Frage von 1DerAugsburgFan, 802

Wie schütze ich meinen kleinen Sohn vor dem Islamismus meiner Ex Frau?

Meine Ex hat einen Muslim kennengelernt und ist jetzt zum Islam konvertiert, soweit ist das auch ihre Sache, aber jetzt zieht sie unsere kleinen gerade mal 4 Jährigen Sohn da mit rein

Und dabei hat sie mir noch gesagt das sie unseren Sohn da raushält erstmal hat das auch gut geklappt aber seit einiger Zeit hatte ich schon die Befürchtung das sie ihn doch in den Islam zieht und jetzt heute als sie ihn vorbeigebracht hat fragte mich mein kleiner Sohn ob der liebe Gott tatsächlich Allah heißt, das hat mir beinahe den Boden unter den Füßen zerrissen. Ich habe ihn natürlich ausgequetscht und er hat mir dann sogar erzählt, das der Onkel Mustafa, so nennt er den neuen Freund meiner Ex, mit ihm sogar schon in der Moschee war und ihm zeigt wie man islamisch betet und auch das seine Mama ihm erzählt hat die heilige Bibel sei gelogen. Ich bin immernoch total schockiert, der Junge ist erst 4 und sie tun ihm so etwas unfassbares an, ich hab einfach nur noch riesengroße Angst das er einestages zu mir kommt und sie ihn beschnitten haben ich will ihn am Montag garnicht mehr hergeben er ist doch mein kleiner Junge und ich hab ihn lieb.

Was kann ich dagegen tun, egal was bitte helft mir ich hab mich jetzt extra deswegen hier angemeldet ich hab Angst

Antwort
von Giustolisi, 174

Du kannst den Kleinen aufklären. 
Das ist in dem alter natürlich schwierig, aber nicht unmöglich. Man muss schon ganz schön grübeln, um auf kindgerechte Erklärungen zu kommen, aber es ist möglich.
Zeige dem kleinen die Widersprüche auf, die der Gottglaube mit sich bringt und bring ihm bei, unbelegte Behauptungen nicht einfach zu glauben.
So kannst du ihm beibringen, kritisch zu denken und nicht gleich auf irgendwelche Göttermärchen rein zu fallen. 
Erklär ihm, dass die heiligen Schriften der Religionen nur Bücher voller Geschichten sind, die sich Menschen ausgedacht haben und die manche Mensche heute noch komischerweise für wahr halten. Wichtig zu wissen ist in dem alter auch, dass alle was Anderes glauben und alle meinen, richtig zu liegen.

Man kann Kindern auch die Evolution und die Erdgeschichte lehren. Kindgerecht erklärt verstehen das die kleinen sehr gut und fallen dann nicht mehr so leicht auf Schöpfungsgeschichten rein, sie hinterfragen dann von selbst. Gerade in diesem Alter fangen Kinder an sich zu fragen, wie die Welt funktioniert. Das macht sie für religiöse Märchen besonders anfällig, aber auch für Bildung empfänglich. Eine gute Allgemeinbildung kann eine Indoktrinierung verhindern. Indoktrinierung funktioniert nur dann gut, wenn es keine bessere Erklärung gibt. Man sollte diese Phase der neugier nicht ungenutzt verstreichen lassen und sie erst recht nicht von Anderen mit religiösen Lehren füllen lassen.

Es gibt Kinderbücher, die du deinem Sohn kaufen kannst. 
Ein sehr gutes ist "wo bitte geht´s zu Gott?" von Michael Schmidt-Salomon.
Es gibt auch Kinderbücher, die die Entstehung der Welt und des Lebens kindgerecht erklären. Die Ravensburger Bücher "Wieso? Weshalb? Warum? sind ab 4 Jahren und empfehlenswert. Dort gibt es unter Anderem Bücher über die Dinosaurier, über unsere Erde, über die Religionen der Welt und vieles mehr.
Zeige deinem Sohn, dass es gute, logische Alternativen zu Göttermärchen gibt und er wird sie wahrscheinlich von selbst hinterfragen. 

Antwort
von sacredrain, 397

Aber was ist denn nun konkret dein Problem? Dass es sich bei der Religion wirklich um den Islam handelt oder doch eher, dass sich deine Ex einfach nicht an die Absprache hält, das Kind neutral zu erziehen? Wärst du genauso empört, wenn der neue Mann stattdessen Jude wäre und man dein Kind mit in die Synagoge nehmen würde? Das erschließt sich mir aus deinem Text nämlich nicht.

