jaguar4 am 25.06.2007 um 23:59 Uhr
Man kann den Bienchen doch schließlihc nciht sagen, flieg da nciht hin, genauso wie den Pollen. Ich kann mir auc nur schwer vorstellen, dass Genfelder nur in Hallen untergebracht sind.
es ist eh schon zu spät! Wir werden nichts mehr dagegen machen können. In den USA werden 90% gentechnisch veränderter Mais angepflanzt, in Brasilien 80% und in Argentinien 100%. Niemand kann bei dieser großen Menge mehr einen gentechnikfreien Markt garantieren. Das meiste davon wird für Tierfutter verwendet, das später geschlachtete Tier muß nicht mal deklariert werden. Dabei wollen die meisten Bauern gar kein Genfutter, aber es ist viel zu teuer es auszuschließen und so werden die Bauern aussterben die versuchen darauf zu verzichten, weil sie mit dem Markt nicht mithalten können. Deshlab ist auch auf deinem Teller, Milch, Käse von Kühen die mit Genmais gefüttert wurden und auch Schweine und Rindfleisch.
Es gibt keinen Schutz. Wenn Du irgendwo in diesem unserem Lande, ( abgesehen von Helgoland vielleicht ) eine Pollenfalle aufstellst, wirst Du darin Mais und Rapspollen finden. Da helfen auch keinen Sicherheitsabstände zwischen den Feldern. Die Zahncreme ist aus der Tube und niemand kann sie wieder reindrücken.
Ich bin der Ansicht, daß Gentechnik nicht in der Landwirtschaft freigesetzt werden darf. Bienen haben einen Flugradius von bis zu 5 km. Da sind die geplanten Mindestabstände von 150m, auf die Seehofer so stolz ist, total lächerlich. Auch bei der Verarbeitung in Mühlen wird es Kontaminationen geben. Langfristig kreuzen sich die künstlich eingebrachten Gensequenzen auch in Wildkräuter ein. Das Gerede von einer "Koexistenz" zwischen Gentechnikern und Landwirten ist Propaganda. Sogar die "Grünen" vertreten sowas. Unglaublich. Die Anwendung der Gentechnik ist keine normale Züchtung. Dabei werden über die Gentechnik Artgrenzen überschritten. So werden z.B. Gensequenzen von Skorpionen in Blattsalat hineinmanipuliert. Werden menschliche Gensequenzen hineinkommen werden wir praktisch zu Kanibalen. Sowas ist unchristlich, da man in die Schöpfung Gottes nicht eingreifen darf. Aber ethische Positionen sind auch den christlichen Parteien egal. Die Artenvielfalt geht weltweit zurück, wenn die Standardisierung der Sorten in der Landwirtschaft zunimmt. Bei einer Monokultur werden die Schädlinge sich weltweit noch stärker verbreiten. Die Folge sind Hungersnöte! Die Industriealisierung der Landwirtschaft ist ein Irrweg. Die Bewahrung der Artenvielfalt ist für die menschheit überlebenswichtig. Und wenn erst Gen-Pharma-Pflanzen angebaut werden, haben vielleicht die Arzneimittelwirkstoffe im Brot.

Daß man gentechnikfreie Zonen nicht wirksam gegen die genmanipulierten schützen kann, war ja das Hauptargument in der jahrelangen Diskussion um die Gentechnik.
Aber solange das Geld regiert werden alle Argumente "pro Natur" niedergeknüppelt.
Daß es garnicht mehr gentechnikfrei geht, haben ja unsere Agrarminister bestätigt, indem sie den Grenzwert für den "Genanteil" in der Bioware auf 0,9% erhöht haben.
Klingt ja sooo beruhigend, - ist ja noch ne Null vor dem Komma.
Wetten, dass die Null bald verschwindet!
Wenn ich nicht so unendlich ruhig und ausgeglichen wäre, könnte ich mich richtig aufregen Gggrrrrr!
tolle aussichen :-((
bleibt nur Bioprodukte kaufen