Frage von B3462, 32

Wie sieht das Leben eines Soldaten, in Bezug auf Familie und insbesondere Kinder, aus?

Hallo Leute, ich bin grad auf der Suche nach Infos über das Familienleben von Soldaten mit Kindern. Alles was ich im Internet finde bezieht sich nur auf Kindersoldaten und deshalb frage ich hier.

Ich würde gerne wissen, wie das Leben der Familie eines Soldaten aussieht. Kann der Soldat regelmäßig nach Hause, um seine Kinder und Familie zu sehen? Und falls nicht sollte er dann überhaupt Kinder bekommen? Wie sieht es aus wenn ein Familienmitglied erkrankt, hat man dann das Recht mal nach Hause zu gehen, wenn auch nur kurzzeitig? Meine Fragen beziehen sich sowohl auf den allgemeinen Arbeitsablauf, als auch auf Auslandseinsätze.

Ich bedanke mich jetzt schon mal für eure Hilfe, da ich wirklich keine Ahnung über den Beruf Soldat habe, mich das aber schon ein wenig interessiert.

Antwort
von Nomex64, 12

Also ich kenne zwei Soldaten näher. Der eine ist mitlerweile Berufssoldat und sieht seine Familie eigentlich immer wenn er keinen Dienst hat. Seit die BW die 41h-Woche eingeführt hat habe ich das Gefühl er ist öfter bei der Familie als so mancher meiner Kumpels die einer zivilen Beschäftigung nachgehen.

Der Andere befindet sich gerade in der Grundausbildung. Der ist eigentlich jedes Wochenende zu Hause bei Frau und Kind. Wenn er in seine Stammeinheit kommt ist er vermutlich auch jeden Tag nach Dienstschluss zu Hause. Er ist während der GA auch mal ein paar Tage zu Hause geblieben als seine Frau erkrankt ist.

Dagegen habe ich Freunde die unter der Woche kaum eine Tag nach 8h Feierabend haben. Die aus der Landwirtschaft sehe ich zur Zeit manchmal Tage nicht. Ein Freund arbeitet bei einem großen Konzern und ist in der ganzen Welt unterweges, der verbringt weniger Zeit mit seiner Familie als der Berufssoldat der auch ab und an mal auf Einsätze muss. Die Auslandseinsätze sind übrigens nicht Afghanistan oder Mali sondern eher USA, Litauen usw.

Wie es in einer Familie funktioniert liegt nicht an der Bundeswehr oder der Arbeitsstelle oder Arbeitszeit sondern einzig und allein daran wie die Familie das gestaltet.

Antwort
von Maienblume, 12

Das Familienleben wird leider beeinträchtigt durch die Versetzungen. Will man die Kinder nicht aus dem gewohnten sozialen Umfeld und der Schule nehmen, dann wird der Soldat gezwungenermaßen zum Pendler.

Es gibt Auslandseinsätze, wo man die Familie mitnehmen kann, bei uns damals in Italien gingen die Kinder der Kollegen dann auf eine internationale Schule. Andere wiederum waren alt genug, studierend in Deutschland zu bleiben.

Wenn die Soldaten dann allerdings in den Einsatz mußten, saß die Familie im Ausland... auch nicht ganz so prickelnd.

Die Einsätze stellen ein großes Problem dar... viele Ehen überstehen eine solche Trennung nicht gut. Man muß sehr viel Vertrauen zueinander haben, den unbedingten Willen, das miteinander durchzustehen, und darf sich durch die - berechtigte - Angst um den Partner nicht zermürben lassen.

Das sind nur ein paar kleine Anrisse zu einem sehr komplexen Thema.

Antwort
von lanlan0000, 21

Ein bekannter von mit ist berufssoldat und der sieht seine Familie jeden tag nach der Arbeit

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