Frage von Madmoisele, 136

Wie seid ihr auf einen tagelangen Stromausfall vorbereitet?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dan030, 63

Genug zu futtern ist da, ein Campingkocher nebst Brennstoff auch. Sollte die Wasserversorgung ausfallen, wird halt Wasser aus dem nächsten größeren Fluß gezapft und durch den Wasserfilter gejagt.

Gut, heizen könnte ich hier nicht. Dann muss man sich halt dick einpacken und im Zweifelsfall nach der Strategie "warme Mahlzeit futtern und sofort unter die Bettdecke" einigeln. Kann man dann ja machen, denn Arbeit ohne Strom fällt eh flach...

Kommentar von Madmoisele ,

Was für einen Wasserfilter haben Sie denn, wenn ich nochmals fragen darf?

Kommentar von dan030 ,

Einen Katadyn Combi. Das ist ein Gerät, mit dem erst durch Aktivkohle und dann durch eine mikroporige Keramik gefiltert wird. Ist ein mobiles Handgerät, man pumpt das Wasser durch. Die Filterleistung liegt bei bis zu 1 Liter pro Minute.

Kommentar von Madmoisele ,

Vielen Dank!

Ich habe mir den Werbefilm angesehen. Dieser Filter ist ja die Lösung wirklich vieler Probleme! Ich werde mir auch  einen anschaffen.

Nun hätte ich noch die Frage nach der Marke Ihres Campingkochers, mit was Sie ihn befüllen, und wie zufrieden Sie mit ihm sind.

Ich wäre sehr froh und dankbar für eine nochmalige Antwort.

LG

MADMOISELE

Kommentar von Madmoisele ,

Ich werde mir einen Propangasofen anschaffen. Wäre das nicht auch etwas für Sie?

LG

Kommentar von dan030 ,

Ich bin kein sonderlicher Freund von mobilen Gaskochern. Es gibt zu viele verschiedene Systeme bei den Gaskartuschen im Trekking-/Expeditionsbereich. Die Kartuschen sind teuer, und manche Kartuschenarten muss man anstechen und kann dann die Verbindung zwischen Kocher und Kartusche nicht mehr trennen. Das Ergebnis ist, dass eine angestochene Kartusche auch bei Nichtbenutzung des Kochers irgendwann einfach leer ist, weil doch minimale Mengen an Gas auch beim eigentlich abgestellten Kocher entweichen. Bei den Systemen mit Ventilkartusche wiederum ist einfach der Verbrauchspreis zu hoch.

Da ich hier eh nur für 1 Person denken muss, gibt's hier für Camping/Radreisen und als "Notfall-Lösung" einen stinknormalen kleinen Trangia-Spirituskocher. Der ist zwar von der Wärme-/Kochleistung vergleichsweise schlecht, d. h. man muss viel Zeit mitbringen, um darauf eine Mahlzeit zu kochen. Dafür ist der Kocher klein, mobil, Brennspiritus ist ewig lagerfähig und billig. Und man kann den Brennstoff risikoloser bevorraten als unter Druck stehende Gaskartuschen. Pro Person kann man bei 1 warmer Hauptmahlzeit/Tag plus morgendlichem Frühstückskaffee+Rührei o. ä. mit einer Flasche Brennspiritus ungefähr eine Woche auskommen.

Im Gegensatz zu Benzinkochern, die ja auch noch als Alternative zur Verfügung stehen würden, kann man einen Spiritiuskocher auch problemlos in geschlossenen Räumen verwenden. (Es gilt natürlich auch hier, an ausreichende Belüftung zu denken!)

Bzgl. Anschaffung eines Gasofens für Notfälle: ehrlich gesagt stelle ich mich auf den Standpunkt, dass es im Störfall auch ohne Heizung gehen kann/muss. Ich habe schon öfter mal im Leben Radreisen auch im Frühjahr oder Herbst gemacht, inklusive morgendlicher Überraschungen eines über Nacht eingeschneiten Zeltes o. ä. Wenn es im "Störfall" mal mehrtägig kalt werden sollte, dann kann man sich meines Erachtens zumindest für eine begrenzte Zeit auch ohne "Notfall-Heizung" arrangieren.

Auch sollte man bei einem Gasofen in der Wohnung im Hinterkopf behalten, dass da nicht unerhebliche Mengen an Brennstoff verbraucht werden. Die müssen erstmal bevorratet werden, und bei der Nutzung des Ofens sollte man an gute(!) Belüftung denken. Stichwort Kohlenmonoxid.

Kommentar von Madmoisele ,

Hallo dan!

Lieben Dank für Ihre ausführliche Antwort. Das mit dem Spirituskocher leuchtet mir sehr ein. Auch den werde ich anschaffen.

