Shaina am 05.10.2009 um 3:15 Uhr
Vielleicht ört sich die Frage seltsam an, aber ich meine; Glaubt ihr, dass die Menschheit eine Zukunft hat? Oder wird sie sich weiterhin nach und nach selbst zerstören? Ich höre momentan sehr viel Future Pop, weshalb mir eben diese Frage in den Sinn kam.

Hallo Shaina,
welchen Rat suchst Du mit Deiner Frage? Wenn Dich die Meinung der Community interessiert oder Du die Community-Mitglieder besser kennenlernen möchtest, ist das Forum unter http://www.gutefrage.net/forum der richtige Ort für Deine Frage. Vielen Dank für Dein Verständnis! Herzliche Grüße Ted vom gutefrage.net-Support
Hallo! Diese Frage, ob man an die Zukunft glauben sollte oder nicht, dürfte wohl klar zu beantworten sein. Ja, man muss sogar an eine Zukunft glauben, ob sie nun so oder anders ist oder man will oder nicht. Dennoch darf man nicht sorglos in den Tag hineinleben nach dem Motto "Lasset uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!" Ich habe mich in meinen jungen Jahren sehr viel für Prophezeiungen interessiert. Ich las unter anderem in Texten von den "Waldpropheten", von Jakob Lorber, von Alois Irlmaier, von Nostradamus (Frankreich), ich las den Zukunftsroman von Orwell "1984", vom amerikanischen "Nostradamus" Edgar Cayse, die Prophezeiungen von Pater Pio usw. Auch das Taschenbuch von John Weslev Withe "Der dritte Weltkrieg" habe ich für den Fall des Falles immer in Reichweite: "Das Ende wirft seinen Schatten voraus" lautet dessen Untertitel. Von der Möglichkeit die ganze Erde nicht nur einmal zu zerstören, weiß man seit dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki im Jahre 1945. Ob wir nun Friede durch Angst haben werden, wie es Hugo Portisch in einem Buch formuliert, und ob sich die Menschheit allmählich besinnt, das ist das große Rätselraten. Noch vor 40 Jahren musste man bei jedem Neubau noch eine Art Fluchtraum im Keller installieren, also einen kleinen Atombunker für die Familienangehörigen. Das wurde später aber nach Ende des Kalten Krieges zwischen Amerika und Russland wieder revidiert. Ich selbst bin kein Pessimist, ich glaube und hoffe es, wie es der französische Jesuitenpater, Theologe und Philosoph Teilhard de Chardin (geb. 1881) formulierte, dass sich die Menschheit auf Grund von Erfahrungen zum besseren entwickeln würde. Wissenschaft (Evolutionstheorie) und Glaube müssten nämlich imstande sein, gemeinsam an einer lebenswerten Zukunft zu arbeiten.

wenn die Menschheit so weitermacht, wird es sie nicht mehr lange geben - das ist eine Tatsache
heureka47 am 5. Oktober 2009 03:33 Keine Idee, woran es liegt, daß es so bedrohlich aussieht - und was zu tun wäre, um die Bedrohung zu beseitigen und zu einer entspannteren Situation zu gelangen?
schneeblume am 6. Oktober 2009 17:53 bin ja kein Politiker! aber man müsste auf jeden Fall die Umweltpolitik drastisch ändern, aber das wohl auf Kosten der Wirtschaft, was den Interessen der Konzerne dieses Planeten irgendwie entgegenstehen könnte... aber wenn ich was zu sagen hätte, das wäre mein erstes Anliegen!
Nein, auf lange Sicht gesehen geht das nicht mehr gut. Aber für die Welt nicht das Verkehrteste.
heureka47 am 5. Oktober 2009 03:24 huh, wie düster! Täte es dir nicht leid um die vielen, die leiden müßten? Weißt du nichts, was Hoffnung gibt auf eine - friedliche - Lösung?
hm also ich denke, dass es darauf ankommt, wie sich die menschehit sozusagen entscheidet, wenn sie bersucht die erde vom klimawandel zu beschuetzen hat die menschheit auf jedenfall eine zukunft, wird allerdings nichts unternommen dauert es zwar vermutlich eine ganze weile und keiner von uns wird es miterleben, aber dann hat die menschehit bald ein ende;)
heureka47 am 5. Oktober 2009 03:55 In den letzten paar Mio. Jahren hat es mehrere "Klimawandel" gegeben - und die Spezies Mensch hat sie alle überlebt. Wenn wirklich jetzt wieder ein Klimawandel kommt, werden wir den wahrscheinlich auch überleben können.
Was mir Sorgen macht, ist der "Wertewandel" - oder noch ein Stück tiefer geschaut, die "Kollektive Zivilisations-Neurose" (siehe mein TIPP hier bei GF oder bei gesundheitsfrage.net)

