Frage von Leyla1188, 102

Wie sind männliche Frauenärzte, sollte ich Angst haben?

Hallo Mädels.

Ich fange mal von vorne an.Ich war schon mal bei einen FA und war auch sehr zufrieden mit der Dame. Nach meinen Umzug in einer anderen Stadt musste ich leider wechsel und habe mir eine Frau rausgesucht. Sie war sehr unfreundlich und hat sich so gar keine Zeit genommen. Eher wollte sie mir nur ein bestimmtes medikament von der Pille geben, welches ich nicht vertrage. Abgemacht war, dass ich diese Pille ausprobiere und sollte sie mir nicht zusagen, würde ich auf mein altes Medikament wechseln. Also bin ich nochmal hin (nach den zweiten Raster) und habe ihr mein Leid erklärt und eben auch dass ich meine alte Pille haben will! Da ich mit der keine Probleme hatte. Sie weigert sich vehement. Aus den Grund bin ich dann auch gegangen. Wie Ihr euch denken könnt, war ich sehr unzufrieden mit dieser Frau. So DAS war die Vorgeschichte. :)

Nun hat mir eine gute Freunden ihren Arzt empfohlen. Sie sagt, ER sei super! Sehr freundlich, geht auf die Wünsche von Patienten ein und nimmt sich sehr viel Zeit für die Person. An sich hört sich das alles grandios an! Wie bei der ersten FA, wo ich so zufrieden war. Allerdings habe ich ein merkwürdiges Gefühl bei nen Mann zu sein. Es ist nicht, dass ich seine fachliche Kompetenz anzweifel oder Denke der tut mir sonst was an. Aber ich kenne nur weibliche FA. Eine gute, eine schlechte, und habe nun auch bammel dass er so ist wie die letzte von der ich euch geschildert habe ...

Versteht mich eine?

Achja warum mich das beschäftigt? Ich habe sehr kurzfristig nen Termin zu morgen den 22.11 bekommen und brauche etwas beistand evtl. Erfahrungen um mir da etwas die Angst zu nehmen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Suboptimierer, 40

Ich verrate dir etwas: Wenn ich zu einem Urologen müsste und es gäbe einen Mann und eine Frau, die das machen würden und ich beide nicht kennen würde, dann würde ich mich höchstwahrscheinlich auch für den Mann entscheiden.

Insofern kann ich deine "Angst" ein bisschen verstehen, obwohl ich ein erwachsener Mann (!) bin. Ich denke, da schleicht sich etwas aus dem Unterbewusstsein nach oben, dass man aus der Sicht einer Frau und nicht aus der Sicht einer Fachärztin gesehen werden könnte und dass man nicht so gut verstanden wird. Es ist ja kein Geheimnis, dass Frauen unter sich ihre Themen haben und Männer unter sich ihre, bei denen sie das Gegengeschlecht ungern dabei hätten. Außerdem will man vor dem Gegengeschlecht keine "Schwächen" entblößen, wobei Krankheiten als Schwächen, zumindest Makel angesehen werden können.

Ich war inzwischen schon bei einigen Ärztinnen (Rheumatologin, Hautärztin,...) und muss sagen, dass sich alle bislang sehr professionell verhalten haben. Anders könnten sie auch nicht dauerhaft ihre männlichen Patienten halten.

Deine eigene, geistige Reife spielt keine unentscheidende Rolle, ob du dich selbst dabei verrückt machst.

Letztenends ist es so: Entweder du bist dafür bereit oder du bist es nicht.

Wenn du ein redseliger Typ bist, scheu dich nicht, dem Arzt zu sagen, dass du nervös bist, weil es für dich eine neue Erfahrung ist, einen männlichen Frauenarzt zu besuchen.

Kommentar von Leyla1188 ,

Danke dir. soll ich dir noch ein Vorurteil veraten xD 

Ich dachte irgendwie dass nur Frauen bei so ein Thema antworten. Ich bin sehr froh über dein kommi. Einfach weil es mir das offensichtliche vor Augen geführt hat. Der Arzt ist im Endeffekt ein Mensch, mit den ich reden kann, und wenn ich ihn einfach darauf anspreche wird das schon. 

In der tat bin ich redseelig und dann wird das schon. Mir fallen gerade 1000 steine vom Herzen. DANKE

Wie konnte ich das nur übersehen?  :-)

Kommentar von Suboptimierer ,

Kein Ding (y)

Antwort
von Rockige, 39

Wenn es um einen dringenden Termin geht (wegen der Gesundheit oder Verhütung) dann wäre mir das Geschlecht des Arztes egal.

