Wie sehr beeinflusst das psychologie studium das denken?

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5 Antworten

Ich kenne einige Psychologie-Studenten und natürlich beeinflusst deren Studium ihre Wahrnehmung. Dies ist ja aber auch der Sinn der Sache, dass man für sein Fachgebiet sensibilisert wird.

Medizinstudenten fangen irgendwann an, ihr Essen zu sezieren, Kunsthistoriker erkennen in Bildern und Gebäuden auf einmal historische Merkmale verschiedenster Epochen, Juristen beurteilen Alltagskleinigkeiten unter rechtlichen Aspekten und so weiter und so fort.

Was ich damit sagen will, ist, dass dir jedes Studium völlig neue Einblicke gewährt, die du vorher nicht hattest. Und gerade am Anfang des Studiums ist es völlig normal, dass man diese neue Welt voller Überraschung entdeckt und natürlich das neue Wissen auch gleich anwendet.

Das gibt sich aber irgendwann auch wieder, weil der antrainierte Blick dann nicht mehr neu und aufregend ist, sondern Alltag.

Also ja, du wirst deine Mitmenschen und vielleicht auch dich selbst im Rahmen eines Psychologiestudiums unter neuen Gesichtspunkten betrachten. Du wirst aber eben so schnell bemerken, dass du die Menschen deswegen nicht anders beurteilst oder sogar verurteilst. Du lernst ja gleichzeitig auch im Studium, deine Beobachtungen objektiv einordnen zu können.

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wenn man die ganze zeit analysiert wie menschen denken

den Quatsch bekommt du im 1. Semester abgewöhnt. Das machen nur Leute, die Null Ahnung von Psychologie haben.

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Psychologie ist eine Fachrichtung, die in der späteren Arbeit äußerste Konzentration, diagnostische Fähigkeiten und therapeutische Kompetenzen erfordert, die Du im Alltag niemals durchgängig aufbringen kannst.

Selbstredend erlernst Du Fähigkeiten wie Empathie, Moderartion, Gesprächsführung, Konfliktfähigkeiten und Mediatoren-Tools, die gehen irgenwann automatisch in Dein Verhalten über.

Ebenso entwickelst Du einen diagnostischen Blick, dem Du im Alltag aber nicht folgen musst, sondern abschalten lernen musst.

Du bist ja nicht nach dem Studium der Übermensch, der die psychologische Brille immer drauf hat und ale Menschen versteht.

Dennoch sind viele Psychologiestudenten von eigenen, psychischen Problemen belastet, oft unbewußt, die sie zum Studium motivieren.

Mir hat mein Psychologiestudium nicht geschadet, sondern mich gefördert, und mit etlichen Jahren Berufserfahrung eine integriertere Persönlichkeit aus mir gemacht. Aber bis dahin ist es langer Weg, der auch von bitteren Selbsterkenntnissen begleitet war.

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Kommentar von schloh80
07.08.2016, 18:22

Ich kann nur immer wieder staunen, welch abenteuerliche Vorstellungen vom Psychologiestudium und den späteren beruflichen Tätigkeiten hier herumgeistern ...

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Interessant, du bist also selbstbeobachtend..

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Ähem, man sollte sich über ein Fach informieren, bevor man es studiert.

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Kommentar von BatmanZer
07.08.2016, 17:48

Die Frage war doch zur Informationsbeschaffung gedacht.

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