Frage von Tweety2908, 48

Wie sieht das aus mit dem Unterhalt des anderes Kindes?

Hallo Leute also ich hab mal eine frage ich hoffe es kennt sich jemand aus und kann mir weiter helfen und zwar geht es darum das mein Freund (28) und ich (24) seit fast 3 Jahren zusammen sind es könnte alles perfekt sein nun ist es so das er bereits einen 6 jährigen Sohn hat dem er ja Unterhalt zahlen muss was auch nicht so schlimm ist nun wollen er und ich auch ein Kind haben und fragen uns ob bei seinem wenigen Verdienst (1200) netto möglich ist seinem Sohn weniger Unterhalt zu bezahlen wenn wir auch ein eigenes Kind haben weil schließlich muss einem ja ein bestimmter Betrag bleiben um Miete und alles zu bezahlen es wäre echt nett wenn mir jemand helfen könnte ich weis nämlich nicht mehr weiter wir streiten uns nur noch wegen diesem Thema

Antwort
von Elfi96, 21

Der Selbstbehaltssatz bleibt  gleich. Wenn dein Freund arbeitet, bleiben  ihm für  seine Lebenshaltungskosten und  der Warmmiete gerade mal 1080€. Die 120€, die er  für den Kindesunterhalt an beiden Kindern aufbringen kann, würden per Quote an beide Kinder aufgeteilt. Für Kinder u12 Jahren kann man max für 6 Jahre Unterhaltsvorschuss beim Amt beantragen. Die entstandenen  Kosten werden deinem Freund  zu einem spätereren Zeitpunkt als Schulden wieder ins Haus flattern. Alternativ bleibt dir, arbeiten zu gehen/ deinem Freund: einen besser bezahlten  Job anzunehmen oder auch einen  Nebenjob auszuüben,  bzw aufstockend H4 zu beantragen.  


Auf der Page: Unterhalt.net gefunden:

Beispiel zur Berechnung des Unterhalts im Mangelfall

Ein Vater hat ein monatlich anrechenbares Nettoeinkommen von 1.400 € und muss für zwei Kinder Unterhalt zahlen. Nach Abzug des hälftigen Kindergeldes würden sich folgende Unterhaltsbeträge ergeben:

In der Summe müsste der Vater also 606 € Kindesunterhalt zahlen. Zieht man nun diese 606 € von den 1.400 € Einkommen ab, so würde sein Selbstbehalt von 1.080 € unterschritten. Aus diesem Grund muss auf die Verteilungsmasse des Einkommens zurückgegriffen werden, die in diesem Fall bei 320 € liegt (1.400 € – 1.080 €). Diese Verteilungsmasse wird nun ins Verhältnis zum vollen Kindesunterhalt gesetzt, also 320 € / 606 € = 0,53. Diese 0,53 ist nun die Quote, mit der Unterhalt gezahlt wird, folglich 1. Kind 334 € * 0,53 = 178 € und 2. Kind 272 € * 0,53 = 145 €.

Beim Unterhalt für ein minderjähriges Kind ist zu beachten, dass es einen gesetzlichen Mindestunterhalt gibt. In gleicher Höhe wird auch der Unterhaltsvorschuss erbracht, wenn der Unterhaltsschuldner seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt.


LG 

Kommentar von Tweety2908 ,

Danke für die Antwort ich habe ja auch einen Job einen teilzeitjob und verdiene auch um die 800 Euro aber mein Freund ist einfach der Meinung das der Unterhalt für seinen 6 jährigen Sohn gleich bleibt aber ich denke wenn er nur so wenig verdient das man ihm dann nicht so viel abnehmen darf oder liege ich da falsch wir machen jetzt morgen einen Termin beim Jugendamt weil seine ex Freundin ihn verarscht hat was der Unterhalt betrifft die haben das bis jetzt immer selber ausgemacht und er hat ihr 300 Euro gegeben für den kleinen wobei ich von Anfang an zu ihm gesagt habe das es nicht sein kann und dann informieren wir uns beim Jugendamt darüber vielleicht können die uns Antworten geben 

Kommentar von Elfi96 ,

Zu viel  gezahlter Unterhalt  kann nicht zurückgefordert werden! 

Kommentar von DFgen ,

Der "Mindestunterhalt" für ein Kind zwischen 6 und 11 Jahren liegt derzeit bei 289 Euro.....

Wenn der Mann der Mutter des Jungen bisher mehr gegeben hat, ehrt ihn das - zurückfordern kann er nichts....

Antwort
von DFgen, 10

Deinem Freund müssen von seinem "bereinigten" Einkommen 1080 Euro verbleiben (sein "Selbstbehalt") - momentan könnte er also nicht mal dem sechsjährigen Sohn den ihm zustehenden Unterhalt zahlen...

Käme jetzt noch ein weiteres Kind hinzu, so müsste der zur Verfügung stehende Betrag (über dem "Selbstbehalt") auf beide Kinder aufgeteilt werden - anteilig je nach Alter, dem älteren Kind stünde also ein höherer Betrag zu... 

  • Gibt es über den Unterhalt für den Sohn allerdings einen "Titel", müsste der Mann diesen erst "abändern" lassen, um auch tatsächlich weniger zahlen zu "dürfen"....
  • Gibt es keinen Titel, könnte die Mutter des älteren Kindes keinen bestimmten Betrag vom Mann einfordern.

Sollte die Mutter des Jungen jedoch "Unterhaltsvorschuss" für ihn beziehen, so müsste der Mann diesen später ggf. zurückzahlen, wenn er seine fehlende Leistungsfähigkeit nicht entsprechend nachgewiesen hat....

Um es eurem gemeinsamen Kind und auch dem älteren Sohn nicht am Nötigsten fehlen zu lassen, könnte der Mann sich einen besser bezahlten Job suchen oder ggf. noch einen Nebenjob ausüben.

Dass du für Umsetzung des Kinderwunsches auch in Vollzeit beschäftigt bist, um evt. für die Elternzeit etwas zurückzulegen...., setze ich mal voraus......

Antwort
von dandy100, 28

Ja, der Unterhaltsanspruch für das Kind wird sich verringern, denn die Einstufung in der sogenannten Düsseldorfer Tabelle ist nicht nur vom Einkommen abhängig,  sondern auch von der Anzahl der Kinder, die man hat.

Kanns Du hier nachlesen:

http://www.finanztip.de/unterhalt-alte-neue-kinder/

Kommentar von Tweety2908 ,

Danke für die Antwort hat mir sehr weiter geholfen 

Kommentar von DFgen ,

Die in der "Düsseldorfer Tabelle" ausgewiesenen Beträge beziehen sich auf die Unterhaltspflicht für zwei Personen.... 

Ist Jemand "nur" für ein Kind unterhaltspflichtig ist, könnte der zu zahlende Betrag theoretisch angehoben werden...

Die "Düsseldorfer Tabelle" ist aber ohnehin nur eine Richtlinie (ohne "Gesetzeskraft"), von der also abgewichen werden kann.....

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