also jetzt mal im ernst. wenn ich mir so die anderen antworten durchlese.
meines erachtens wird der mensch sich immer anpassen können.
solange jetzt keine astronomische katastrophe eintritt oder eine unheilbare pandemie jeglicher art ausbricht, werden intelligenz und technik des menschen, es ihm stets ermöglichen etwaige klimaveränderungen oder rohstoffknappheiten zu bewältigen.
Shaina am 5. Oktober 2009 03:23 Das mit der Pandemie hatten wir ja schon fast, fehlt nur noch die richtige Version ;) Ich habe eigentlich eher Bedenken, dass sich die religiösen Konflitke so sehr ausweiten werden, bis der dritte Weltkrieg ausbricht...
mimimimimimimi am 5. Oktober 2009 03:25 und wenn schon.
irgendwer überlebt doch mit sicherheit.
heureka47 am 5. Oktober 2009 03:39 Ich fürchte, du hast die tiefere Ursache der krisenhaften Entwicklung noch nicht erkannt. "Wissenschaft" schafft immer mehr "Wissen" - in fast exponentiell wachsendem Ausmaß - und dennoch ist es offensichtlich, daß dieses Mehr an Wissen die Probleme nicht lösen kann!
Die Lösungsmöglichkeit liegt nicht im Bereich des Intellekts oder der Wissenschaft, Technik usw., sondern - nach meiner Meinung - in einem gaaanz anderen Bereich.
In der Entscheidung zum Anstreben der bedingungslosen Liebe.
mimimimimimimi am 5. Oktober 2009 03:54 ja. aber zum glück gibt es ja dich und deinesgeichen und allen ein wohlgefallen.
heureka47 am 5. Oktober 2009 04:04 @ mimimimimimi: Sprich dich ruhig aus.
mimimimimimimi am 5. Oktober 2009 04:15 amen.
Shaina am 5. Oktober 2009 03:54 Ja, ich hätte nun Menschlichkeit gesagt. Rücksicht, Akzeptanz und Verantwortungsbewusstsein seinen Mitmenschen gegenüber sind die Dinge, die in der (heutigen?) Welt nahezu vollkommen zu fehlen scheinen.
heureka47 am 5. Oktober 2009 04:10 @ Shaina:
Über die Benennungen dessen, was gebraucht wird, wird ohnehin zu reden sein.
Auch evtl. über die Ursache des Mangels, mit dem wir es zu tun haben - wie du auch einräumst. Ich nenne das "Kollektive Zivilisations-Neurose" (siehe mein TIPP hier bei GF oder bei gesundheitsfrage.net)