Ich verstehe Ihre Bedenken bezgl. der Umwelt bei der Notheizung. Nur leider habe ich einen ziemlich lädierten, älteren Mann, der wahrscheinlich nicht mehr aufkäme, wenn er längere Zeit unter die Bettdecke schlupfen müsste. Ausserdem ist er wegen kranker Lunge auch sehr erkältungsanfällig und es geht ganz schnell Richtung Lungenentzündung. Und ganz ehrlich: 13 Grad minus (hier die niedrigste Temperatur der letzten Jahre) würde ich wohl auch nicht so ohne weiteres für längere Zeit überstehen. Von daher muss ich etwas tun. Ich habe schon seit 2005 jeden Winter Angst, aber dieses Jahr ist es ganz extrem.

Ich hätte noch eine ganz banale Frage an Sie, wie Sie denken, das Problem zu lösen, sollte es anfallen:

Wahrscheinlich benötigen doch die Wasserwerke auch Strom, um uns unser wichtigstes Lebensmittel zu liefern. Fällt der Wasserzulauf aus, fällt auch die Toilettenspülung aus. Wie sähe denn hier Ihre Notlösung aus (wenn ich Ihnen nicht mit dieser Frage zu nahe trete.)? Ich habe mir überlegt, im Keller einige hundert Liter Regenwasser zu lagern. Aber wenn das Plastikfass durch Frost platzen sollte, dann wird mein Problem schier unlösbar.

Und noch ein Argument fällt mir in diesem Zusammenhang ein, das für eine Notheizung spricht:

Ist das Risiko platzender Wasserleitungen im Haus nicht auch zu bedenken?

Wenn ich Sie nicht über Gebühr mit meinen Fragen und Ängsten "strapaziere" wäre ich für eine nochmalige Antwort sehr, sehr dankbar.

LG

MADMOISELE

Kommentar von dan030 ,

Bzgl. Toilettenspülung lautet die banale Lösung: das ganze irgendwo draußen erledigen. Sorry, aber das ist der pragmatischste Ansatz.

Und was platzende Wasserleitungen angeht: Ja, das Risiko besteht natürlich im Winter. Meines Erachtens sollte man bei einem größeren Haus im Winter in einer Situation eines zu erwartenden längerfristigen Ausfalls am Hauptanschluss abdrehen und aus dem hausinternen Leitungssystem das Wasser ablassen. Das Problem dürfte allerdings erst nach 3-4 Tagen akut werden. So lange dürfte es bei zumindest einigermaßen isolierender Bausubstanz schon dauern, bis auch im Innenbereich Temperaturen im Minusbereich anfallen.

Antwort
von Larimera, 55

Haben einen Holzofen im Keller. Auf dem kann ich Kochen und der heizt das ganze Haus. Holz reicht für mindestens 2 Wochen. Kerzen hab ich mehr als genug. Mit meinen Nahrungsvorräten (Konserven, Reis Nudeln, Eingemachtes...) komm ich locker 2-3 Wochen über die Runden!

Antwort
von Eklob, 72

Hatten wir schon ein Mal. Ging nachts um 3 Uhr los bis zum Nachmittag um 17 Uhr. Ist schwer vorzubereiten! Kaffeemaschine geht nicht, keine Heizung, kein warm Wasser, wegen elektr. Rollläden war es dunkel in der Wohnung und kochen ging auch nicht. darauf kannst du dich nicht vorbereiten aber wir sind nicht verdurstet oder verhungert.

Wir haben aber genügend Kerzenständer und Taschenlampen.

Kommentar von Madmoisele ,

Vielen Dank! Mir ging es aber um einen tagelangen Stromausfall.

Wikipedia: Münsterländer Schneechaos

Kommentar von Eklob ,

Tagelang, hatte ich noch nicht. Ich hatte mich mal damit beschäftigt für so einen Fall an meiner Elektroversorgung einen Eingang für ein Notstromaggregat zu schaffen. Die Kosten sind gar nicht so hoch. Aber es muß gut geplant werden. Es kann nur eine Notversorgung sein.

