Frage von FragedesLebens, 53

Wie sieht die Rechtslage bei folgendem Szenario aus?

Person A legt Person B aus Spaß Handschellen an. Person B lässt sich dies - ebenfalls aus Spaß - freiwillig gefallen. Person A schließt die Handschellen an einen Gegenstand an, bspw. einen Baum im Wald und deponiert den Schlüssel sichtbar in der Nähe, aber so, dass die angekettete Person B nicht herankommen kann. Person A verschwindet und lässt Person B angekettet alleine - ab jetzt gegen ihren Willen. Person C findet Person B und befreit sie.

Person B geht zur Polizei und zeigt Person A wegen Freiheitsberaubung o.Ä. an.

Frage wäre nun: Was passiert, wenn Person A behauptet, Person B hätte das alles freiwillig mitgemacht, also die Handlung ging einvernehmlich vonstatten und Person B hat wohl erst nach Verschwinden von Person A etwas dagegen hat. Steht dann nicht Aussage gegen Aussage?

Antwort
von Nordseefan, 35

Dann kommt es auf die Glaubwürdigkeit an. Und ich gehe mal davon aus, das B glaubwürdiger ist. Liegt wohl auch in der Sache der natur.

Antwort
von Alsterstern, 26

Sicher steht Aussage gegen Aussage. Nach der Anzeige entscheidet der Richter was passiert.

Kommentar von Mahabone ,

Im Zweifel wird in diesem speziellen Fall aber stets demjenigen geglaubt, der weiter auf Freiheitsberaubung plädiert!

Kommentar von Alsterstern ,

Beide werden angehört und dann entscheidet der Richter. Und der Richter wird schon herausfinden WER glaubwürdig ist.  

Antwort
von Laykan, 27

Person B hat das freiwillig getan, solange Person A anwesend ist, bzw die Möglichkeit da war befreit zu werden. Person B wurde gesagt aus Spaß und nicht dass sie allein gelassen wird ohne Hilfe, wäre eine sichere Argumentation des Anwalts ;)

Antwort
von alarm67, 23

B wird recht bekommen! Bis zum Verschwinden würde man Dir unter Umständen sogar noch glauben, aber dass B will/wollte, dass Du abhaust und B alleine lässt, ganz sicher nicht mehr!

Kommentar von Mahabone ,

Genau und das ist auch vernünftig so!

Antwort
von Still, 6

Vor Gericht wird nicht gerechnet, sondern bewertet. Da es keine logische Erklärung geben wird, warum B. sich freiwillig in Gefahr begeben sollte, wird alles was A behauptet als Lüge, bzw. Schutzbehauptung gewertet.

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