Frage von Hannah0011, 10

Wie sieht ein guter trainingsplan für ein pferd was muskeln bekommen soll aus?

Wie sieht ein gutern trainingeplan aus? Mein pferd is etwas dick, soll also abnehmen, steht 24/7 auf koppel ( wird auch nicht geändert) und soll mehr muskeln bekommen. Jedoch soll sie kein muskel kater bekommen

Antwort
von Hjalti, 8

Leider schreibst du nix über das Alter von deinem Pferd u. was du sonst so mit ihm machst... wie oft wird es geritten? Wie lange? Wird es auch longiert, etc? Evtl. Fressbremse (stundenweise) auf der Koppel? 

Wie beim Menschen: mehr Bewegung, weniger Energiezufuhr = Abnehmen. Training, wie z.B. über Stangen longieren baut Rückenmuskeln auf. Viele Tempiwechsel fördern Aufmerksamkeit u. Durchlässigkeit. Klettern (Bergauf reiten) stärkt Muskeln an der Hinterhand. Um nur ein paar Sachen zu nennen.

Antwort
von beglo1705, 9

Weg mit dem ganzen Müsli- und Leckerliekram, Äpfel, Karotten und so was ebenfalls drastisch reduzieren. Bekommt dein Pferd ausser Weide (und hoffentlich Heu) sonst noch was zu fressen?

Ansonsten ist nach wie vor korrektes Longieren (sofern man es beherrscht) ein gutes Mittel um Muskulatur aufzubauen, egal ob alt oder jung.

Näheres siehe hier, sofern nicht geläufig: 

https://www.wege-zum-pferd.de/produkte/longenkurs/

Antwort
von sukueh, 10

Verlass dich nicht auf irgendwelche Standardtrainingspläne, die du dir aus dem Netz fischt, sondern stimme sie individuell auf dein Pferd ab.

Also Alter- und Gesundheitszustand sollten beim Training mit berücksichtigt werden.

Muskeln aufzubauen, ohne Muskelkater zu kriegen - davon würde ich als Mensch auch träumen. Aber ich glaube, dass das auch bei Pferden nicht gelingt....

Ich würde meinen RL um einen geeigneten Plan für mein Pferd bitten, da dieser auch das Pferd sehen kann und auch sagen kann, welche Muskeln gezielt gearbeitet werden sollen und durch welche Maßnahmen du das erreicht.

Gleichzeitig kann er ein Auge darauf haben, dass du seine Ratschläge auch richtig umsetzt. Falsches Reiten, falsches longieren machen nämlich keine (oder falsch) Muskeln und bringen dem Pferd zusätzliches Aua - und in der Regel nicht nur ein übergewichtiges, sondern auch unmutiges Pferd....

Also bitte, lass dir vor Ort helfen.

Kommentar von WesternCalimero ,

Hallo sukueh,

Grundsätzlich finde ich Deinen Rat korrekt.

Leider hapert es bei den meisten RL an den Grundlagen der Trainingslehre. Wie man gezielt, welche Muskeln aufbaut, ist vielen leider nicht wirklich bekannt. Da werden Programme abgespult, bis Muskeln oder Sehen wegen Überlastung aufgeben. Dann doch lieber die Anleitungen von Geitner, die wenigstens nach der Trainingslehre aufgebaut sind und auch Trainingszeiten und Wiederholungen angeben.

Gruß Calimero

Kommentar von sukueh ,

Ich bin natürlich von einem guten RL ausgegangen :-) Die Auswahl hat man ja schließlich auch selber in der Hand.

Und wenn kein RL vor Ort ist, gibt es ja eventuell jemand anderem mit viel Erfahrung am Stall, den man ggf. noch um Hilfe und Unterstützung bitten könnte.

Ich finde es bei den schriftlichen Anleitungen einfach ungünstig, dass dort so häufig nur Momentaufnahmen abgebildet werden und man meiner Erfahrung zu richtigen Umsetzung auch noch mehr "praktische" Erfahrung mit dem Pferd haben sollte.

Ich habe allerdings in der heutigen Zeit sehr stark den Eindruck, dass zu viel "theoretisches" Wissen am Pferd ausprobiert wird und weniger Wert auf praktische Erfahrung gelegt wird.

Sieht man ja auch hier bei Gutefrage.net, wieviele Fragesteller hier virtuellen Reitunterricht haben wollen....

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde, 7

Der beste Trainingsplan ist immer noch die Grundregel jeden Reitens: Jeden Tag sein Pferd ansehen, wo hat es heute Stärken, wo hat es heute Schwächen. Sei es, dass es einen eher energiegeladenen Tag hat oder eher einen Durchhänger, sehen, wie das Gangbild aussieht ... und daraufhin entscheiden, was ihm in der aktuellen Situation weiterhilft. Auch bei Übertraining bilden sich kaum Muskeln ... und dann ist auch die Frage: Warum ist es derzeit unterbemuskelt? Wird zur Weide was zugefüttert und, falls ja, was genau und wieviel davon? Wie sieht die bisherige Arbeit aus, ist es physiologisch gesund, ...?

Antwort
von Equestrianlove, 8

Futterumstellung falls nötig, abwechslungsreiches und gutes Reiten (viel Dehnungshaltung, auf Stellung und Biegung viel wert legen, Tempounterschiede innerhalb der Gangarten, Cavalettiarbeit, Springen, Galoppieren im leichten Sitz), ausgebundenes longieren. Für zusätzliche Bewegung sorgt auch täglicher Weidegang, und ist auch ein wichtiger Ausgleichspunkt, wenn du das Pferd mit den oben genannten Dingen 'mehr belastest' als zuvor. :)

Kommentar von Equestrianlove ,

Aber natürlich nicht direkt die volle Dröhnung von allem, sondern langsam alles Steigern:)

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