Devildog am 03.04.2008 um 1:53 Uhr
Ist bei uns heute eine Diskusion gewesen. Was denkt ihr darüber. Hat man noch Chancen eine Lehrstelle/Ausbildung zu bekommen, wenn man zwischen 30-40 Jahre ist? Und in welchen Berufen seht ihr da ne Chance? Liebe Grüße eure Mituserin Devildog

Warum nicht? Ich persönlich würde das sogar als sehr positiv bei einer Bewerbung werten, wenn du auch in diesem "hohen" (geradezu "greisenartigen") Alter (ggg) noch so dynamisch bist und dich weiterentwickeln willst. Das zeigt doch, dass du die ach so begehrten "soft skills" hast.
Finde ich toll wenn Du den Mut hast Dich weiterzubilden! Das hält auch angeblich gesund weil man sein Hirn auf trab Hält! Selber mache ich gerade ein Fernstudium seit 2 Jahren in Teilzeit damit ich nicht als "Haushaltsmanagerin" total verblöde! Mußte mich aber bei Familie hierfür durchsetzen, nach dem Motto: Ich bin nicht nur Mops sondern kann mehr. Kriege es Gottseidank bezahlt da in diesem Fach Kräfte gesucht werden! Wenn Du einen Traum hast halte fest daran, gib nicht auf! Selber muß ich jeden Tag mit diesem Thema Lösung finden, denn das Studium darf nicht zu Lasten der Familie fallen für die will ich ja nur das beste, aber die Fristen muß ich einhalten, und das alles ohne Entgelt. Da wird man manchmal schon etwas frustriert, dann denkt man halt: Was mich nicht umhaut macht mich stark!
strick4a am 3. April 2008 06:08 Das nenne ich mal "eine gute Antwort"....DH und Hut ab für Deine Einstellung !!
LG....strick

In diesem Alter hat man eigentlich schon bestimmte Verpflichtungen was Geld betrifft. Solltest Du genug davon haben ,kann das eigentlich kein Problem sein.

Die Bremse im Hirn besteht überwiegend bei den Arbeitgebern.
Ich würde z.B. gern noch eine Schreinerlehre machen, weil ich Holz als einen faszinierenden Stoff empfinde
Devildog am 3. April 2008 02:36 Ja das stimmt. Manche wollen 20 jährige mit "30 jähriger Berufserfahrung"!

es in unserem Wirtschaftssystem so vorgesehen ist, Fachkräfte werden immer gebraucht, und es gibt neue Branchen, die einen regelrechten Boom erfahren. Ich selber habe mit 36 Jahren noch einen anderen Beruf erlernt, da die Nachfrage es einfach erfordert hat....
LG....strick
Devildog am 3. April 2008 02:38 Also nur bestimmte Berufszweige, die Fachkräfte suchen z.B. Informatiker? Was wäre wenn ich (nur hypothetisch) Polizistin werden wollte, mit über 30ig ist das schwierig, oder?
strick4a am 3. April 2008 02:47 Das könnte so sein, aber wenn akuter Personalmangel herrschen sollte......
Die Sache ist eben, wie aus meiner Antwort zu entnehmen, abhängig von der markwirtschaftlichen Nachfrage ; eigene Berufswünsche sind nicht mehr Zeitgemäß.
strick, eigene Berufswuensche haben mit der Zeit in der wir leben nichts zu tun, sondern mit der Frage, ob man sie sich leisten kann. Ich habe mich mit 60 angefangen, langsam, langsam zum "Juwelier" selbst auszubilden. Heute habe ich (entschuldige, Eigenlob) d e n Schmuckladen auf der Insel. Alles ist moeglich, nichts ist unmoeglich.
strick4a am 3. April 2008 05:51 Das ist Richtig, Bruno, aber Du wirst auch den nötigen Backround gehabt haben....
in der heutigen Zeit ist eine Umschulung immer problematisch, da finanzielle Einbußen programmiert sind und ein gewisser Grad Unsicherheit bestehen bleibt, als Berufsneuling...
Deiner 2./3./4. ? Karriere alles Gute und klopfe auf Holz....
LG....strick
strick, mein einziger Hintergrund war eine kaufmaennische Ausbildung. Von Schmuck hatte ich Ahnung soviel wie eine Kuh von klettern. Also nichts. Alles mir selbst beigebracht und viel Unterstuetzung von meinen griechischen Kuenstlern erhalten.
...ich mit 50 Jahren meinen Gesellenbrief "Koch" gemacht habe.