Antwort
von Hooks, 7

Decken, Wolljacken und Pullover, lange Unterwäsche, unzählige Handschuhe / Mützen / Tücher / Schals, Kerzen, Streichhölzer, über 30 Kisten Wasser und Saft, etliche 25kg-Säcke mit Dinkel, Hafer, Buchweizen, Sonnenblumenkernen, Sesam...(kann man alles auch roh kauen zum Sattwerden), viele kg Paranüsse und Mandeln für die Fettversorgung, literweise selbstgemachte Kräutertinkturen gegen allerlei Wehwehchen (brauchen kein kochend Wasser wie Tee), sackweise Kartoffeln, nach Möglichkeit immer Gemüse im Haus, handbetriebene Raspelgeräte und Flockenmaschine, Ofen mit glatter Oberfläche zum Kochen, NA für Truhen und Heizung, etliche Gläser mit Trockenfrüchten und Salz, nach Möglichkeit nie leergefahrene Autos, Ersatzteile für Autos und Fahrräder zur Hand, immer gut gefüllte Hausapotheke, medizinische Handbücher zum Nachschlagen, Regale voller Bücher und Spiele zur Beschäftigung...

Uns fehlt noch ein Radio mit Batterie oder Kurbel, dazu ein paar handbetriebene Kleingeräte.

Antwort
von DrBronstein, 62

Ich bin völlig unvorbereitet.

Kommentar von Popelstabler ,

Die werden zuerst gegessen.

Kommentar von Madmoisele ,

Vielleicht ist es gut, wenn Sie sich ein paar Gedanken machen. Der Winter steht vor der Tür.

Kommentar von Madmoisele ,

Habe vergessen auch Ihnen zu empfehlen: Wikipedia: Münsterländer Schneechaos.

Seither ist es mir jeden Winter mulmig. Und dass damit gerechnet wird, dass irgendwann ein Hackerangriff auf die Stromversorgung kommen könnte, macht mir nicht gerade mehr Vertrauen, dass immer Strom vorhanden sein wird.

Antwort
von Floxidian, 71

Ich habe daheim eingemachtes im Glas :3

Kommentar von Madmoisele ,

Und im Winter?

Wikipedia: Münsterländer Schneechaos

Kommentar von Floxidian ,

Wie meinst du? Das kann man doch auch im Winter essen. Decken haben wir auch und zudem ein holzofen und 5 Paletten feuerholz

Kommentar von Madmoisele ,

Herzlichen Glückwunsch! Mit dem Holzofen sind Sie sehr unanhängig.

Antwort
von Rambazamba4711, 63

Ich habe massenweise Fastfood in der Gefriere für die Mikrowelle gebunkert. Wenn in den Läden kein Licht ist und man deshalb nichts findet, dann hab ich vorgesorgt!

Kommentar von Eklob ,

Haha, Mikrowelle geht auch nicht!

Kommentar von gadus ,

Wo steht dein Generator?   LG  gadus

Kommentar von Rambazamba4711 ,

Ich brauch keinen Generator. ich klaue meinen Strom beim Nachbarn. Soll der sich drum kümmern, das liegt in seiner Verantwortung.

Wenn dann meine Mikrowelle nicht funktioniert, dann verklag ich den!

Kommentar von Madmoisele ,

Die Antwort ist zwar lustig, trotzdem verweise ich auf Wikipedia:

"Münsterlander Schneechaos"

Kommentar von Rambazamba4711 ,

Man kann sich nicht vor allen möglichen Szenarien schützen.
Sonst wird man irgendwann paranoid.

Zudem hab ich noch zusätzlich Gasherd und Gaseinzelöfen.

Kommentar von Madmoisele ,

Auf Antworten, wie in Ihrer untersten Zeile habe ich gehofft. Aber leider ist gf heute morgen anscheinend fast nur von unbedarften Trollen bevölkert.

Kommentar von Rambazamba4711 ,

Ich hab mir Gasherd und Gasheizung allerdings nicht als Reservemöglichkeit angeschafft. Diese sind normaler Bestandteil der Wohnung.

Antwort
von Barolo88, 69

gar nicht,  ist extremst unwahrscheinlich bei uns

Kommentar von Madmoisele ,

Wikipedia: Münsterländer Schneechaos

Kommentar von Barolo88 ,

bei uns liegen jeden Winter mehr als 1,5 m Schnee, und so lange ich denken kann ( mindestens 55 Jahre) gab es noch nie einen Stromausfall der länger als 1 Stunde gedauert hat

Kommentar von Madmoisele ,

Das Prolblem war nicht der Schnee, sondern die vereisten Stomleitungen, die heruntergebrochen sind. Und das kam seit weit über 55 Jahren in so einem großen Gebiet erst einmal vor, aber es kam. Meine Frage ist also durchaus berechtigt. Oder meinen Sie nicht?

Kommentar von Hooks ,

Es gab auch noch nie so vernetzte Stromnetze.

Antwort
von TheAllisons, 67

Gar nicht, denn sowas wird es oder hat es noch nie gegeben, zumindest nicht bei uns

Kommentar von Madmoisele ,

Wikipedia: Münsterländer Schneechaos.

Googeln und darüber nachdenken!

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