Wie sind die Nazis aufgestiegen?

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3 Antworten

Die Phase der Präsidialkabinette von 1930-33 zeigte die starke Stellung Hindenburgs
als Reichspräsident. Der Reichspräsident hatte das Recht zur Ernennung und Erlassung des Reichskanzlers ohne Berücksichtigung der Meinung des Reichstags und somit kam es zum ständigen Wechsel der Kabinette. Die kommenden Kanzler versuchten die Probleme, die durch den Versailler Vertrag und die Weltwirtschaftskrise 1929, die Deutschland in eine weitere
Krise mit einer steigenden Arbeitslosenzahl und sinkender Nachfrage zu
Produktionsbeschränkungen führte, auf verschiedene Arten zu lösen. Während das Kabinett Brüning ,von März 1930- Mai 1932, mit einer Spar- und Deflationspolitik versuchte den Young-Plan( 1929), welcher die Bestimmungen zu Reparationszahlungen beinhaltete, zu stürzen um Deutschlands Zahlungsunfähigkeit zu demonstrieren, kommt es in den Neuwahlen
am 14.09.1930 zur Stärkung der NSDAP. Die NSDAP die in seiner Wahlpropaganda die Überwindung wirtschaftlicher Not verspricht unter Hitler als einen starken Führer findet immer mehr Anhänger. Die Wählerschaft setzt sich aber zumeist aus Gegenwählern der Republik zusammen. Die Bevölkerung wählt somit nicht für die NSDAP, sondern gegen die
anderen Parteien, die für die Republik einstehen und die Regierung bilden.Außerdem sind unter den Wählern Antisemiten, Akademiker aus Neid und Missgunst gegenüber den Juden und das sogenannte Stehkragenproletariat.
Der Entlassung Brünings im Mai 1932, folgt Reichskanzler Franz von Papen, auch er scheitert nach den Neuwahlen im Juli und November 1932, so wie sein Nachfolger Schleicher, der im Dezember 1933 Reichskanzler wird. Die verschiedenen Kabinette, welche durch die  Verfassung selbst ermöglicht wurden schafften es nicht die eigentlichen Probleme der Republik
zu lösen, da ihnen die Zeit dazu fehlte und die Abhängigkeit der Exekutive von einem  Reichspräsidenten, der in der Krise politisch überfordert ist, bestand.Außerdem zeigten auch  die Neuwahlen am 31.07.1932 eine hohe Wahlbeteiligung der NSDAP. Mit der Ernennung  Hitlers zum Reichskanzler am 30.01.1933, zu der sich Paul Hindenburg gezwungen fand
aufgrund der wachsenden Macht der NSDAP, wird die Weimarer Republik nach 14 Jahren  beendet und die NS- Herrschaft beginnt.
Gleich an dem darauf folgendem Tag forderte Hitler am 01.02.1933 die
Reichstagsauflösung und somit eine Neuwahl, der ein Wahlkampf mit hohem
Propagandaaufwand mit der Parole" Kampf gegen den Marxismus" und ein Terror gegen  Oppositionelle, voran ging.
Der " Schiesserlass" vom 17.02.1933 ,legitimiert worden durch den Reichsinnenminister  Wilhelm Frick und Reichsminister Göring, beides NSDAP- Mitglieder, verordnete den  rücksichtslosen Gebrauch der Schusswaffe gegen alle politischen Gegner. Ganz nach dem
ersten Programm der NSDAP aus dem Jahre 1920, bestand das Ziel der Ausschaltung der  Parlaments- und Parteienwirtschaft, das Ziel der alleinigen Macht. Der am 27./28. 02. 1933  folgende Reichstagsbrand durch Brandstiftung eines Kommunisten, veranlasste die Reichstagsbrandverordnung ( auch 28.02.), die die Inhaftierung kommunistischer  Funktionäre rechtfertigte und die verfassungsmäßigen Grundrechte der persönlichen Freiheit,der Meinungs-, Vereins- und Pressefreiheit außer Kraft treten ließ. Hier zeigte sich, dass zu
der NS- Zeit auf legalem Weg ein permanenter, nie aufgehobener Ausnahmezustand verhängtwurde.
In den von Hitler geforderten Reichstagswahlen( 05.03 1933) kam die NSDAP mit etwa43% der Stimmen, trotz Propaganda und Einschüchterung der Wählerschaft, sowie Unterdrückung der Gegenparteien, nicht zur gewünschten absoluten Mehrheit. Diese war nurdurch eine Koalition mit der DNVP möglich. Kurz darauf kam es zu einer Inszenierung zu
