Frage von NataVioline, 48

Wie sind in diesem Fall die Chancen auf den arbeitsmarkt?

Ich habe im okt 2014 eine Ausbildung zur bürokauffrau gemacht. Bis heute bin ich nicht in einem Arbeitsverhältnis gewesen. Hatte gestern ein erstgespräxh gehabt. Die Person sagte mir,dass man mit "überbetriebliche Ausbildungen" kaum Chancen auf den Arbeitsmarkt hat. Ich sollte mir daher auf berufenet.de nach Weiterbildungen im kaufmännischen Bereich schauen oder nach was ganz anderem suchen. Das hat die mir empfohlen! Hab alle berufe a bis z geschaut hab nichts passendes gefunden was mir gefällt. Ich darf aus gesundheitlichen Gründen nicht schwer heben (das hab ich bei den aufgelisteten berufen berücksichtigt). Hab dazu 60% Behinderung. Hab mal über eine ausbildung als "fotodesigner"nachgedacht das problem die ausbildungsorte liegen ziemlich weit (berlin münchen karlsruhe ) ich bin nicht zu 100%darüber sicher. Mich interessiert eure Meinung (erfahrungen)

Danke

Antwort
von verquert, 16

Hallo NataVioline,

wenn Du eine überbetriebliche Ausbildung absolviert hast, so gab es doch gewiss Praktika in diesem Zeitraum, oder!? Vielleicht ist es in einem dieser Betriebe möglich sich als Arbeitnehmerin zu bewerben.

Traust Du Dir eine Arbeitsstelle überhaupt zu? Dies ist wohl eine entscheidende Frage. Vielleicht magst Du nach "FAW" suchen. Dies ist eine Einrichtung, wo auch über eine Maßnahme (bessere soziale Absicherung) diverse Praktika möglich sind. Wobei es wohl auch auf deren Angebote ankommt.

Sonst auch vielleicht ein Praktikum in einer Medien-Argentur absolvieren. Wo Du auch mit Fotografien, Plakate, Druck, Bildbearbeitungsprogrammen,.... in Berührung kommen kannst. Einfach auch, um Berufserfahrung zu sammeln. Natürlich ist Praktikum nach einer bestandenen Ausbildung auch frustrierend. Und vielleicht gibt es hier auch andere Möglichkeiten.

Ein Schwerbehindertenausweis ist aber nicht gerade am Schlechtesten, aufgrund der Sozialabgaben. Außer, Du möchtest Dich eher in einem kleinen Betrieb (weniger als 40 Personen im Betrieb) bewerben. Weil ab 40 Mitarbeiter offenbar 1 Mensch mit Schwerbehinderung eingestellt werden muss (oder Strafzahlungen erfolgen), ab 60 Mitarbeitern 2 Menschen mit Schwerbehinderung

https://www.integrationsaemter.de/Fachlexikon/Ausgleichsabgabe/77c350i1p/

Und wenn es ein kleinerer Betrieb ist, dann braucht der Ausweis auch nicht angegeben werden. Allerdings fallen dann auch Deine Votreile weg (Kündigungsschutz auch zum Beispiel).

An das Integrationsamt selbst kannst Du Dich auch wenden. Diese könnten sogar für genau Deinen Fall auch 'zuständig' sein.

Eine 'Kompetenzagentur' kann auch hiflreich sein, vor allem für die Frage der Arbeitsüberlegungen. Wobei diese eher für Menschen bis zum 25 (bzw. 27 Lebensjahr sich 'zuständig fühlen'. Kenne Dein Alter nicht...)

Wenn Du primär aber im Bürowesen eingestellt werden magst, dann versuche es im öffentlichen Dienst (z.B. Finanzamt, Krankenkassen, Versorgungsämter, vielleicht auch Stadtwerke, Deutsche Bahn,... oder was auch immer). Mit "Blindbewerbungen".

Natürlich ist es schwer eine Arbeitsstelle zu finden, keine Frage. Aber das ist wohl in fast jedem Beruf so.

Allerdings lese ich mehr Unsicherheit Deinerseits heraus. Und das Du selbst den Ausbildungsberuf so ausüben magst (eher kreativ arbeiten). Dann wieder Kompetenzagentur oder auch das Integrationsamt wenden, wären 2 Möglichkeiten. Von gewiss noch mehr....

Alles Gute auf Deinem Lebensweg.

Kommentar von NataVioline ,

In den Betriebe wo ich während der Ausbildung ein Praktikum gemacht habe, hab ich schon nachgefragt. Das erste Praktikum hatte ich in einem sehr kleinen personalbüro da war nur ich und meine Chefin. Die meint dass sie mir,dass die Chancen dort zu arbeiten sind schlecht. (Zu wenig Aufgaben ). Das zweite war in einem "verein für soziale Dienstleistungen" gewesen. Da waren im Büro nur 3 Leute. Ich meine Chefin und eine Angestellte. Da gab es auch wenig Aufgaben. Deswegen sind die aufnahmechancen auch schlecht. Keine Kapazität eben. Im dritten Praktikum war das in eine Buchhandlung gewesen. Mein Chef meinte er würde mir generell kein verkaufsberreich empfehlen weil ich als Person zu schüchtern wirke. Ich dachte ich mach mal eine Umschulung zur medienfachangestellte. Das problem ist nur 1. Wenn der ausbildungsort viel zu weit wäre (dachte eher an einem Platz im baden Württemberg wohne in hessen) 2. Von wem wird sie finanziert? Muss ich wegen einem neuen Berufswahl um die welt reisen ? Ich würde schon gerne wegen meinem wohnort im baden Würtemberg bleiben. Für mich wäre das heidelberg mannheim heddesheim weinheim eben wo ich ca. 1 std unterwegs bin.

