Frage von Gruent, 34

Wie sieht genau ein Legasthenie-Test aus. Muss man vorlesen und handschriftlich was schrieben bzw. Was wird noch überprüft?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von slogo, 19

Mein Sohn hatte letzten Sommer, also August 2015, einen Test. Der setzte sich aus 3 Teilen zusammen.

Zuerst kam ein IQ-Test. Damit soll ausgeschlossen werden, dass eine allgemeine Lernschwäche oder Lernstörung vorliegt. Die wäre anhand des IQ-Tests erkennbar und hätte dann nichts mit einer Legasthenie zu tun. Im IQ-Test füllst du verschiedene Dinge aus und antwortest (schriftlich) auf alle möglichen Fragen. Mal geht es um Schnelligkeit, mal um Genauigkeit, mal um abtraktes Denken. Bei uns kam dann der nächste Test erst, nachdem der IQ-Test von der Psychologin ausgewertet worden war, rund 4 Wochen später.

Der Test auf Lese-Rechtschreib-Schwäche bzw. Legasthenie unterteilte sich in 2 Tests: zum einen den Lese-Test, zum anderen den Rechtschreib-Test. Beim Lesetest ging es um Vorlesen und ums Verständnis, mein Sohn musste also auch Fragen zum Text beantworten. Ich meine, es waren Antworten zum Ankreuzen. Beim Test selbst sind die Eltern nicht dabei, deshalb kann ich es nicht ganz genau sagen. Es gab auch "unsinnige" Wörter zum Lesen, also Buchstabenfolgen, die keinen eigentlichen Sinn ergeben.

Eine Woche später kam dann der Rechtschreib-Test. Da war handschriftlich schreiben, ankreuzen und Schreibfehler im Text entdecken gefragt. An ein Diktat kann ich mich nicht erinnern.

Jeder Test ging so 45-60 Minuten, wenn ich mich richtig erinnere. Die Psychologin hat die Tests gut erklärt, es kam keine "Prüfungsatmosphäre" auf. Es geht ja nicht darum, möglichst gut abzuschneiden wie in der Schule, sondern klar zu erkennen, in welchen Bereichen Schwierigkeiten vorhanden sind.

Seit 3 Monaten geht unser Sohn zu einer Rechtschreibtherapie. Die Therapeutin in Germanistin und arbeitet viel mit dem Marburger Rechtschreibtraining. Da wird viel mit Wortbausteinen gearbeitet und die Regeln werden sehr systematisch und bildlich gut vorstellbar aufgearbeitet. Unser Sohn geht bislang gerne dorthin.

Antwort
von einfachichseinn, 23

Es gibt dabei im Der Regel mehrere Termine. Ein Gesprächstermin, da lernst du den Betreuer des Tests kennen. Deine Eltern werden vermutlich noch einen Fragebogen ausfüllen müssen, dann wirst du einen IQ-Test machen müssen.

Bei meinem Legasthenie Test war das so ein integrierter Lese-/Schreibtest. Ich bekam dazu ein Zettel wo mehrere Sätze drauf standen und Wörter fehlten. Dann wurden mir die Sätze vorgelesen, wie bei einem Diktat und ich musste mit lesen und die fehlenden Worte ergänzen.

Ich weiß aber nicht ob das heute immer noch so gemacht wird, da die ganze Diagnostik bei mir schon veraltet war.

Allerseits kann ich dir versichern, dass diese ganzen Tests überhaupt nicht schwer sind und den Betroffenen in den meisten Fällen sogar Spaß machen.

Antwort
von phoenixheart, 27

Hallo, erst findet ein Gespräch statt (wie kommst du darauf dass du Legastheniker bist, liegt es in der Familie, wie ist das familiäre Umfeld etc.) Es gibt einen körperlichen Test (Gleichgewichtsübungen, Koordination etc.) dann folgt ein schriftlicher Test und ein Lesetest. Nichts davon tut weh oder ist schlimm und du kannst auch nichts falsch machen. Der Test soll ja dazu dienen eine Diagnose zu stellen und dir zu helfen. VG

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