Frage von Bariumbromid, 29

Wie sich sozial reintegrieren?

Ich bin männlich, 17, und seit Jahren kann ich nicht mehr normal reden/mich andern gegenüber öffnen. Damals war es so, dass ich gerade von der 6., wo ich noch ganz 'mich selbst' und offen und quirlig war, in die Oberstufe kam. Ich weiss nicht wieso, aber ich konnte meine (sehr guten) Freunde aus der Klasse irgendwie nicht behalten, für mich waren Freundschaften immer irgendwie an die jeweilige Klasse gebunden, dies auch schon in der Unterstufe, wo ich von der ganzen Klasse ein Jahr lang (selbstverschuldet) gemobbt wurde, was sich dann aber mit der Zeit wieder gelegt hat.

Ich kam also in die Oberstufe und habe, eigentlich ohne dass ich es so wollte, alle meine alten Kontakte abgebrochen, da ich halt in einer neuen Klasse, einer neuen Umgebung war. Damit trat allerdings eine Teufelsspirale in Kraft, denn mit denen in dieser neuen Klasse konnte ich keinen Konsens finden, einen davon kannte ich noch aus der Unterstufe, und wir mochten uns gar nicht. Also, die Mitschüler dort waren eigentlich in 2 Gruppen aufgeteilt. Ich war alleine und ging so einfach immer in den Pausen mit einer Gruppe mit, sie redeten jedoch immer unter sich (sie kannten sich alle schon und ich kam allein in die Klasse) über Themen, von denen ich keine Ahnung hatte (Games,...) und somit kam es dazu, dass ich halt immer der 'Geist' der Gruppe war. Es ist ja eigentlich nachvollziehbar, wenn einer einfach in eine Gruppe will, jedoch nie (wirklich nie) etwas sagt und einfach immer hinterherläuft, dass man dann diesen im Jugendalter abstösst. So kam es dann auch, ich wurde der Aussenseiter der Klasse.

Mit dem Übertritt in die Oberstufe hörte ich auch mit allen Hobbies, die ich hatte, auf, aus welchem Grund auch immer, und habe mich dann mit der Zeit sozusagen sozial isoliert, d.h. morgens in die Schule, dort sich (am Tiefpunkt) in der Pause auf der Toilette verstecken, bei Gruppenarbeiten alleine sein, am Nachmittag heimkommen, ins Zimmer, manchmal auch mit Süssigkeiten vollgeladenem Gepäck. Ich hatte keine Freunde, keine 'Sympathisanten' in der Klasse und wurde so immer scheuer und einsamer. Am Schluss war ich dann komplett sozial isoliert, eines Tages dachte ich, ich sei der glücklichste Mensch auf Erden, weil jemand der Klasse im Sportunterricht als 'moralische Unterstützung' bezeichnete, als 'Grund', wieso mich niemand im Team wollte. Alles besserte sich (zumindest dachte ich das so), als ich ins Gymnasium kam, das erste mal seit Jahren, wo Leute in eine Klasse kamen, die sich vorher noch nicht kannten. So sah auch ich meine Chance und konnte mit den wenigen Jungs auch eine gute Freundschaft schliessen, welche bis heute anhält. Am Anfang war ich wieder so wie in der 6., doch mit der Zeit, als ich mich mehr und mehr 'vernachlässigt' fühlte, kam es wieder zum Alten.

Jetzt bin ich wieder ein scheuer, sehr leiser 'Geist' in dieser Welt und will umbedingt offener werden, ich habe das Gefühl ich könne nur mit Leuten offen reden, denen ich komplett anvertrauen kann. Hilfe!

Antwort
von Maduel, 13

Versuche dich aus deinem "Geist" Dasein zu befreien. 

Wage den Schritt und versuche mit den anderen zu reden, mit ihnen zu arbeiten. Vielleicht gewöhnst du dich ja daran und machst es dann automatisch. 

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