Frage von Lotterine,

Wie schütze ich Vermögen meiner Mutter vor Gang ins Altersheim vor Zugriff der Pflegeversicherung?

Meine Mutter muß in absehbarer Zeit ins Altersheim (in ca, einem halben Jahr, spätestens in ca. 2 Jahren). Ihr Lebensgefährte ist gestorben und sie baut dramatisch ab. Sie hat ein gewisses Vermögen angehäuft (Geld was sie bei Banken angelegt hat), ansonsten besitzt sie nichts Nennenswertes. Sie hat 2 Kinder und ist geschieden von meinem Vater). Da wir (meine Mutter und die beiden Kinder) es schade fänden, wenn das ganze mühsam angesparte Vermögen dann für Ihre Pflege draufgeht- weiß jemand wie das rechtlich gehandhabt wird? Wie viel Geld darf sie offiziell behalten, auf welche Art könnte sie das Vermögen verschenken,anlegen oder sonst was, so daß es dann nicht mehr angegriffen wird? Wie läuft das überhaupt mit einem Altersheim und der Bezahlung desselben? Weder meine SChwester noch ich können sie aus verschiedenen Gründen zu uns in private Pflege nehmen. We

Wer weiß Rat?

Hilfreichste Antwort von Krolline,
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Schenken geht nicht so einfach. Bei eintretender Bedürftigkeit des Schenkenden innerhalb von 10 Jahren nach der Schenkung muss das Geld zurückgegeben werden. Vermögenswerte werden flüssig gemacht und zur Finanzierung der Heimkosten (sprich des Eigenanteils neben dem Pflegegeld) herangezogen. Eigenbehalt war nicht so hoch. Glaub der Betrag war unter 5000€. Ihr könnt aber beispielsweise eine "Schenkung" mit geleisteter Arbeit für deine Mutter gegenrechnen, sie hat dich dann quasi "bezahlt" für Dienste wie Einkaufen, saubermachen, etc. ein Notar kann euch da weiterhelfen und eine Vereinbarung aufsetzen. Ihr könnt auch noch verschiedene Dinge anschaffen, weiß z.B. dass der Ankauf der Grabstelle, des Grabsteins (Vereinbarung mit einem Steinmetz, Zahlung sofort, Leistung nach Eintreten des Sterbefalls) Bestattungskosten und ähnliches vor dem Gang ins Heim geregelt werden können. Mag makaber klingen, für einen lieben Angehörigen der noch am Leben ist, das zu tun, aber im Falle des Heimaufenthalts bleibt deiner Mutter nix mehr. Sie hat hart gearbeitet, und das Geld eben dafür zusammengespart. Und nur so könnt ihr es sichern. Oder ihr müsst dann alle Kosten übernehmen.

Antwort von suzisorglos,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Ersparnisse der Mutter jetzt "verschwinden zu lassen", um nachher das Sozialamt zu melken, wäre nicht nur unredlich - es funktioniert auch nicht wirklich, da das Amt solche Vorgänge genau prüfen wird, ehe es Hilfe zur Pflege leistet. Sicher findet Ihr es schade, wenn Euer Erbe geschmälert wird - aber was Deine Mutter sich erspart hat, sollte Ihr doch zunächst einmal für eine würdige Unterbringung und Pflege zur Verfügung stehen und nicht von gierigen Kindern verprasst werden...

Antwort von PapaPapillon,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ehrlich. Das verstehe ich nicht.
Da hat sich deine Mutter erfolgreich ein kleines Vermögen angelegt.
Und jetzt soll sie das nicht einsetzen für ihren Lebensabend?
Sie gehört in eine feudale Altersresidenz, wo sie noch so richtig verwöhnt wird.
Geld soll keine Rolle spielen.
Ich wünsche ihr eine fröhliche Zeit im Altersheim!

Antwort von poulenc87,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das Geld geht nicht "drauf", sondern wird genutzt für die Pflege Deiner Mama, der das Geld auch gehört. Mir tut alles weh, wenn ich soetwas lese ... Ich würde mir überlegen: Geht es meiner Mama dort auch wirklich gut? Kann ich eine bessere Unterkunft für sie finden? Was kann ich ihr kaufen (von ihrem Geld oder meinem), damit sie sich dort wohl fühlt?

