Frage von Marzipan5, 117

Wie sende ich mein Buch richtig an Verlage?

Ich hätte ein paar fragen zum Thema Buch schereiben und an einen Verlag schicken. Muss ich denn den Titel des Buches selbst drauf schreiben oder macht das der Verlag? Welches Vormat muss das Manuskript haben und muss ich die Seiten nummerieren? Alle Bücher die ich lese haben vor der eigentlichen Story einige zusätzliche seiten, muss ich diese selbst schreiben? Muss ich außerdem ein Inhaltsverzeichnis schreiben? Sollte ich mein ganzes Buch an einen Verlag senden, nur einen Teil oder sollte ich überhaupt erst fragen ob ich es senden darf? Cover erledigt soweit ich weiß der Verlag, aber wie sieht´s mit dem Klappentext aus? Ich weiß, dass ich einen kurzen Text über mich und ein Bild mitschicken muss, wie mache ich das am Besten? Ich werde mein Buch an mehrere Verlage schicken, doch wenn einer zugesagt hat, wie informiere ich die anderen Verlage darüber, damit es nicht doppelt gedruckt wird? Was muss ich sonst noch beachten, wenn ich ein Buch an einen Verlag schicke? Kennt ihr noch irgendwelche Verlage? Mein Problem ist nur: Ich bin erst 13.

Würde mich auf Antworten und Tipps freuen :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Rubezahl2000, Community-Experte für Buch, 53

Toll, dass du ein Buch geschrieben hast!

Gleich beim Erstlingswerk an eine Veröffentlichung über einen Verlag zu denken, ist allerdings sehr ambitioniert ;-)
Sogar z.B. Astrid Lindgren und J.K.Rowling mussten diese Erfahrung machen. Erst nach Jahren und vielen geschriebenen Büchern hat sich ein Verlag "erbarmt" und ihre Bücher veröffentlicht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein seriöser Verlag ein Erstlingswerk von einem unerfahrenen Jung-Autor annimmt und auf SEINE Kosten veröffentlicht, ist sehr gering, aber versuchen kannst du es natürlich.

Niemals das komplette Manuskript unverlangt an einen Verlag senden!
Informier dich vorher bei jedem Verlag, was die  gern sehen möchten; meistens eine Leseprobe / Exposé.
Und mach dir keine großen Hoffnungen!
Die Verlage werden Tag für Tag überschüttet mit Anfragen von Hobby-Autoren; die meisten Manuskripte werden da nicht mal gelesen, so viele Lektoren gibt's gar nicht.

Pass auf, dass du NICHT an einen betrügerischen Pseudo-Verlag gerätst! Die geben sich aus als seriöser Verlag und machen dem Autor große Versprechungen, wie toll das Buch ist und wie gut sich das verkaufen wird. Der Autor freut sich, dass endlich ein Verlag sein Talent erkannt hat, und sieht nicht die versteckten Kostenfallen im Kleingedruckten des Vertrags, durch die er heftig abgezockt wird und Tausende zahlen muss für die Veröffentlichung :-(

Eine Alternative wäre übrigens die Veröffentlichung als E-Book (Selfpublishing) oder "Book-on-Demand".

Viel Erfolg!

Kommentar von Marzipan5 ,

Dankeschön! Natürlich weiß ich, dass ich mir keine Hoffnungen machen kann, aber ich schreibe gerne und viel. Selbst wenn es kein Verlag nimmt hab ich ja trotzdem ein buch geschrieben und kann es mir selber ausdrucken. 

Danke für deine Antwort :)

Antwort
von Jerne79, 56

Was genau ein Verlag will, ob man überhaupt unaufgefordert eingeschickte Texte möchte, lässt sich in der Regel auf der Homepage einsehen. In der Regel sind das Exposee und Leseprobe(n). Damit enfallen die meisten deiner Fragen.

Allerdings solltest du dich darauf einstellen, dass man dir dein Manuskript nicht begeistert aus den Händen reissen wird. Die Zahl der Einsendungen bei Verlagen pro Jahr ist enorm hoch, und mit 13 hast du naturgemäß nur wenig Schreiberfahrung.

Davon abgesehen solltest du dringend einen vernünftigen Erwachsenen die Seite ansehen lassen, damit du nicht an einen unseriösen Verlag gerätst. Normale Druckkostenzuschussverlage machen sofort deutlich, dass sie Geld wollen, wenn sie drucken sollen, es gibt aber auch etliche schwarze Schafe, die das verschleiern.

Ansonsten informier dich zu Normseiten und lass um Himmels Willen deinen Text korrigieren, dein Text hier hat doch einige Schocker drin.

Kommentar von Marzipan5 ,

Danke für die hilfreiche Antwort! Ich weiß, dass es kein Kinderspiel ist und ich bei mehreren Verlagen mein Glück probieren muss. Sorry wegen der Fehler, ich schreibe hier nur am Handy und korrigiere da meine Texte nicht(sollte ich vielleicht machen^^). Das Buch schreibe ich eh am PC, neben dem ein Wörterbuch liegt. Ich arbeite an diesem "Projekt" zusammen mit meiner Deutschlehrerin, die auch jedes Kapitel korrigiert. 

