Wie schwer ist die Umstellung von Englisch auf Western?

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3 Antworten

Viele Westernreiter, die ich kenne, haben mit der klassischen englischen Reiterei angefangen, bevor sie zum Westernreiten gekommen sind. Sie hatten bei der Umstellung aufgrund ihrer fundierten Ausbildung eigentlich keine Probleme. Es ist auch kein Problem, als Westernreiter mal ein englisch gerittenes Pferd zu reiten. Wobei es wahrscheinlich auf die persönliche Fähigkeit ankommt, sich gut auf bestimmte Situationen einstellen zu können. Also sich auf das jeweilige Pferd einstellen zu können.

Aufpassen würde ich allerdings bei Trainern mit Trainer C. Es mag sicherlich Ausnahmen geben, die mit einem Trainer C-Schein wirklich gute Reitlehrer sind, ich habe allerdings in meinen Jahren als Westernreiter tatsächlich nicht wirklich einen guten Trainer getroffen. Natürlich kann sie sich den Unterricht dort mal anschauen, vielleicht hat sie aber auch mal die Möglichkeit, bei einem anderen Trainer, der als gut "bekannt" ist, mal ein paar Westernreitstunden zu nehmen.

Ich habe auch mit Unterricht bei einem Trainer C angefangen und als ich dann in einen anderen Reitschulbetrieb gewechselt bin, habe ich gemerkt, dass das, was ich da gelernt habe, "nicht viel wert" ist. Wenig Gewichtshilfen, viel Zügelhilfen, was als "Neck Reining" bezeichnet worden ist.... Gerade als Anfänger zweifelt man ja nicht an Aussagen eines "Fachmanns"...

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Das kommt darauf an, wie flexibel man ist,  und worauf die einzelnen Lehrer wert legen.Prinzipiell ist ja erst mal das wichtigste - der Sitz mit den Gewichtshilfen-  gleich, solange das Pferd auf 4 Beinen läuft ;-)

Kleine Abweichungen ergeben sich von allein durch den Sattel.

Normalerweise kann man sich, wenn man englisch ordentlich (!) reiten kann, ohne weiteres auf eine andere Reitweise einstellen. 

In der Hilfengebung  bestehen kleine Unterschiede. Das finde ich vom Gefühl her, wie wenn man parallel 2 Fremdsprachen lernen würde. Selbst beim Englisch reiten gibt es ja schon Unterschiede, wie man reitet beim Springen, in der Dressur, bei jungen Pferden... 

Ich finde, man kann durch Vielfalt nur gewinnen, auch wenn das, besonders zu Snfang, noch mehr Konzentration erfordert.

Es gibt sogar eine niederländische weltberühmte Dressurreiterin, die zwischendurch im Westernreitern aus einem großen Turnier gestartet ist...

Nebenbei: wieso fragst eigentlich Du für die" Freundin"? ;-)

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Kommentar von berdDbrot
14.04.2016, 11:41

Weil sie kein Forum hat wo sie solche fragen stellen kann. Sie hat mir ihrer Sorgen erzählt und ich habe einfach mal gefragt, weil es mich selber interesiert wie sowas funktioniren könnte.

Ich habe nicht direkt für sie gefragt, ich habe sie einfach nur als Beispiel genommen. Ich will aber selber nicht auf Western umsteigen.

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Die Problematik ist die heutige reiterliche Ausbildung. Bei korrekter englischer Ausbildung ist es nicht so schwer auf das Westernreiten um zu steigen. In den meisten Fällen jedoch wird es erhebliche Anfangsschwierigkeiten geben.

Der Umstieg von Western nach Englisch ist einfacher.

Beide Reitweisen gleichzeitig auszuführen ist nicht besonders praktisch. Man wird dadurch eher zu einem "Universaldilettanten". Das rührt daher, daß man bestimmte Bewegungen und Eigenschaften erlernt und diese dann auch nicht mehr hergibt, weil man sie ja in der ´anderen´ Reitweise braucht.

Allerdings habe ich auch beides gelernt und dadurch viel dazugelernt. Das ist aber nacheinander erfolgt.

LG Calimero

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Kommentar von Urlewas
14.04.2016, 16:54

Möglicherweise  bin ich dann auch ein gutes Beispiel für so einen  " Universaldiletanten ", bin aber dabei recht glücklich und meine auch, den Pferden nichts zu schaden. ;-)

 Ich wäre jedoch  nie auf die Idee kommen, auf einem Dressurpferd eine Zügelbrücke bauen, beim Springen im Rennsitz oder auf einem Rennpferd auf einem langen Bein bestehen zu wollen...

So wenig, wie ein normaler Mensch in der Französisch Stunde auf englische Grammatik bestehen würde.

Man muss eben einfach die Reitweisen  strikt trennen, wie man Fremdsprachen strikt trennt.

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