meiner Mutter die Stimmung, der Beweggrund, alte Kamellen am Herd aufwärmend, in einem Gespräch plötzlich ergeben.

 

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Geschriebenes erzeugt Missverständnisse. Sprecht euch aus!

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Kommentar von PrinzEugen3
22.02.2016, 18:26

Hallo Johanna , zuweilen ist es so und du hast Recht. Die Vorwürfe hier sind deutlich, sie sind von dem unbeirrbaren und festen Willen meiner Mutter geprägt, sowohl im Schriftdeutsch als auch in freier Sprache ist meine Mutter Inhaber einer subjektiven Wahrheit, die für sie ins Objektive schwappt oder dort hingehört.

- Valentinstag (der Tag der liebenden) ist für sie wie Muttertag, da hätte sie eine mail von mir erwartet

- die Kinder betreffend, besteht Weihnachten nur aus dem 24.12. (ein früherer Besuch der Kinder am 1. Weihnachtstag zählte nicht).

- fast zwanghaft neurotisch fordert sie Dankbarkeit für Ihre (meist materielle Zuwendungen) ein.

- an netten unkomplizierten Gesprächen mit ihr läge mir fiel, an ihren Geschenken (meist aus der Türkei) liegt mir gar nichts mehr

- mein Auto (fahre einen bezahlten 96er Golf seit 5 Jahren) sollte ich am liebsten bei einem Autohändler bei dem sie gute Erfahrung gemacht hat kaufen (als ob ein Verkäufer im Anzug etwas von Technik versteht und als ob ich nicht selbst mir eine Kaufpreisobergrenze zu setzen weiss und als ob ich einen Vorteil habe wenn das Autohaus 95 km von meinem (aber nur 15 km von ihrem) Wohnort liegt

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Ich würde gar nichts antworten. Nichts-sagen ist oft die schärfere Waffe als jedes Wort.

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Kommentar von PrinzEugen3
22.02.2016, 12:16

Ich habe - anders als früher (Schlagabtausch) geantwortet: Ich habe mich für ihre netten Zeilen bedankt ( hoffentlich denkt sie: mein Gott was ist mit ihm - er versteht mich nicht mehr).

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schreib ihr am besten zurück, sie möge damit aufhören, du würdest sie sonst blocken.

warte die nächste mail ab.

wenn der stil sich nicht ändert, mal eine probewoche lang blocken. dasselbe dann aber auch mit den eingehenden anrufen von ihr.

deine mutter muss mal wieder runterkommen und du mal wieder luft holen. da ist es manchmal ganz gut, den kontakt kurzt auch mal ganz zu unterbrechen.

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Kommentar von PrinzEugen3
22.02.2016, 12:14

meine Mutter ist wie sie ist, teilweise fahrlässig und grob in ihren Äußerungen, sehr stolz (sie ist ja nicht/kaum fehlbar ) und dafür umso schneller gekränkt, ich bin nicht immer (jedoch regelmäßig) auf ihrer Zielscheibe, sie ist unverbesserlich - sie denkt nicht darüber nach was sie schreibt oder spricht (ihr geht die Fähigkeit ab zu erkennen, dass man mit Worten verletzen kann, dabei ist sie sonst gebefreudig (materiell/ Mahlzeit Bewirtung von Gästen) - in ihren 70iger stehend, besteht kaum Anlass auf Besserung

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Dass du nur dann mit ihr redest, wenn sie anfängt, sachlich zu sein?

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Kommentar von PrinzEugen3
22.02.2016, 12:35

hi , danke , aber wenn ich nur mit meiner Mutter reden sollte wenn sie sachlich ist, müsste ich sie in jedem 2. oder 3. Gespräch abrupt abbrechen oder gehen, wer will oder kann eine knorrige Eiche verpflanzen ?

Natürlich könnte ich ein Wortduell mit ihr beginnen, aber ich bin zu müde dazu (bei solchen Streitereien gibt es eigenltich nur Verlierer).

Daher bin ich auch sehr selten bei meinen Eltern (Entfernung 80 km) und wenn zumeist im Gefolge meiner Töchter, weil mir am Aufreißen alter Wunden, an materiellen Zuwendungen nichts liegt ich mich aber über schöne Gespräche (Fiktion/ Traum) freuen würde, die aber da nicht stattfinden.

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Mailadresse wechseln

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Kommentar von PrinzEugen3
22.02.2016, 12:39

Manchen Sachen kann man nicht entkommen (mail/ Telefon/ Obliegenheitsbesuch z.B Geburtstag) - vielen Dank für die Antwort

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