Ich selbst habe im Leben 4 männliche Frauenärzte und 3 weibliche Frauenärzte erlebt (als Patientin). Mit den Männern kam ich insgesammt besser klar (bis auf den einen, der war ein Griff ins Klo).

Ich denke mal das jeder irgendwann mal irgendeinen Arzt (egal welcher Fachbereich) erwischt der einem gegenüber irgendwie unfreundlich ist oder einen nicht ernst zu nehmen scheint. Wenn es nicht grade der einzige Facharzt im Umkreis von zig Kilometern ist würd ich mir einfach direkt einen anderen Arzt suchen.

Kommentar von Leyla1188 ,

Ja also wichtig ist es schon. brauche halt die pille (am besten die alte) gerade weil ich mich mit der neuen gar nicht wohl fühle. nicht nur das ich Gefühlsschwankungen zwischen gut und böse habe kommen dann unterlebschmerzen + hautausschlag dazu. 

Ich glaube ich bin, wie schon einige sagten etwas mit Vorurteile befleckt, bzw. habe evtl. nur Angst davor mich vor nen Arzt entblösen zu müssen. aber es ist jetzt wo ich das alles gelesen habe schon viel besser. 

Ich danke euch allen für die antworten. ich hab nun auf jeden fall ein viel besseres Gefühl wegen morgen 

Antwort
von Tarsia, 49

In meiner Praxis sind zwei Ärzte, eine Ärztin und ein Arzt. Als ich ein kurzfristig dort war, konnte ich nur bei ihm zwischengeschoben werden. Ich hatte ebenfalls bedenken, einfach weil es ein Mann ist - und ich würde positiv überrascht. Er war sehr sanft, vorsichtig und sehr gründlich. Die Ärztin und auch ihre weibliche Vertretung in meiner Praxis sind meistens ruppiger, da wird die Behandlung dann auch mal unangenehm. Alles in allem hat mir die Behandlung beim Arzt besser gefallen als bei den Ärztinnen :)

Antwort
von acoincidence, 41

Angeblich ist ein Frauenarzt  vorsichtiger als eine Frauenärztin im Umgang mit Patientinnen. Angeblich weil die Frauen wissen was die Patientinnen aushalten. 

Egal. 

Sei froh das du rumprobieren kannst. In unserer Stadt gibt es nur wenige Frauenärztinen und diese haben einen Aufnahmestopp für neue Patienten. 

Das ist nur meine Meinung. Ich bin männlich damit du das besser abwägen kannst 

Antwort
von Mignon6, 36

Bei einem Arzt steht der Beruf im Vordergrund, nicht sein Geschlecht. Der Arzt tritt dir als Arzt gegenüber und nicht als Mann. Die Geschlechterrolle ist völlig ausgeschaltet. Ihr seid also Arzt und Patientin, aber nicht Mann und Frau. Es ist also völlig gleichgültig, ob du zu einem Arzt oder einer Ärztin gehst. Beide sind gleichermaßen kompetent. Du brauchst also keine Angst zu haben.

Natürlich kann es auch männliche Frauenärzte geben, die so unfreundlich sind, wie du es bei einer Frau erlebt hast. Das ist persönlichkeitsbedingt und hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.

Antwort
von Lexa1, 48

Was man so in Bekannten- und Verwandtenkreis hört sind männliche FA sensibler und einfühlsamer als weibliche.

Aber es wird wie fast immer im Leben auch Ausnahmen geben. Und das individuelle Empfinden spielt auch eine Rolle.

Antwort
von frischling15, 37

Werfe alle alten Urteile über Bord , und vertraue auf die Kompetenz des Arztes Deiner Wahl .

Antwort
von Detaa, 4

Mit Deinem Gefühl liegst Du völlig richtig. Ein Mann bleibt ein Mann, egal welchen Beruf er hat und der Frauenarzt hat sich ja ganz bewusst für diesen Medizienbereich entschieden. Jetzt rate doch mal warum.... Also auf jeden Fall zu einer Ärztin gehen.

Antwort
von claubro, 14

Wenn dir eine Freundin diesen Arzt empfiehlt, warum fragst du uns dann um Rat? Fremde, die den Mann und dich nicht kennen, können dir wohl keinen besseren Rat geben.

Es ist ein Mann und er hat einen Job. Das ist alles. Du musst dir keine anderen Gedanken machen, nur weil er männlich ist!

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