Frage von JohnGrammaticus, 60

Wie sieht es mit der wundballistischen Wirkung von Vollmantelgeschossen aus.?

Stimmt es, dass gerade Vollmantelgschoschoss von recht großen Kalibern wie 8x57IS oder .30-06 auf einen Menschen sehr wenig Schaden anrichten, wenn man es mit Teilmantelgeschossen vergleicht?

Ist dieser "Nachteil" mit dem neuen 5,56mm Geschossen behoben, weil diese sich überschlagen und zum Teil auch zerbrechen, selbst bei Vollmantel?

Konnte es vorkommen, dass in einem der Weltkriege ein Soldat einem anderem in die Brust (z.B. mit 8x57IS) schießt und dieser dann noch weiterlebt und gar noch stehen kann?

Antwort
von grubenschmalz, 50

Konnte es vorkommen, dass in einem der Weltkriege ein Soldat einem anderem in die Brust (z.B. mit 8x57IS) schießt und dieser dann noch weiterlebt und gar noch stehen kann?

Klar, man kann auch einen Brustdurchschuss überleben, allerdings nicht mal "eben so", sondern man benötigt sofortige Hilfe und selbst da ist es keine Garantie, dass man überlebt. 

Kommentar von JohnGrammaticus ,

Kann man weiterkämpfen? Das ist ja das, was entscheidend ist.

Antwort
von Eraser13, 26

Servus,

naja gerade im 1. Weltkrieg wurde die Landkriegsverordnung noch nicht ernst genommen, daher wurde oft von Soldaten die Munition zu tum-dum Geschossen "frisiert" ,damit sich das Geschoss in einem weichbalistischen Ziel zerlegt.

Früher mag es schon der Wahrheit entsprochen haben das Kleinkalibrige VM Geschosse durch die instabile Flugbahn mehr schaden angerichtet haben, aber heute kann ich mir das kaum vorstellen ,da genug Sportschützen Waffen in 5.56x45 bzw der Verwanden .223 Rem und .222 Rem im Einsatz haben und damit wirklich außergewöhnliche Präzision erzielen.

MfG.


Kommentar von JohnGrammaticus ,

Keiner sagt, dass die .223 Geschosse eine instabile Flugbahn haben. Wenn sie aber auf etwas stoßen, geraten sie durch ihre Leichtigkeit oft ins Taumeln und überschlagen sich, gerade im menschlichen Körper 

Kommentar von Jo3591 ,

und genau das erreicht man durch einen möglichst weit nach hinten verlagerten Schwerpunkt des Geschosses verbunden mit einer hohen Vo (z.B AK 74). Auf dem Schießplatz habe ich mal mit dem G 3 auf einen wassergefüllten MG-Gurtkasten geschossen und ein amerikanische GI mit dem M 16. Die 7,62 x 51 hinterließ einen sauberen Einschuß und einen nur geringfügig größeren runden Ausschuß, die 5,56 x 45 einen kleinen Einschuß und einen ca. 25 -30 mm großen, scharfkantig ausgefransten Ausschuß.

Antwort
von Schrader, 60

Die schweren full Metall jacket erzeugen im Idealfall einen Durchschuss. Das ist für den Getroffenen noch der bestmögliche Fall. Die aktuellen kleinen HV Kaliber kommen schon durch kleine Störungen im Flug (Blätter, Kleidung) ins trudeln und zerlegen sich dann. Damit hat man maximale Energieabgabe und Zerstörung im Ziel. Siehe Jagdmunition. 

Kommentar von JohnGrammaticus ,

Das weiß ich schon.

Die Frage lautet doch, ob jemand einen solchen Durchschuss durch schwere Vollmantelgschosse relativ leicht überlebt, wenn er in die Brust getroffen wird, wo ihn ja ein Teilmantelgeschoss töten würde.

Kommentar von Schrader ,

Würde ich auch von der Entfernung abhängig machen. Die M16 kann auf fünf Schritt Entfernung auch einen glatten Durchschuss erreichen. Wenn keine Weste getragen wird....

Teilmantel ist meines Wissens militärisch nicht erlaubt. 

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