Wie schwer muss der Geschädigte verletzt sein damit darauß eine Fahrlässige Körperverletzung hervorgeht?

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6 Antworten

Die Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung ist schwachsinnig, da gebe ich Dir Recht. Sie hat keinen Einfluss auf den Ausgang eines etwaigen Zivilverfahrens, sondern dient einfach nur ihrer Genugtuung.

Was Die Anzeige angeht, hast Du nichts zu befürchten. Es ist zwar möglich, dass eine Körperverletzung vorliegt und Du dich damit strafbar gemacht hast. Allerdings werden Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzungen bei Unfällen im Straßenverkehr regelmäßig eingestellt (§ 153 StPO), insbesondere dann wenn die Verletzungen gering und der Täter nicht anderweitig vorbestraft ist.

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Melde den Vorfall umgehend an deine Haftpflichtversicherung. Teile ruhig mit, dass dir die Unfallgegnerin hier etwas in die Schuhe schieben will. Deine Haftpflichtversicherung ist AUCH dafür da überhöhte Forderungen zurück zu weisen. Insofern hast du passiven Rechtsschutz

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Cool down !!!

Warte einfach erstmal das Ergebnis der polizeilichen Aufnahme ab. Beschreibe Deiner Versicherung gegenüber den Unfallhergang detailliert.

Am Ende spielt es für Dich kaum eine Rolle, ob die Dame eine Körperverletzung nachweisen kann. Das würde sowieso die Versicherung regulieren.

Wichtig ist zunächst die polizeiliche Bewertung der Schuldfrage.

Deine Entfernungsangaben lassen mich aber einigermaßen ratlos zurück.

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Kommentar von Drakkari
12.09.2016, 20:17

Danke für die Antwort.
Ich hab noch Fragen.

Was meinst du mit "Deine Entfernungsangaben lassen mich aber eingermaßen ratlos zurück."?

Ich habe die Daten von google maps. Da hab ich so nah wie möglich an die Unfallkreuzung herangezoomt, die Sateliten-Ansicht gewählt und die Entfernungsmessfunktion benutzt. Hab dann die ungefähren Abstände, mit den Unfallfotos verglichen. Nach der Einmündung kamen Bahnschienen, damit fiel es ein wenig leichter zu schätzen. Natürlich stimmen die Angaben nicht zu 100%. Allerdings kann man sichs auch ausrechnen. Wäre die Frau im BMW 60km/h (16,66667 meter pro sekunde) gefahren, hätte sie für 150 Meter 9 sekunden gebraucht wär die Strecke länger dann noch mehr.. kürzer kann sie auf keinen Fall gewesen sein. Bei 100km/h (27,77778 meter pro sekunde) nurnoch 5 sekunden. Sie muss also mindestens 100km/h gefahren sein. Das würde auch erklären, warum die Frau so hektisch mit nem Ausweichmanöver reagieren musste. Hätte sie 9 sekunden zeit gehabt, hätte sie noch locker auf die Bremse drücken können.

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Langer Rede kurzer Sinn: du hast dem Gegenverkehr die Vorfahrt genommen. Dafür braucht es keinen Roman.

"Leicht verletzt" heißt keineswegs, dass das Opfer blutüberströmt und bewegungsunfähig in seinem Autowrack verröcheln muss. Ein verstauchter Finger oder eine kleine Schnittwunde sind leichte Verletzungen. Bei Verkehrsunfällen tritt außerdem nicht selten ein Schleudertrauma ein.

Natürlich muss die Schuldfrage nicht geklärt sein, um eine Anzeige zu erstatten. Es obliegt zunächst der ermittelnden Staatsanwaltschaft, schuldhaftes oder fahrlässiges Handeln festzustellen, und ggf. anschließend dem Gericht, darüber zu entscheiden.

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Sogar ein leichtes Unwohlsein gilt bereits als Körperverletzung. - Man versteht darunter nahezu jede Beeinträchtigung (physisch, z.T. aber auch psychisch).

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Kommentar von Drakkari
12.09.2016, 18:00

also ich könnte jetzt auch zu nem Psychiater gehen und sagen, dass ich seit dem Unfall psychisch erkrankt bin. Ich habe nun immer extreme Angst bei Linkskurven, da ich dann immer an den Unfall erinnert werde, oder sowas?

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Fahrlässig hängt nicht von den Verletzungen ab, sondern davon wie der Unfall zu stande kam.

Beispiel: Ich bin Dachdecker und um Feierabend schmeiße ich meinen Hammer vom Dach weil ich die Hände voll habe und zu faul bin zweimal zu laufen.

Bekommt jemand den Hammer auf den Schädel, habe ich fahrlässig gehandelt, weil ich mir ja denken kann, das da unten jemand vorbei laufen könnte.

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Kommentar von Drakkari
12.09.2016, 18:15

sprich.. da ist schon geklärt dass DU schuld bist, da du ja den Hammer geworfen hast. Damit werde ich quasi für eine Verletzung angezeigt, bei der noch garnicht geklärt ist, ob ich sie auch verursacht habe.

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Kommentar von Grautvornix
12.09.2016, 18:16

Übrigens was haben denn die Passanten (Zeugen) gesagt?

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