Kommentar von verquert ,

Ich denke nicht, dass Du aufgrund Deiner Berufswahl 'um die Welt reisen' musst. Eher deswegen, um für Dich einen Beruf zu finden, wie es scheint. Schließlich scheinst Du hier sehr planlos zu sein. Vor allem Heidelberg und Mannheim sind größere Orte, wo es gewiss einen passenden Ausbildungsplatz geben kann/wird. Oder halt auch zwischen Deinem Wohnort und den "Zielorten".

Die Frage ist nur, welcher Beruf zu Dir passen kann. Aus welchen Gründen Du tatsächlich eine weitere Ausbildung anstrebst.... denn in den Städten gibt es gewiss auch Stellen, wo Du mit Deinem Ausbildungsabschluss arbeiten kannst....

hm...

Kommentar von NataVioline ,

Danke für deine Antwort. Mein Sachbearbeiter hat es mir sozusagen empfohlen auf der Homepage berufenet.de zu schauen welche "weiterbildungsmöglichkeiten" es gibt. Im Bewerbercenter (das befindet sich im Jobcenter-Gebäude) hat mir einen Tipp gegenben, auf Arbeitsagentur.de einen Englischonlinekurs zu machen. Das ist kein Problem. Auf Berufenet.de habe ich Berufe von a-z mir angeschaut. Es gibt im kfm. Bereich eine Weiterbildung als "Bilanzbuchhalterin" das Problem ist nur, dass ich leider Buchführung nie richtig durchgeblickt habe. Sonst fallen mir keine Weiterbildungsmöglichkeiten -außer Englischonlinekurs- ein. 

Mein Sachbearbeiter meinte auch, ich sollte evtl. etwas in eine andere Richtung schauen. Als erstes habe ich mir das Berufsbild "fotodesigner" angeschaut. Das ist zwar kreativ einerseits, aber da bin ich mir nicht so sehr sicher. Außerdem habe ich mal die Ausbildungsplätze nachgeschaut. Die Ausbildung wird in München, Berlin und in andere weite Städte ausgeübt. Das Problem: viel zu weit. Ich weiß nicht mehr wie ich vorgehen muss. Wie betrachtest du meine Situation? Ich dachte Bücherei wäre auch nicht schlecht. Den Ausbildungsberuf nennt man dann: Fachangestellte für Medien und Informationsdienste. Ich denke, dass ich in der Zukunft keine guten Chancen haben werde, weil es in jede Stadt nicht viele Büchereien gibt. Zurzeit fällt mir ein zweiter Beruf nicht ein. 

Danke im Voraus

Kommentar von NataVioline ,

Danke für deine Antwort. Mein Sachbearbeiter hat es mir sozusagen empfohlen auf der Homepage berufenet.de zu schauen welche "weiterbildungsmöglichkeiten" es gibt. Im Bewerbercenter (das befindet sich im Jobcenter-Gebäude) hat mir einen Tipp gegenben, auf Arbeitsagentur.de einen Englischonlinekurs zu machen. Das ist kein Problem. Auf Berufenet.de habe ich Berufe von a-z mir angeschaut. Es gibt im kfm. Bereich eine Weiterbildung als "Bilanzbuchhalterin" das Problem ist nur, dass ich leider Buchführung nie richtig durchgeblickt habe. Sonst fallen mir keine Weiterbildungsmöglichkeiten -außer Englischonlinekurs- ein. 

Mein Sachbearbeiter meinte auch, ich sollte evtl. etwas in eine andere Richtung schauen. Als erstes habe ich mir das Berufsbild "fotodesigner" angeschaut. Das ist zwar kreativ einerseits, aber da bin ich mir nicht so sehr sicher. Außerdem habe ich mal die Ausbildungsplätze nachgeschaut. Die Ausbildung wird in München, Berlin und in andere weite Städte ausgeübt. Das Problem: viel zu weit. Ich weiß nicht mehr wie ich vorgehen muss. Wie betrachtest du meine Situation? Ich dachte Bücherei wäre auch nicht schlecht. Den Ausbildungsberuf nennt man dann: Fachangestellte für Medien und Informationsdienste. Ich denke, dass ich in der Zukunft keine guten Chancen haben werde, weil es in jede Stadt nicht viele Büchereien gibt. Zurzeit fällt mir ein zweiter Beruf nicht ein. 

Habe mich auch über "FAW" was du in deiner ersten Antwort geschrieben hast informiert. Das Problem ist, dass die Standorte sehr weit liegen. In der Suche "Bildungsangebote der FAW" ist bei der Auswahl der Standorte zb. Frankfurt das nächstliegende. Und das ist ca. 70 km vom Wohnort entfernt. Die weiteren (Groß)-Städte sind: Achen, Berlin, Brandenburg, Dortmund usw. Darunter jeweils kleine Orte angegeben die mir nicht bekannt sind.

Danke im Voraus

Antwort
von RobTop96, 14

Grundsätzlich ist es bei kaufmännischen Berufen von Vorteil, wenn man gewisse Zusatzqualifikationen erwirbt. Das gibt es viele Richtungen, in die man gehen kann (besondere EDV-Kenntnisse, Buchführung, Personalwesen, usw.).

Dass Du jetzt noch gar keine Berufserfahrung hast ist natürlich echt blöd. Vielleicht könnte da ein längeres Praktikum helfen.

Dass Du mit Deiner Ausbildung gar nichts kriegen kannst, sehe ich nicht so. 

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