Wie sehen die sehr gläubige Christen die Muslimen?

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12 Antworten

Hass entwickelt sich nicht aus einer gesunden Geistes- und Glaubenshaltung heraus. Ausschlaggebend für diesen Hass ist zuerst einmal das notwendig falsche Bewusstsein, dass der eigene Glauben der einzig richtige sein kann und muss. Oft spielen wortwörtliche Schriftinterpretationen dabei eine Rolle. Der Satz von Jesus "Niemand kommt in den Himmel denn durch mich" wird dann so verstanden, dass jeder, der nicht an Jesus glaubt, in die Hölle kommt. Als Christ, der anderen Sätzen von Jesus eigentlich genauso viel beimessen sollte wie in denen, in welcher er von Nächstenliebe spricht oder gar Fremdländer wie den barmherzigen Samariter als moralisches Vorbild in seinen Gleichnissen behandelt, kann man ihn aber eigentlich nicht anders verstehen, dass ohne Jesus - ohne Bezugnahme auf den eigenen Glauben - niemand in den Himmel gekommen wäre, denn Jesus hat durch seinen Opfertod dies erst möglich gemacht und allen Menschen die Versöhnung mit Gott ermöglicht.

Wer sich als Mitglied einer Religion gibt, in der an so vielen Stellen die bedingungslose Mäßigung, Vergebung und Liebe eine zentrale Rolle haben, kann und darf doch nicht eine Aufforderung zu Intoleranz, Ausgrenzung und Hass in die Bibel hineinlesen. Solche Menschen bezeichnen die Bibel oft als das Fundament ihres Glaubens und damit sich selbst als Fundamentalisten, doch dieses Fundament ist auf Sand gebaut. Die Bibel darf nicht wortwörtlich verstanden werden. 

Das kann man heute sowieso nicht mehr, weil die Wissenschaft bereits viele Dogmen der Bibel wie die Weltschöpfung an sechs Tagen widerlegt hat. In der heutigen Zeit muss man sich schon etwas mehr Mühe geben, um die Bibel zu interpretieren und in der heutigen Gesellschaft als ein Leitfaden für ein besseres Leben zu verstehen. Und die Kernbotschaft, die in der Bibel steht, und die dazu führt, dass man einerseits in dieser Welt ein guter Mensch wird und in der nächsten einen Platz in Gottes Reich erlangt, ist diese: behandele andere stets so, wie du selbst von ihnen behandelt werden willst. An diese Botschaft glaube ich jedenfalls, und genau deshalb kann ich als Christ jeden anderen Glauben akzeptieren und respektieren. 

Die einzige Voraussetzung: der Andersgläubige verachtet mich nicht bereits selbst wegen einer fundamentalistischen Auslegung seiner eigenen heiligen Schrift und sieht mich als Ungläubigen. Das akzeptiere ich natürlich nicht und darf ihn durchaus mit friedlichen Mitteln und meiner eigenen Barmherzigkeit und mein Vorbild davon überzeugen, dass mich wegen meines anderen Glaubens zu hassen auch nicht im Sinne seiner Religion ist. Selbst wenn mir das nicht gelingt: solange ich von ihm keine Gewalt zu befürchten habe, gebietet es mir mein Glaube, selbst denen zu vergeben, die mir wegen ihres übersteigerten Glaubens des Besser-Seins Übles wünschen und sogar antun. Das hat Jesus sogar im Augenblick seines Todes getan, was uns allen ein Vorbild sein sollte.

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Hass sollten gläubige Christen nie verspüren! Aber Angst vor den uns unbekannten und oft völlig unverständlichen Lebensauffassungen haben viele.

Muslime sind für Christen zwar Gläubige, die allerdings Jesus Christus als Sohn Gottes und damit auch sein Sühnopfer und seine Auferstehung verleugnen und außerdem auch noch an vielen grausamen Strafen der alttestamentarischen Zeiten festhalten.

Ich freue mich jedesmal, wenn ein Muslim zum christlichen Glauben findet und damit ebenfalls die Barmherzigkeit Gottes und Vergebung der Sünden selbst erfahren kann.


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Hass oder Angst sicher nicht, ich wüsste auch nicht weshalb. Ein Muslim ist ein von Gott geschaffener Mensch wie ein Christ auch. 

Ich habe, als gläubiger Christ, auch eine Hochachtung wie gläubige Muslime ihren Glauben leben. Fünf Gebete pro Tag, ein Monat pro Jahr  fasten und der Verzicht auf Vieles, was ein evangelisch-reformierter Christ tun darf. 

Gewalttaten, die im Namen des Islam, verübt werden, sind für mich Randerscheinungen von Personen, die oft wenig mit dem Glauben zu tun haben. 

Zu den  Muslimen, die ich kenne, habe ich ein gutes Verhältnis. Bei den gläubigen Muslima versuche ich den Blickkontakt zu vermeiden und achte darauf, was ihnen erlaubt ist und was nicht. 

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Die Christen sehen die Muslime als Antichristen, hoffen aber, dass sie zu Christen werden. Das ist wie im Islam. Die Muslime sehen die Christen als Kuffar, hoffen aber, dass sie zu Muslimen werden.

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An gar nichts. Für einen christen sind alle menschen gleich viel wert und alle menschen sind gottes kinder. Für einen christen ist es also irrelevant welcher religion jemand angehört. Ein guter mensch kommt immer in den himmel, egal wie er gott nun genannt hat oder welche bräuche er pflegte um gott zu ehren, so aus sicht eines christen. 

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Wahrscheinlich so ähnlich wie gläubige Muslime Christen sehen.

Sie sind Geschöpfe Gottes und glauben an ihn , was geschwisterliche Liebe erzeugt , haben aber noch nicht die ganze Wahrheit.

Ich als Christ glaube sowieso, dass der Mensch von Gott nach seinen guten Taten oder bösen,egoistischen Taten beurteilt und belohnt wird, nicht nach seinem Gottesbild. So auch die Atheisten, die so erzogen worden.

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Was ist denn das für eine doofe frage?

Ich sehe einen menschen, fertig!

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Sie haben Mitgefühl für ihn und hoffen, dass er auf den richtigen Weg kommt. 

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Kommentar von MarkusPK
11.11.2016, 06:07

Und wenn er das nicht tut und Moslem bleiben möchte, weil er das gleiche für einen selbst hofft?

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Kommentar von RadicalGarrus
11.11.2016, 07:54

Nun beide Parteien sind dann halt der Meinung, warum auch immer, dass der jeweils Andere in die Hölle, oder jedenfalls nicht ins Paradies kommt.

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Das kommt ganz auf die Personen an. Ich bin zwar von Haus aus gläubiger Christ und praktizierender Katholik, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es Muslime gibt, deren Gottesbild meinem Gottesbild deutlich näher ist als das Gottesbild mancher anderer Katholiken.

Sowas findet man halt aber nur im Gespräch heraus, deshalb versuche ich, möglichst frei von Vorurteilen auf die Leute zuzugehen. Das klappt natürlich nicht immer, aber die "geistigen Schubladen", in die man die Leute steckt, sind nicht unbedingt an die Religonszugehörigkeit gekoppelt.

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Sie sehen einen Mensch - nicht mehr und nicht weniger!

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Ich beurteile Menschen nicht nach ihrer Religion. Entweder mag ich jemanden oder eben nicht. 

Ich denke über Muslime dass sie Menschen sind mit einem glauben. Diese Menschen beurteile ich nach ihrem Verhalten und nicht an dem was sie glauben. Auch wenn sie meinen glauben nicht teilen, kann ich sie dennoch mögen.

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Als arme, irre Narren.

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