Antwort von imager761,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Pflegeversicherung nimmt keinen Zugriff, sondern bezahlt die Pflege nach festen Sätzen der Pflegebedürftigkeit.

Der Rest der Heimkosten muss vom dem Bewohner (aus Rente oder Vermögen) über seinem Schonvermögen von 2.301,00 EUR und darüberhinaus von den unterhaltsverpflichteten Kindern (verpflichtet ab ca. 1400,00 Einkünften) bestritten werden.

Da macht es keinen Sinn, das Erbe zu verstecken.

Es sei denn, man will auf Kosten der Allgemeinheit über Sozialhilfe die offenen Kosten abzocken.

Das wird allerdings schwierig bis unmöglich: Vollständige, wahrheitsgemäße Offenlegung der Vermögen, Einblick in Steuer- und Bankakten der letzten 10 Jahre, Grundbucheinsicht, Anrechnung fiktiver Mieteinnahmen von dann nicht mehr selbst genutzten Wohnraums, Prüfung und Mittelherkunft des Nachlasses (Erbschaftssteueramt wird von jeder Bank informiert) u. v. m., was das Sozeilamt prüft, bevor es Heimplätzte finanziert, sollten Euch klarmachen, dass sich der Staat nicht mehr so leicht abziehen lässt.

Leistungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt, sondern strafbar.

Wenn ihr das mal ruhig durchrechnet, werden die wenigen hundert EUR monatlicher Unterdeckung des Heimplatzes locker von dem "mühsam ersparten Geld", das euch einmal zufliesst, besser freiwillig und auf geradem Weg aufzubringen sein...

Wer sich hier allzu gierig zeigt, kann böse reinfallen...

HTH

G imager761

Antwort von kleineperle,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Sie können die Konten nur auflösen und das Geld unters Kopfkissen legen und wenn die Mutter ins Heim muss, behaupten es sei ausgegeben worden. Alles was an Vermögen da ist, wird sonst für die Pflege im Heim eingezogen. Für eine Schenkung ist es zu spät, weil das Geld nur dann nicht mehr zurückgefordert werden kann, wenn mehr als 10 Jahre vergangen sind.So ist zumindest mein Kenntnisstand.

Antwort von DemenzPm,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ich glaube, das wird schwer sein. Die Pflegeheimkosten werden anteilig von der Pflegeversicherung bezahlt und der andere Teil muss selbst aufgebracht werden. Wenn eine Pflegebedürftigkeit eintritt und der Eigenanteil sollte von dem Sozialamt übernommen werden, wird dieses sich genau erkundigen. Die Kinder wären gegebenenfalls auch unterhaltsberechtigt.Es können auch Schenkungen rückverlangt werden. Es wäre vielleicht gut, wenn ­ihr ­euch von einem Anwalt beraten ­lässt.

Kommentar von veritas55,

Schenkungen können aber nur die ersten zehn Jahre nach der Überschreibung zurückverlangt werden - danach nicht mehr !

Antwort von Schlauerfuchs,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Das sicherst ist auf deren Enkel überschreiben lassen, denn wird es auf die Kinder überschrieben kann die Pflegeversicherung darauf noch bis zu 10 Jahre nach Überschreibung Rückgriff nehmen wg. Unterhaltsplicht. Da die Enkelkinder nicht Unterhaltsplichtig sind geht das hier nicht. Auch ist anzumerken , dass die Pflegeversicherung eine Versicherung ist und keinen Rückgriff macht, sondern das Sozialamt wenn die Pflegeversicherung und die Rente der Oma für die Heimkosten nicht ausreichen den Rest zahlen muß , aber das greift , dann auf Unterhaltsplichtige Personen zurück ( Kinder, Ehmann , ect...).

Kommentar von outfreyn,

Das bringt nichts, solange die Kinder nicht die Hand heben.

Die Unterhaltspflicht der Kinder gegenüber ihren Eltern besteht auch ohne die Schenkung.

Kommentar von Schlauerfuchs,

Ja , aber nur bei einem Einkommen von über 100000 Eur. Und für Vermögen gilt , es nur wenn es von den Elternübetragen wurde. Selbst erarbeites fällt nicht darunter. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht klargestellt. Nur erlassen die Sozialämter dennoch ein Bescheid denn jur jeder 10 erhebt Einspruch bzw. Klage vor dem VG .

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