Frage von GrafiFreak, 73

Wie sind Mitarbeiterabende rechtlich zu sehen?

Mein Freund ist in einer Filiale eines Betriebes angestellt und seine Niederlassungsleiterin beruft die gesamte Filiale immer öfters zu sog. Mitarbeiterabenden zusammen wo neue "Verkaufsstrategien" und Verkaufszahlen diskutiert werden. Das Problem; diese dauern oft bis in die späte Nacht (oft mal bis 11 Uhr) und alle Mitarbeiter müssen daran teilnehmen. Abgesehen, dass zwischen den Diensten ja gesetzlich 11 Stunden liegen müssen, und er morgen wieder um 9 dort erscheinen muss, werden diese zusätzlichen Stunden nicht kreditiert und er bekommt keine Entschädigung in Formen von Zeitausgleich oder Ausbezahlung dafür. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in Ordnung ist und meine rudimentären Kenntnisse des Arbeitsrechts sprechen da auch dagegen. Wisst ihr vielleicht, ob das wirklich alles legal ist? Liebe Grüße und Danke! :)

Antwort
von kevin1905, 34

Wenn Anwesenheitspflicht herrscht, ist das Arbeitszeit und diese ist zu vergüten, entweder durch zusätzlichen Lohn oder Freizeitausgleich.

Kommentar von Nightstick ,

ABER (wie der Fragesteller ja schon richtig andeutet) jeweils unter Berücksichtigung der gesetzlichen Ruhezeit (§ 5 ArbZG), sowie der insgesamt arbeits- bzw. tarifvertraglich vereinbarten Arbeitszeit.

Kommentar von kevin1905 ,

In der Tat.

Antwort
von FragNach2015, 62

Melde das doch mal so der für Euch zuständigen Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zoll's

Kommentar von GrafiFreak ,

Ist das wirklich Schwarzarbeit? Sie bringen dort ja nichts weiter, sie werden dort ja nur zugelabert und für den Aufwand nicht bezahlt. Ich dachte, sobald etwas zwingend ist, gilt es als Arbeitszeit und muss deshalb entschädigt werden...

Kommentar von FragNach2015 ,

Eben - wenn es Arbeitszeit ist muss dafür auch bezahlt werden - wenn nicht leistet er MEHR Stunden - Lohn geteilt durch GESAMT-Stunden = tatsächlicher Lohn - Thema Mindestlohn ;) Ausserdem, wenn er für Mehrarbeit nicht entlohnt wird, fehlt nicht nur ihm das Geld sondern auch der Krankenkasse - Thema Sozialversicherungsbeiträge - diese zu unterschlagen ist eine Straftat §266a StGB

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