Frage von ReligionsLiebe, 38

Wie sicher ist Crowdinvesting?

Ein Start-Up Unternehmen braucht Geld für sein Projekt und dieses bekommt er von Mikroinvestoren. Das nennt man Crowdinvesting und funktioniert über Internet.

Jedoch habe ich paar Fragen:

1) Kauft man eigentlich dann Anleihen oder Aktien?

2) Wenn das Geschäft gut läuft bekomme ich mein volles einbezahltes Kapital wieder mit Gewinn zurück?

3) Was passiert bei Verlust? Kann ich nur mein investiertes 1.000€ verlieren oder auch ins Minus gehen, weil Unternehmen Schulden hat?

Ist man dann Miteigentümer?

Antwort
von wfwbinder, 14

Im Crowdinvesting geht es bei den meisten Plattformen als "Partiarisches Nachrangdarlehen."

Das heißt man hat für seine Investition keine Sicherheit.

Für den Fall, das das Unternehmen Verluste macht, kann man sein Geld verlieren, unter Umständen in voller höhe.

Man sollte sich daher den Geschäftsplan der Antragsteller genau ansehen. Auch ob die Kompetent sind.

Antwort
von AlexChristo, 19

1) Aktien auf keinen Fall. Es ist die Frage, was man für das Investment von den Unternehmen bekommt.

2). Es kommt auf den Vertrag an, den du (per Crowdinvesting) mit dem Unternehmen schließt.

3). Grundsätzlich kommt es drauf an, was du da für einen Vertrag schließt. Im Regelfall wirst du kein Miteigentümer sein und du wirst max. deinen Einsatz verlieren.

Antwort
von Rotrunner2, 17

Du hast keine Anteile und Aktien schon garnicht.

Was du bekommst mußt du im Vorfeld mit dem Unternehmen klären.

Verlieren kannst du nur deinen Einsatz.

Kommentar von Rotrunner2 ,

Schau mal Sono Motors, sehr gutes Beispiel.

Antwort
von berndcleve, 19

Das sind Geldanlagen, die rechtlich und ökonomisch oft  zwischen einer aktienähnlichen Beteiligungen ( vollwertiges Eigenkapital) und einer Anleihe (vollwertiges Fremkapital)einzuordnen sind.

 Da gibt es sehr viele rechtliche Konstruktionen. Das kann eventuell noch sein, dass eine Versicherung abgeschlossen wird, um das Risiko der Investoren abzumildern. Möglich ist so gut wie alles. Da muss man sich das entsprechende model im einzelnen ansehen.

Kommentar von berndcleve ,

In der Regel wird es ähnlich sein wie bei einer Aktie. Man bekommt eine Gewinnbeteiligung, es droht aber schnell der Totalverlust, wenn es schlecht läuft.

 Mehr wie das eingesetzte Geld kann man regelmäßig nicht verlieren. Aber eine eventuelle Nachschusspflicht würde ich grundsätzlich erst mal auch nicht ausschließen.

Und dann ist ja wahrscheinlich eine Crowdfunding Gesellschaft dazwischen geschaltet. Die wollen bestimmt auch noch was verdienen.

In der Werbung hört sich das meistens alles ganz toll an. Aber die Gesetze des marktes kann man damit auch nicht überlisten. Zudem kann es in den Verträgen Stolperfallen geben, die auch der Experte schwerlich erkennnen kann. Und dann noch das Problem, dass sich der Vertragspartner später  nicht vertragsgemäß verhält.

Da kann man sich  m.E. besser Aktien von grossen Unternehmen kaufen.

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