Wie sieht die Zukunft von Thailand aus?

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3 Antworten

da noch Militärregierung wirst du auch nicht viel darüber finden. Prognosen sind bei solchen Sachen nicht vorhersehbar. 

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Prognose sind schwierig - vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.
Thailand hat sich in den letzten 100 Jahren dramatisch verändert - von einem feudalen Agrarstaat zu einem industriellen Schwellenland.
Das hat allerdings die sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede eher noch mehr verstärkt - einiger Regionen (hauptsächlich Bangkok und einige Touristenhochburgen) haben sich rasant entwickelt während anders wo (z.b. im armen Nordosten) die Zeit lange mehr oder weniger stillgestanden hat

Die thailändische Gesellschaft ist tief gespalten - wenn man überhaupt von einer thailändischen Gesellschaft sprechen kann.

Bislang werden und wurde das zumindest nach außen hin durch die thailändische Monarchie bzw. den sehr beliebten amtierenden König Bhumibol als Symbolfigur noch einigermassen zusammengehalten.

Der König ist aber alt und wohl auch schwer krank - und sein Sohn als dedizierter Nachfolger ist bei Bevölkerung nicht ansatzweise so beliebt wie Bhumibol - um es mal vorsichtig zu formulieren.

Monarchie und Militär sind in Thailand zwei große und sehr bedeutende Machtfaktoren - und gegenseitig aufeinander angewiesen.

Das Militär betrachtet sich als Bewahrer und Verteidiger der Monarchie - während die Monarchie den regelmäßigen Militärputschen (z.Zt. Nr. 19) seinen moralischen Segen erteilt.

Das ist bislang auch einer der Gründe dafür gewesen, dass die meisten (nicht alle) Thais Militärregierungen relativ gelassen hingenommen haben.

Es gab im Hintergrund ja immer noch König Bhumibol, der jeden noch so mächtigen General der sich in der Vergangenheit an die Macht geputscht hat mit einer kurzen Ansprache ans Volk entmachten konnte wenn es notwendig geworden ist.

Womit die Thais sozusagen die Versicherung hatten, dass ein durchgedrehter General nicht lange an der Macht bleiben kann.

Der Nachfolger von Bhumibol hat nicht ansatzweise diese Autorität - beim jetzigen König ist unklar bzw. fraglich ob er sie aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes noch nutzen könnte.

Der letzte Wechsel im Königshaus ist 70 Jahre her - für praktisch alle heute lebenden Thais ist das vollkommenes Neuland - was wohl mit einer der Gründe war, warum sich das Militär rechtzeitig an die Macht geputscht hat um diese Übergangsphase besser unter Kontrolle zu haben.

Thailand ist zur Zeit vergleichsweise ruhig und friedlich - das liegt aber nicht daran dass es keine Konflikte geben würde und es nicht "kochen" würde - nur hält das Militär eben den Deckel auf den Kochtopf....

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Kommentar von pluggy
14.04.2016, 06:08

Schrieb  ja schon, ein  "Moechte-Gern-Besserwisser". der aus dem Bild-Zeitungs-Journalismus sein Wissern hernimmt und das als sein eigenes verkauft.

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Seitdem die Militaerregierung an der Macht ist herrscht Frieden und Ordnung in Thailand und dieses wird von der Mehrheit der Bevoelkerung begruesst.

Thailand wird zwar im Westen immer noch als Schwellenland bezeichnet, ich arbeite und lebe hier seit 20 Jahren und kann darueber nur laecheln.

Hier ist immer noch ein Wirtschaftsboom ohne Ende und ich sehe der Zukunft von Thailand nur optimistisch entgegen mit jaehrlichen Zuwachsraten von mindesten 2 %.

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Kommentar von XXFUN4XX
09.04.2016, 16:53

Ich hätte gedacht die Staatsform ist eine konstitutionelle Monarchie was ist der unterschied 

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Kommentar von MalNachgedacht
10.04.2016, 14:31

Seitdem die Militaerregierung an der Macht ist herrscht Frieden und Ordnung in Thailand und dieses wird von der Mehrheit der Bevoelkerung begruesst.


Frieden und Ordnung herrscht auch in Nordkorea - und laut Nordkoreanischer Regierung wird das auch von 99,99% der Bevölkerung begrüßt.

Wenn die Mehrheit der thailändischen Bevölkerung hinter der Militärregierung stehen würde dann könnte die ja einfach eine Partei gründen und sich von eben dieser Mehrheit dann demokratisch legitimeren lassen.

Aber die Junta weiß natürlich sehr gut, dass sie bei geheimen Wahlen landesweit keine Mehrheit hätte - in einigen Teilen natürlich schon.

Ach ja - Bombenattentate gab es auch unter der Junta - so weit ist es mit dem "Frieden" nicht her....

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