Frage von ldrpd, 138

Wie sieht ein Tagesablauf bei der Bundeswehr aus?

Ich kenne einen der ist seit 1 Jahr in der bundeswehr. Wie sieht so ein tages ablauf aus? Nein ich frage ihn nicht .

Antwort
von Hamburger02, 104

Das kann sehr verschieden sein, je nach Einheit.

Bei uns an Bord war es ungefähr so:
Auf See: 24h Dienst.
An Land:
8.00 Dienstbeginn mit Musterung und Arbeitsverteilung.
8.15 - 9.45 Arbeit (Instandsetzungen, Pflege, Bürokram etc.)
für Offiziere: 8.45 - 9.30 Besprechungen (Kaffee trinken)
9.45 - 10.00 Frühstückspause.
10.15-12.00 Arbeit
12.00 - 12.30 Mittagspause mit Mittagessen
12.30 - 13.00 Reinschiff
Danach Umziehen zum Sport
13.15 - 15.00 Sport (praktisch täglich und Fussball spielen)
15.00 - 15.30 Bier trinken und "socialising" (Kdt. war der Meinung, das sei gesund nach dem Sport wegen der Mineralien und die Leute reden dann freier)
Danach Duschen und 16.00 Feierabend.

Kommentar von rav3ry ,

Wenn das deine Einheit wirklich getan haben sollte (was ich bezweifle), war das wohl eine ziemliche Ausnahme.

Frühstücks /NATO Pause gibts nicht mehr. Fußball spielen ist definitiv nicht der Sport bei der Bundeswehr, evtl. 1x im Jahr wenn 90% der Kompanie Urlaub haben und die die da sind kp haben was se machen sollen.

Bier trinken geht während der Dienstzeit überhaupt nicht. EInzige Ausnahmen sind da wenn zB.: ne ATN Prüfung die ganze Woche war, dass man zu ner Patengemeinde zum Abschluss hinläuft und da n paar halbe zischt. Ansonsten nada.

Und eine 41h Woche ergibt dein Landdienst auch nicht es sei denn ihr wart auch Freitags bis 1600 da.

Kommentar von Hamburger02 ,

Das war wirklich so. In gewisser Weise waren wir eine Ausnahme, weil die anderen Einheiten auch nachmittags gearbeitet haben. Unser Kdt. war aber anderer Meinung und hat zur Bedingung gemacht, dass alle Arbeiten vormittags erledigt werden. Deshalb wurde bei uns auch intensiver gearbeitet als woanders und alles wurde trotzdem fertig.

Fußball wurde deshalb immer gespielt, weil ich der Sportoffizier war und es so angeordnet habe. Wer hätte mir das außer dem Kdt., der immer mitgespielt hat, verbieten können?

Bei uns wurde oft Bier während der Dienstzeit getrunken. Einlaufbier war sowieso obligatorisch und zum Mittagessen, z.B. bei Labskaus, gab der Kdt. immer für jeden eine Flasche frei. Und das Bier nach dem Sport hat er auch angeordnet…man durfte, musste aber nicht. Wurde aber gerne angenommen. Und wenn der Kdt. ein Fässchen warf, wurde der Dienst von den meisten sogar über den Feierabend um 16.00 hinaus freiwillig fortgesetzt. Meinung des Kdt.: Das sind alles erwachsene Männer, denen schreibe ich doch nicht vor, wann sie Bier trinken dürfen und wann nicht.

Freitags war um 14.00 Uhr Dienstausscheiden. Dass wir an Land relativ wenige Stunden produktiv waren, wurde damit begründet, dass wir auf See dafür umso härter ran müssen.

Die Kdt. hatten bei uns allgemein viele Freiheiten und keinen kümmerte es. Und unserer war sowieso nicht ganz normal. Positiv fand ich aber, dass er mir auch völlig freie Hand ließ und ich daher machen konnte, was ich wollte und das entsprach häufig nicht dem "militärisch üblichen". Aber so lange die Ergebnisse stimmten, hatte ich meine Ruhe.

Kommentar von rav3ry ,

Die Marine. In dem Fall entschuldige meine Zweifel.

Kommentar von Hamburger02 ,

Schon geschehen. ;-)

Habe schon damals gesagt:

"Es gibt viele Möglichkeiten, bei der Marine ums Leben zu kommen. Herzinfarkt wegen zu viel Stress gehört definitiv nicht dazu."

Kommentar von Soldier79 ,

Wahrscheinlich war Dein Kdt. ein Alki... ;-)

Kommentar von Hamburger02 ,

Nö, das war sogar einer der wenigen Nicht-Alkis.

Antwort
von Soldier79, 58

Je höher der Dienstgrad, desto mehr Freiheiten hast Du. Das hängt aber auch stark von der Einheit und Deinen Vorgesetzten ab.

Als Feldwebel / Oberfeldwebel im Stab (S6 / IT / Krypto) hatte ich mein eigenes Büro und konnte mir meine Zeit und Aufgaben selbst einteilen, da es meinem Hauptmann egal war. Ich konnte auch direkt zum Kommandeur (Oberst) rein, wenn ich was wollte. Hauptsache der Job wird erledigt. Da hatte ich auch viel Zeit zum Sport machen oder sonstiges...

Aber zu wenig zu tun ist auf Dauer auch nicht so toll.

Außerdem habe ich in der Nähe gewohnt, so dass das Familienleben auch nicht zu kurz kam. Jeden Morgen zur Arbeit und Abends wieder heim. Eigentlich wie ein ganz normaler Bürojob.


Antwort
von tactless, 87

Das kommt doch darauf an wo er eingesetzt ist. Daher gleichen sich die Tagesabläufe nicht. 

Antwort
von SebRmR, 63

Wenn man in der Kaserne lebt:

Aufstehen,
zum Dienstbeginn wach und passend angezogen sein,
Dienstbeginn,
Dienst, 
Natopause,
Dienst,
Mittagspause,
Dienst,
Dienstende.

Zwischen Dienstende und -Beginn kann man fast machen was man will.

Wenn man nicht in der Kaserne über Nacht bleibt, muss man morgens zur Kaserne und Abends wieder weg fahren.

Antwort
von Wippich, 66

Kommt drauf an was man für eine Funktion hat.In der Regel Dienst nach Plan.

Antwort
von joheipo, 83

Man geht morgens zum Dienst, hat eine Mittagspause, und abends geht man nach Hause oder in die Unterkunft.

Was man tagsüber zu tun hat, wird durch den sogenannten Dienstplan, der am sogenannten Schwarzen Brett hängt, festgelegt.

Der Dienstplan kann alles mögliche beinhalten: Dienst auf der Dienststelle, Sport, Geländeübungen, Formalausbildung, Unterrichte, Schießausbildung usw.usw.

Wirst Deinen Bekannten schon fragen müssen, wie sein Tagesablauf aussieht. Der ist in jeder Einheit individuell.


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