Die Menschheit hat eine Zukunft - wenn sie das Bevölkungswachstum in den Griff bekommt und anfängt den Mond oder den Mars zu besiedeln.
mimimimimimimi am 5. Oktober 2009 03:24 wenn sie das bevölkerungswachstum in den griff bekäme, hätte sie es ja nicht mehr nötig zum beispiel den mond zu besiedeln.
libertaequitas am 5. Oktober 2009 03:26 Es sind jetzt doch jetzt schon zu wenig Rohstoffe und Nahrungsmittel für alle vorhanden.
mimimimimimimi am 5. Oktober 2009 03:33 naja. genau genommen heißt es ja immer es gäb für alle genug aber es würde nicht richtig verteilt werden.
außerdem könnte man da anbautechnisch einiges optimieren, weswegen agrar-fonds zur zeit auch so gute ergebnisse erwirtschaften.
ganz davon abgesehen, könnten auch 99,99% der menschheit verhungern oder sonstwas und der rest könnte gemütlich mit den verbliebenen resourcen leben, da man schließlich die gleichen erneuerbaren energien nutzen kann.
heureka47 am 5. Oktober 2009 03:48 Daß die Rohstoffe nicht reichen, ist eine Hochrechnung auf der Grundlage des überproportionalen Verbrauchs der kollektivneurotischen zivilisierten Gesellschaft. Wenn man die "Kollektive Zivilisations-Neurose" (siehe mein TIPP hier bei GF oder bei gesundheitsfrage.net) therapieren / heilen würde, könnte der Planet ein Vielfaches der jetzigen Bevölkerung ernähren!
Schau mal:
sind mehrere Teile
Dieses Video regt tatsächlich zum Denken an! Geld regiert die Welt....

Die Menschheit driftet heute total auseinander. das, was die meisten von euch beschreiben, diese katasthrophalen Zustände,die es aus recht niedrigen Beweggründen gibt, sind eine Tatsache, doch gibt es im Gegenzug dazu einen Teil der Menschheit, der einen sehr hohen Bewußtseinsgrad erreicht hat. Wenn man solche Menschen kennt und sieht, wieviele es davon gibt, dann weiß man, daß der Menschheit eine großartige Zukunft beschieden ist.

Wir Rotten uns aus. Das is ja mal sicher.
heureka47 am 5. Oktober 2009 03:26 So etwa könnte eine "wissenschaftliche" Prognose lauten. Aber zum Glück sind wir nicht auf die begrenzte Sichtweise der "Wissenschaft" angewiesen. Es gibt etwas, was höherdimensionaler ist als "Wissenschaft": Weisheit. Die könnte uns retten.
Shaina am 5. Oktober 2009 04:24 Leider ist die eideutige Mehrheit der Menschen aber nicht weise genug, das verstehen zu können...

Hat sie nicht! Sie wird aussterben, wie ihre Vorgänger!
heureka47 am 5. Oktober 2009 03:20 Meinst du menschliche Vorgänger??
Naja viele menschen haben sich schon selbst vernichtet.... die bewohner der osterinsel zb... wir kommen auch noch dran
heureka47 am 5. Oktober 2009 03:19 Hast du den Film "Rapa Nui" gesehen?
ne wieso? glaube nicht, es sei denn es war ein dokumentar film über die vernichtung der menschen der osterinsel, dann ja, die haben ja diese statuen gebaut um irgendjemanden zu holdigen haben somit alle wälder abgerodet und den natürlichen lebensraum der tiere vernichtet
heureka47 am 5. Oktober 2009 03:31 Es gibt ein Buch mit dem Titel "Rapa-Nui" und einen entsprechenden Film. Hab ihn gesehen. Traaagisch!! Wie darum gekämpft wird, die letzte Palme zu fällen oder nicht. In vielen Aspekten deutliche Parallelen zur zivilisierten Gesellschaft. Sehr empfehlenswert - finde ich!
mimimimimimimi am 5. Oktober 2009 03:34 jo. gibt auch ne donald-duck-geschichte davon.
heureka47 am 5. Oktober 2009 04:00 Aha, wußte ich nicht. Danke! Ich befaß mich seit 1971 mit dem Thema "Umweltverschmutzung" und hab mich seit 1992 intensiv engagiert.

