Frage von JHLK2, 53

Wie soll es demnächst noch weiter gehen?

Hallo! Ich kann mich niemanden anvertrauen und habe deshalb gedacht, dass es besser wäre, hier über meine Probleme zu sprechen, als mit niemanden drüber zu reden. Ich bin 18 Jahre alt und viele werden dies wahrscheinlich belächeln, was ich auch durchaus verstehen kann, denn mit 18 Jahren hat man sicher noch nicht die Lebenserfahrung wie manch anderer. Ich möchte auch nicht um den heißen Brei drumrumreden und beginne gleich mit meiner Geschichte. Als ich 12 war hatte ich den ersten Selbstmordgedanken, da ich in der Schule sehr stark gemobbt worden bin und wie ihr sicher wisst, ist ein 12 jähriges Mädchen, das in der Pubertät steckt, emotional nicht stark belastbar, zudem ich sowieso ein sehr stark emotionaler und sensibler Mensch bin. Diese Phase hat ca. ein halbes Jahr gedauert und dann ist es mir viel besser gegangen. Nun schön und gut. Dann hat es bei mir immer mal Phasen gegeben, in denen es mir sehr schlecht gegangen ist und ich wieder mit diesen Gedanken zu kämpfen hatte. Ich habe mich meinen Eltern anvertraut, jedoch haben mich diese nie richtig ernst genommen. Ich habe mich so wertlos gefühlt, da es ihnen anscheinend nicht ernst war, mir zuzuhören. Normalerweise sind meine Eltern immer für mich da und kümmern sich sehr um mich, jedoch verstehen sie meine Gefühle nicht. Heute kommen diese Gedanken immer häufiger. Meine Mutter lässt ihre Stimmung immer an mir aus und trampelt auf meinen Gefühlen dauerhaft herum. Unsere familiäre Situation ist sehr kompliziert und alles wird an mir ausgelassen. 

Menschen, die sehr sensibel sind, werden mich wahrscheinlich verstehen dass ich nicht so viel Kraft habe, mir jedes Mal soviel an den Kopf werfen zu lassen. Zudem kommt noch die schulische Situation dazu. Ich bin gerade in der Abschlussklasse und habe sehr viel Stress. Niemand ist für mich da, der mich ernst nimmt, denn ich werde sowieso nur belächelt. Ich bin mir sicher, dass ich unter Depressionen leide. Das gestehe ich mir auch ein, nur wie soll ich das alles ernst nehmen, wenn ich von keinem anderen ernst genommen werde? Ich habe mich schon 3 Personen anvertraut, was mir jedes Mal sehr schwer fiel, jedoch nimmt mich keiner ernst und ich möchte mich nicht noch einer Person öffnen, wenn es bis jetzt nichts außer Enttäuschungen gab. Generell gibt es zurzeit sehr viele Probleme in meinem Leben, auf die ich jetzt nicht eingehen werde, da der Text dann nie fertig wäre. 

Ich fühle mich einfach nur mehr leer und weiß nicht mehr weiter. Ich wünsche mir oft nichts sehnlicher als einfach nicht mehr zu leben. Ich habe die Kraft nicht mehr, ich sitze jeden Tag tränenüberströmt im Bett und wünsche mir, nicht mehr aufzuwachen. Kann mir jemand einen Tipp geben was ich machen könnte? Ich weiß, dass jetzt fast jeder schreiben wird, dass ich einen Psychologen aufsuchen soll, was sicher nicht verkehrt wäre. Jedoch habe ich kein Geld und meine Eltern müssten das bezahlen und diesen möchte ich mich nicht mehr anvertrauen, da ich nicht ernst genommen werde. Liebe Grüße!

Antwort
von FelinasDemons, 20

Manche Therapeuten nehmen auch Kassenpatienten an. Also das Geld sollte da kein Problem sein. Und deine Eltern erfahren nichts was du deinem Therapeuten erzählst.

Alles Gute.

Antwort
von eni70, 13

Den Psychologen bezahlt deine Krankenkasse, deine Eltern erfahren nicht mal davon, wenn dud as nicht möchtest.

Da aber lange Wartezeiten bestehen,w ende dich an eine freie Beratungsstelle, da stehen ich Psychologen bereit, das kostet gar nichts. pro familia, Caritas, generell die grossen Kirchen...Offene Tür usw.

Du kannst auch zu einem Kriseninterventionsdienst in grossen Städten gehen, weiß nicht wo du wohnst.

Prinzipiell kannst du auch in eine Klinik gehen und dich selbst einweisen, da Selbstgefährdung besteht.Selbt jeder Polizist wäre verpflichtet dir zu helfen.

Bevor du dir was antust, nimm Hilfe an. Da wirst du ernst genommen.

Gute Besserung.

Antwort
von LuckyStreik, 9

Du fühlst Dich offensichtlich schlecht.
Würde es Dir helfen, wenn Du Dir ein Hobby suchst? Etwas, was Du gerne machst, etwas, was Du nur für Dich machst, und für niemanden sonst.

Für mich hört sich das so an, als seien Deine Elterns sehr mit sich beschäftigt. Ich glaube nicht, dass sie Dich nicht ernst nehmen. Ich vermute eher, dass sie sich schlicht überfordert fühlen, Dir zu helfen. Könnte das vieleicht an Eurer familiären Situation liegen, die "kompliziert" ist? Vielleicht fühlen sie sich dadurch so belastet, dass sie Deine Probleme dann einfach "wegschieben". (Ich vermute nur, muss nicht so sein).

Ich fürchte aber, dass Du Dir alleine helfen musst. Eine Hilfe könnte vielleicht sein, etwas zu machen, was Du gerne machst (z. B. ein Hobby), etwas, was Dir Erfolgserlebnisse bringt, aus denen Du ein Gefühlt nimmst, etwas Wert zu sein. Eine Quelle aus der Du Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein schöpfen kannst, um die Probleme und den Stress um Dich herum (Schule, Familie) mit erhobenen Kopf ertragen zu können.

Antwort
von MarkFlynn, 15

Ärztliche /psychotherapeutische Leistungen werden von der Krankenkasse übernommen 

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