Danke nochmal für deine Hilfe!

Kommentar von Jerne79 ,

Mal ernsthaft, "Vormat" ist sicherlich nichts, was dir dein Handy "korrigiert".

Ich fürchte nur, du gehst insgeheim davon aus, dass du nur fleissig Verlage abklappern musst, dann nimmt schon irgendwann einer davon dein Manuskript an. Von diesem Gedanken solltest du dich dringend freimachen.

Kommentar von Marzipan5 ,

Ich gehe nicht davon aus, dass ich Verlage abklappern muss. Ich weiß, dass meine Chance fast bei 0 liegt. 

Antwort
von celaenasardotin, 67

Du musst meist eine zusammenfassung an den Verlag schicken. Je nach Verlag gibt es da genaue Vorgaben und oft geht das auch nur über einen Lektor, weil ja sonst jeder seinen Müll einschicken kann. Informier dich beim verlag. Der Titel wird häufig noch geändert und die seitenzahlen...macht das Layout vom verlag

Kommentar von Marzipan5 ,

Dankeschön! Soll ich trotzdem einen Titelvorschlag mitschicken? 

Ps: Throne of glass sind meine Lieblingsbücher! Deine auch? ;)

Antwort
von BlueBubble99, 70

Erstmal wow, mit 13 schon dein Buch? 👏😉
Ich kenne mich da leider auch nicht so gut aus, aber ich würde wirst einmal bei einem Verlag anfragen, ob sie Interesse hätten und auch, wie so etwas funktioniert. Die haben bestimmt Verständnis, wenn du erst 13 bist ☺. Was ich weiß: Du musst auf jeden Fall die Einverständnis deiner Eltern haben. Den Rest klärt du am besten mit dem Verlag selbst.

Kommentar von BlueBubble99 ,

*erst

Antwort
von Messkreisfehler, 53

Wenn die Rechtschreibung in deinem Manuskript genau so schlecht ist wie hier in der Frage, dann würde ich erst mal jemanden die Fehler verbessern lassen.

Die Zeiten, dass Verlage Bücher von irgendwelchen Leuten auf Verlagskosten drucken sind auch schon lange vorbei.

Was denkste wieviel Autoren die Kosten dafür selbst aufbringen müssen um Ihr Buch zu veröffentlichen.

Ich würde jedoch zunächst beim Verlag nachfragen, ob sie überhaupt an dem Manuskript interessiert sind bevor Du es hinschickst.

Kommentar von BlueBubble99 ,

Hey, nicht gleich so negativ! Das ist doch nur ne Frage in einer Community. Und wenn du schon nörgelst: Achte bitte selber auf Rechtschreibung und Zeichensetzung.

Kommentar von Messkreisfehler ,

Das ist nicht negativ sondern realistisch...

Kommentar von Jerne79 ,

Die Zeiten, dass Verlage Bücher von irgendwelchen Leuten auf Verlagskosten drucken sind auch schon lange vorbei.

Seriöse Publikumsverlage tun das heute noch, wenn sie daran glauben, dass sich das Buch verkaufen lässt.

Zu meinen, man müsse zwangsläufig zahlen, um veröffentlicht zu werden, ist schlicht und ergreifend falsch. 

Kommentar von celaenasardotin ,

Aber es ist schon richtig , dass es heute deutlich schwerer ist als früher und man nicht so einfach in die Branche kommt. Vieles läuft nur über Agenten oder Lektoren

Kommentar von Jerne79 ,

Nicht wirklich. Es gibt sogar heute eine Vielzahl kleinerer Verlage, einfach auch deshalb, weil der Druck an sich deutlich günstiger ist und auch kleinere Auflagen möglich sind.

"Rein" kommen durchaus auch Menschen ohne Agent und Lektor. Wie in vielen anderen Bereichen hilft es, die richtigen Verbindungen zu knüpfen, sich vielleicht durch den ein oder anderen kleineren Beitrag ein Stück weit bekannt machen. Jeder kann sich bereits im Vorfeld schlau machen, was welcher Verlag wünscht, kann schneller auf Aufrufe zu bestimmten Themen reagieren etc.

Das Problem heute ist, dass jeder, der ein Textverarbeitungsprogramm installieren und ein paar Sätze aneinanderreihen kann meint, er wäre der große Schriftsteller. Wenn man sich allein die erschreckende Flut vermessener Jung- und Jüngstautoren ansieht, die hier der Meinung sind, sie müssten ihre Ergüsse an Verlage schicken... Dadurch steigt natürlich die Zahl der Absagen von Verlagsseite. Dabei ist die Ansprüche an und damit die Qualität der Mainstream-Publikationen nicht einmal höher geworden.

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