Frage von Franz19961, 40

Wie sieht denn nun Wertpapierhandel aus?

Guten Abend zusammen.

Ich bin 19 Jahre jung und gedenke ins Wertpapiergeschäft einzusteigen. Ich mache mir keine Illusionen über das schnelle Geld oder Geld ohne Mühe, ich les mich bereits wie wild schlau und werde auch noch ein wenig warten, bis ich tatsächlich langsam einsteige.

Was ich wissen möchte ist im Grunde, wie ein möglicher Alltag eines arbeitstätigen Hobbyaktionärs aussehen könnte.

Sagen wir mal ich würde beispielsweise zu regulären Bürozeiten arbeiten. Muss man dann jeden Abend die Zeitung lesen und analysieren, ob das eigene Geld sicher ist, minutiös die Aktienkurse verfolgen undundund? (rhetorische Frage)

Was haltet ihr für angebracht?

Antwort
von kevin1905, 14

Was ich wissen möchte ist im Grunde, wie ein möglicher Alltag eines arbeitstätigen Hobbyaktionärs aussehen könnte.

Das kommt auf einen Ansatz an.

Ich betreibe eine langfristige Buy-and-Hold Strategie, die ich durch ETFs als auch durch ausgewählten unterbewerten Einzelaktien und Blue-Chips gestalte.

Wenn ich auf Aktiensuche gehe, beginnt meine Arbeit durch das Bemühen von Stock-Screenern und Lesen von Bilanzen und Geschäftsberichten. Pro Screening und Jahr springen dabei selten mehr als 2-3 Unternehmen raus, die ich kaufen will und meinen quantitativen und qualitativen Ansätzen entsprechen.

Muss man dann jeden Abend die Zeitung lesen und analysieren, ob das
eigene Geld sicher ist, minutiös die Aktienkurse verfolgen undundund?

Hin- und Her macht Taschen leer.

Ich schaue einmal die Woche ins Depot, selten öfter. Mache vielleicht zwei mal im Jahr ein Rebalancing. Mich interessiert nur periphär, was so passiert. Mir ist meine Zeit zu schade sie regelmäßig  vor dem Bildschrim zu verbringen. Wie gesagt ich mache es 1-2 mal im Jahr, dass ich wirklich ein paar Tage dafür nutze auf Shopping-Tour zu gehen.

Womit wir beim Thema ROTI wären (Return on Time Invested). Stell dir vor meine Anlagen machen etwa 10% pro Jahr im Durchschnitt. Jemand anders macht meinetwegen 15%, weil er den ganzen Tag vor dem Rechner sitzt, tradet und was weiß ich macht. Ich würde mit dem nicht tauschen wollen. Die Menge an Zeit (eine Ressource, die nicht vermehrt, angelegt oder gespeichert werden kann), die er damit verbracht hat, diese 5% Mehrrendite zu erzielen, habe ich verbracht mit Arbeiten oder Spaß haben. Mein Leben ist besser.

Antwort
von Hideaway, 25

Es gibt Anlageformen, bei denen hast du praktisch keine ruhige Sekunde und andere, bei denen musst du dich monatelang um gar nichts kümmern.

Kommentar von Franz19961 ,

Danke für die schnelle Antwort, aber da liegt wohl ein Missverständnis vor. Es geht mir um eine sinnvolle Routine für ein gestreutes Depot. Selbst bei diesen "monatelangen nichtstuern" muss man ja regelmäßig mal reinschauen, um im Fall der fälle eben doch was tun zu können.

Kommentar von Thaliasp ,

Das Beste ist du informierst dich vorher wie die Firmen so stehen bei denen du einsteigen willst und trotzdem ist immer ein Risiko dabei. Ich weiß nicht ob du dich an den totalen Einbruch von der Großbank UBS erinnern kannst. Wer hätte gedacht dass eine solche Großbank in der Schweiz mit Staatsgeldern gerettet werden musste. Die Aktionäre haben natürlich viel Geld verloren. Ich betreue meine Mutter als Beiständin und weiß daher dass meine Mutter auch UBS Aktien hat und dementsprechend durch den Einbruch einiges an Geld verloren hat. Solltest du Aktien kaufen darfst du nicht in Panik verfallen wenn der Kurs mal taucht.

Antwort
von Nasdaq14, 12

Nen, da brauchst du nicht, es sei den du willst nicht investieren, sondern traden.

Man sollte sich auf dem Laufended halten und um das ganze wenn und aber zu verstehen eine entsprechende Tageszeitung - etwa das Handelsblatt - täglich lesen.


Das bringt mehr Gefühl für die Märkte als stundenlang zu googeln und jede Anlagemöglichkeit in Betracht zu ziehen.



Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq


Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten