Frage von qu1gon, 83

Wie setzt man eine Rechnung ohne MwSt von einer Privatperson ab?

Habe kein Gewerbe und würde eine Dienstleistung erbringen (z.B. eine Homepage erstellen). Soweit ich nun gelesen habe, darf ich eine Rechnung schreiben. Es darf natürlich keine MwSt ausgewiesen werden. Ich mache das nicht gewerblich, ist quasi eine einmalige Sache. Evtl. würde es nach ein zwei Jahren eine neue Homepage geben, aber das wäre ja nicht gewerbsmäßiges Handeln, soweit ich verstehe.

  1. Frage: Habe mal ein Rechnungsgenerator benutzt um eine private Rechnung zu erstellen (Screenshot). MwSt ist ja null. Muss da netto oder brutto stehen?

  2. Frage: Die Firma kann ja somit keine Vorsteuer (glaub nennt man das ja) geltend machen. Was kann oder wie kann Sie diese Ausgabe dennoch in die Buchhaltung reinnehmen bzw. gibt es eine Möglichkeit einen Steuervorteil zu ziehen?

Will ja nichts falsch machen, also lieber erst nachfragen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Bakaroo1976, 42

Antwort auf Frage 1: Keins von beiden. Wenn möglich das Wort netto nicht verwenden und auch nicht die Zeile zzgl. 0,00 % MWSt. - das wirft im Zweifelsfall nur Fragen auf.

Rechnungsbetrag xxx,xx EUR und fertig.

Kurze Rückfrage hinsichtlich der Gewerbsmäßigkeit - wie hoch wäre denn die Rechnung, und wie lange würdest Du für die Erstelung der Homepage brauchen?

Kommentar von qu1gon ,

Also es ist für jemand den ich seit klein auf kenne und sich vor 2 Jahren selbständig gemacht hat (Einzelfirma). Da ist es finanziell nicht so einfach mal 500 oder 1000 € nur für eine relativ simple Homepage zu investieren.
Ich traue mir eine simple Homepage zu, bin da Anfänger aber wir denken erstmal, irgendeine Homepage ist besser als keine :)
Werde wohl einige Stunden brauchen, da ich halt kein Profi bin. Kanns auch nicht genau sagen... ein Profi muss nicht mehr recherchieren (wie geht was) und macht die Dinge aus dem Effeff.

Eine Firmenhomepage kostet wohl so 500-1000 € minimum. Ich rechne schätzungsweise mit ca. 200 € so in die Richtung. Ist das denn relevant?

Kommentar von Bakaroo1976 ,

Relevant war die Frage hinsichtlich der Gewerbsmäßigkeit, sonst hätte ich diese nicht gestellt. Wenn Du aber nur 200,00 EUR für die Erstellung haben möchstest (umgerechneter Stundenlohn beispielsweise irgendwo bei 5,00 EUR), würde ich die Gewerbsmäßigkeit verneinen und in dem Entgelt lediglich eine Aufwandsentschädigung sehen - also dürfte keine Gewinnerzielungsabsicht gegeben sein.

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 47

Die Ausgabe für die Arbeit kann man als Betriebsausgabe trotzdem abziehen.

Mir ist es es z. B. egal (hatte den Fall erst vor 3 Wochen), ob mir einer 120,- Euro für eine Grafische Dienstleistung berechnet, oder 120,- Euro + 19 % umsatzsteuer 22,80 = 142,80 Euro.

Für beide Fälle ist mein Aufwand der gleiche.

Kommentar von qu1gon ,

Danke, könnt ich noch ne Antwort auf Frage 1 haben wenn Sie das wissen.

Kommentar von wfwbinder ,

Ohne das Umsatzsteuer enthalten ist, gibt es kein Brutto, oder Netto. Endsumme ist absolut OK.

Ggf. der Zusatz "Keine Umsatzsteuer gem. § 19 UStG"

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