irgendwan ist die erde zerstört, das ist sicher, aber vielleicht sind wir bis dahin so weit, dass wir auf andere planeten können. wir werden das jedenfalls nicht mehr erleben, es sei denn, es gibt einen atomkrieg
heureka47 am 5. Oktober 2009 03:45 "Sicher" ist - Gott sei Dank - gar nichts! Noch sind wir da und noch können wir - jeden Augenblick - das "Ruder herumreißen", wie der Seemann sagt.
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Das Ausweichen auf andere Planeten scheint manchen Menschen als eine erstrebenswerte Möglichkeit - aber ich wäre dagegen. Weil die Menschen, die aussiedeln würden, das Problem, das Übel, mitnehmen würden (sehr wahrscheinlich ohne es zu wissen!). Das würde bedeuten, daß die zivilisierte Menschheit ca. 6000 bis 10.000 Jahre gebraucht hat, diese Globale Krise zu schaffen - und dann würden sie, statt das ursächliche Problem zu lösen - es in die Galaxis exportieren.
kappe619 am 5. Oktober 2009 03:48 meiner ansicht nach ist es sicher, und zu dem ausreisen: was bleibt uns denn sondt anderes übrig? wenn wir die möglichkeit haben, dann werden wir sie auch nutzen. wir können nur hoffen, dass die menschheit dann daraus lernt
heureka47 am 5. Oktober 2009 03:57 Der zivilisierte Mensch müßte seine Fehlentwicklung der letzten 6000-10.000 Jahre erkennen und korrigieren. Und mehrheitlich ein anderes Bewußtsein annehmen und eine entsprechend andere Grundhaltung.
Das Bewußtsein der "bedingungslosen Liebe".
kappe619 am 5. Oktober 2009 10:48 müsste, oder aber er versucht weiter geld zu machen, egal mit welchen mitteln und ob dabei jetzt ein paar arten aussterben... ich finde letzteres wahrscheinlicher, aber das muss jeder selbst für ich entscheiden. hier wurde schließlih nach der eigenen meinung gefragt
Vater Staat schlägt und vergewaltigt Mutter Natur
heureka47 am 5. Oktober 2009 03:49 Es ist nicht (nur) "Vater Staat". Du kannst den Kreis weiter ziehen.
Stichwort: "Kollektive Zivilisations-Neurose" (siehe mein TIPP hier bei GF oder bei gesundheitsfrage.net)
die erde hat auf jeden fall eine zukunft... meinermeinung jedoch ohne die menschheit
schneeblume am 5. Oktober 2009 03:27 ja, hast du recht
heureka47 am 5. Oktober 2009 03:50 @ dreadkopp:
"Die Menschheit" ist nicht das Problem. Man müßte präziser sagen: Die zivilisierte Gesellschaft. Und noch präziser: Die "Kollektive Zivilisations-Neurose" (siehe mein TIPP hier bei GF oder bei gesundheitsfrage.net)
doch...das problem ist die menschheit... die angewohnheit, sich stetig fortzuentwickeln und sich über alles zu stellen zu wollen ist in jedem menschen verankert... und genau das ist der grund, warum er die welt zugrunde richtet
gottesanbeterin am 5. Oktober 2009 18:44 Diese Angewohnheit, von der du sprichst, ist gewiß nicht in jedem Menschen verankert, doch die ach so fortschrittliche westliche, zivilisierte, christliche Gesellschaft rottet alle Völker und Kulturen aus, die im Einklang mit der Natur lebten und leben. Das, was alles zugrunde zu richten versucht, heißt Gier, Neid, Menschenverachtung und Unmenschlichkeit.
Man könnte echt meinen im Internet wären nur Globalpessimisten und Jammerlappen unterwegs. Ich bekomme immer das Brechen wenn solche Fragen aufkommen und dann alle in ein kollektives Wehleiden verfallen. Wenn es eine Spezies gibt, die Ihre Anpassungsfähigkeit bewiesen hat, dann ist es wohl der Homo Sapiens Sapiens.
ich dachte das wäre die Kakerlake.
Nein. Weit verbreiteter Irrtum. Die Kakerlake ist zwar sehr WIDERSTANDSfähig, aber nicht ANPASSUNGSfähig. Eine Kakerlake könnte im ewigen Eis z.B. nicht überlebeben, während der Mensch Strategien entwickeln kann, um dort zu leben.

ich halte es mit Dr. Brömme(harald schmidt show) der meint:"zukunft ist gut für uns alle."