In manchen Berufszweigen mit Sicherheit, als meine Jungs im Kindergarten waren war dort eine Mutter die noch mit 35 den Schritt zur Ausbildung der Erzieherin gewagt hat, hat mit sehr gut ihren Abschluß gemacht und ist heute die gefragteste Tagesmutter ( bis zu 15 Tageskinder ) im Dorf.
Ich selbst wollte mich mit 33 zur Hebamme ausbilden lassen, hatte die Anmeldepapiere schon zuhause, dann wurde ich zum 3. mal schwanger und mußte die Ausbildung meines Traumberufes vergessen, bei meiner Anfrage vor 6 Jahren wurde mir mitgeteilt dass ich nun schon zu alt für die Ausbildung diese Berufes bin, leider.

Wird wohl schwierig werden, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt!!! Ich habe auch erst mit 28 eine neue Ausbildung begonnen und hatt geklappt!! nur Mut!

Aus- und Weiterbildung dient der persönlichen Qualifizierung und ist neben Berufserfahrung immer von Vorteil. Wenn Du Interesse hast und eine Ausbildungsstelle findest, dann greife zu!
unbedingt. allerdings duerfte es wohl schwer werden im d-land, da die leute mit 40 schon zum altem eisen gehoeren. hab mich gerade fuers colleg eingeschrieben. bin 60

Find ich gut, wenn man sich gern weiterbilden bzw. umschulen lassen möchte. Ich persönlich sehe da kein Problem drin... allerdings denke ich, dass es auch nicht unwichtig ist, warum diese Lehre erst so spät begonnen wird... Ist es, weil man seinen alten Beruf "satt" hat oder so, dann stehen die Chancen bestimmt gut aber wenn es ist, weil man erst jetzt anfängt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich vorher nicht um eine Lehre gekümmert hat bzw. mit Abbrüchen glänzte (solche Fälle gibt es ja leider), stehen die Zeichen bestimmt auf rot... (Wenn vorgenanntes durch schwere Krankheit oder so verursacht wurde, ist das was anderes aber sicher nicht weniger schwierig... leider)...

Wird wohl schwierig werden, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt!!! Ich habe auch erst mit 28 eine neue Ausbildung begonnen und hatt geklappt!! nur Mut!

Ich denke, das nicht leicht werden wird. Im kaufmännischen Bereich wohl eher, als im handwerklichen Bereich, da dort in manchen Berufen so mit 45 Jahren bereits der Abfall der Leistungsfähigkeit beginnt. Zumindest solltest Du eine plausible Erklärung haben, warum eine Ausbildung erst in diesem Alter begonnen wird!

... die Arbeitgeber leider zu unflexibel sind. Ich würde auch sehr gerne noch was ganz Neues lernen oder nochmal studieren und ehrlich gesagt gibt es so viel, was mich interessiert, dass ich mich spontan gar nicht für eins entscheiden könnte. Hut ab vor all denen hier, die in "gehobenem" Alter noch eine Ausbildung gemacht habe. Das finde ich mutig und absolut bewundernswert!
Mit über 30 ist man oft zu alt, als Neueunsteiger. Halte ich nur in Berufen wo gute Fachkräfte Mangelware sind für ratsam.


Habe ich auch schon versucht ,,,geht gar nicht mehr :-)

Düster!
Der perfekte Bewerber - hat Abitur und Studium beendet - spricht mind. 2 Fremdsprachen fließend - hat 10 Jahre Berufserfahrung und ist nicht älter als 25.
Heutzutage wird es immer schlimmer. Ich selbst bin 37, habe zum Glück einen Job. Selbst einen neuen Job zu finden ist irre schwierig, aber einen Ausbildungsplatz halte ich für fast unmöglich. Es sei denn es sind Branchen, die wirklich absoluten Notstand haben - Schlachter/Metzger beispielsweise. Viel Glück!!
Habe mit Natürlich, weil.... gestimmt, es mir so ging. Habe erst meine 4 Kinder großgezogen und dann, mit 36 Jahren meinen Traumberuf(Altenpflegerin) in Vollschulung lernen dürfen (war sogar die älteste). Aber das galt nicht als Lehre, sondern galt als Umschulung und wurde sogar vom Arbeitsamt finanziert. Habe einige Voraussetzungen erfüllen müssen, hab es aber nie bereut. Leider weiß ich nicht ob das heute auch noch so ist, denn mußte nach 14 jähriger Tätigkeit wegen Krankheit aufgeben. Mache nun noch ehrenamtliche Hilfen, im Pflegebereich.Könnte es nicht, wenn ich nicht mit 36 Jahren gelernt hätte.