reinen Propagandazwecken: Am Tag von Potsdam( 21.03.1933) reichte Hitler alsnationalistisches Deutschland, Hindenburg,als Kaiserreich, symbolisch die Hand undverneigte sich. Hitler zeigte seinen Unterhabenheit der Obrigkeit des Staates und nutzte diesenAutorität für seine Zwecke.
Das Ermächtigungsgesetz vom 23. 03. 1933 ermöglichte der Regierung die Beschliessungvon Gesetzen ohne die Beteiligung des Reichstages, welche von der Verfassung abweichenkonnten- Reichstag, Reichstag und Reichspräsident sollten aber ihre Rechte behalten. Hitlerbegründete das Gesetz mit der angeblichen Notwendigkeit, der Regierung uneingeschränkte
Handlungsfähigkeit und Autorität zu verleihen, damit notwendige Maßnahmen zur politischenund wirtschaftlichen Stabilisierung getroffen werden konnten. Das Gesetz fand Zustimmungvon Zentrum, BVP und der Deutschen Staatspartei aufgrund von Druck und zum Teilvorgeblicher Zugeständnisse seitens Hitlers. Nur die SPD lehnte das Gesetz ab und stimmte
nicht zu. Der Weg in die Diktatur war nun offen. Es kam zum Gesetz der Wiederherstellungdes Berufsbeamtentums am 07. 04. 1933, die die Entlassung >> nicht- arischer undpolitisch unzuverlässiger<< Beamte ermöglichte, welche durch NDSDAP- Mitglieder ersetztwurden. Und das auf Länderebene, denn das Gesetz zur Gleichschaltung vom selbigen Tag
besagte, dass die Länderregierung Reichsstatthaltern unterstellt werden sollte- der Reichstagwurde überflüssig, die Länderparlamente wurden aufgelöst. Unter der Gleichschaltung wurdenalle Maßnahmen verstanden, die den gesellschaftlichen Pluralismus aufheben und alleLebensbereiche auf die nationalsozialistische Ideologie ausrichten sollten.Aus dem föderalistischen, demokratischen Prinzip der Weimarer Republik wurde ein zentralistischer
Führerstaat unter der Macht der Nationalsozialisten.
Die Ausschaltung der Gewerkschaften am 02.05.1933, in der die SA- Verbände dieGewerkschaftshäuser besetzten, die führenden Gewerkschaftsfunktionäre verhafteten und inKonzentrationslager brachten, ließen den Arbeitern keine Möglichkeit ihre Interessen in Formvon Gewerkschaften zu vertreten. An ihre Stelle trat die Deutsche Arbeitsfront( DAF), dieaber nicht nur die Arbeiter, sondern alle Akteure des Arbeitsprozesses vertrat, Arbeitnehmerwie Unternehmer , und die ideologische Schulung und Betreuung übernahm. Das Gesetz der
Wiederherstellung des Berufsbeamtentums, die Gleichschaltung und die Ausschaltung derGewerkschaften hatte dazu geführt, dass die NSDAP ihre Ideologie in vielen Lebensbereichendurchsetzte und der Bevölkerung aufzwang .Doch auch die NSDAP war gespalten, vor allem in der SA, die einen linken Flügel, der auf dieVerwirklichung der antikapitalistischen Parteiziele drängte. Die SA- Spitze Röhm wollte die
Reichswehr der SA unterstellen, die seine macht vergrößert hätte, dass Hitler natürlichvehement ablehnte. Röhm wurde am 30.06.1933 im sogenannten Röhm- Putsch ermordetaufgefunden, und die allzumächtige potenzielle Bedrohung durch die SA war beseitigt. Hitlergewann die Reichswehr Führung und die SS, die zur selbstständigen und elitären Organisationaufsteigt. Am 14.07. 1933 wurde mit dem Einparteiensystem blieb nun noch die NSDAP als
alleinige Partei bestehend, alle anderen wurden zur Auflösung gezwungen, verboten und eineNeubildung wurde gänzlich untersagt.
Mit dem Tod Hindenburgs am 02.08.1934 kam es zur Übernahme Hitlers des
Reichspräsidentenamtes, die Reichswehr wurde ihm unterstellt und es kam zur endgültigenUmwandlung des reiches in den Führerstaat. 

Ich hoffe, ich konnte dir helfen :)

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Die Nazis haben anderen Parteien schlecht dargestellt. Der Reichstag wurde angebrannt und die Nazis haben den Schuld an den KPD gegeben. Dadurch gaben die Bürger die Stimmen an Hitler. Hitler hat vieles Versprochen z.B. das es mehr Abreit gibt etc. 

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Sie sind gewählt worden, die Leute sind eben manchmal sehr blöd, damals und heute.

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