Sprich doch einfach mal mit deiner Ex und schildere ihr deine Bedenken. Kinder haben feine Antennen für Familienprobleme, er hat es vermutlich schon längst gemerkt, dass du damit nicht einverstanden bist, was ihn bestimmt verunsichert. Und spiele besser auch nicht stille Post über irgendein Amt. Du bist der Vater und sie ist die Mutter, also redet bitte auch gemeinsam wie (erwachsene) Eltern darüber.

Kommentar von bluestyler ,

guter Kommentar

Antwort
von Jessy74, 169

Ich kann Dich sehr gut verstehen, ich hätte auch ein Problem damit wenn mein Kind in eine Ecke gedrängt wird, die ich nicht möchte.

Im Gegensatz zu einigen hier bin ich der Meinung das Du ein Recht darauf hast zu schauen mit welchen Dingen Dein Kind konfrontiert wird - Du bist der Vater des Kindes und hast alle Rechte und Pflichten.

Ich würde erst mit Deiner Ex und dem Partner ein Gespräch suchen und klarstellen das es Dir nicht passt das Dein Sohn religiös beeinflusst wird.

Sollte dies zu keinem Ergebnis führen würde ich Dir raten Dich mit dem zuständigen JA in Verbindung zu setzen, denn ein Kind soweit in eine Religion einzubinden die vom anderen Elternteil nicht gewünscht ist, wird - auch gegen einige Stimmen hier - beim JA ernst genommen und zur Sprache gebracht.

Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg und alles Gute :)

LG

Antwort
von azmd108, 266

Ich frage mich, ob du dich genauso aufregen würdest, wenn deine Frau ihm den christlichen Glauben näher bringen würde?

Aber nun objektiv zum Thema:

Habt ihr beide das Sorgerecht? Falls ja, darf deine Frau alleine nicht über die Erziehung eures Kindes entscheiden - dazu zählt auch die Religionsangehörigkeit, ihr müsst gemeinsam diese Entscheidung treffen. Sollte es zu einer Einigung kommen, muss ein Gericht, gemäß dem Kindeswohl, entscheiden.

Das Problem hier liegt auf der Hand, wir leben in einem säkularen Rechtsstaat - somit dürfte es schwer fallen, hier dem Kindeswohl gerecht zu entscheiden. Denn das Gericht kann und darf ganz einfach keine bestimmte Religion bevorzugen (Voraussetzungen siehe unten). 

Somit ist dies rechtlich gesehen durchaus kein ganz so einfacher Fall (vorausgesetzt, es liegen auf beidenseite wegen der religiösen Erziehung keine Kindswohlgefährdenden "Parameter" vor und hindern das Kind nicht in der freien Entfaltung der Persönlichkeit bzw. beschneidet es in seiner Entwicklung in irgendeiner Hinsicht).

Am besten ist es, ihr seid einfach vernünftig und einigt euch einfach. Wenn dies nicht fruchtet, nimm dir einen Anwalt und sammle vorher sämtliche Punkte die aus deiner Sicht das Wohl deines KIndes gefährden - dabei solltest du natürlich objektiv vorgehen (wird dem Kind z.B. wirklich eine radikale Form des Islam vorgelebt etc.)

Kommentar von Menuett ,

Seit wann ist Deutschland ein säkularer Staat?

Das wäre mir völlig neu.

Kommentar von azmd108 ,

Das ist Schade, dass dir das neu ist.

Kommentar von Menuett ,

Ich habe mal in die Verfassung geschaut.

Nö, da hat sich nix verändert.

Der Staat zieht immer noch Steuern für die Kirche ein. Die Kirche hat immer noch Sonderrechte bzgl. ihrer Arbeitnehmer. Die Kirche wird immer noch mit vom Staat finanziert.

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Präambel 

Im Bewußtsein seiner Verantwortung

vor Gott

und den Menschen,

von

dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten

Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft

seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.

Die

Deutschen in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin,

Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern,

Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen,

Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen haben in freier

Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet. Damit

gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.

Antwort
von Ifosil, 276

Ja, in der Tat, dass geht zu weit. Ich würde mal beim Jugendamt nachfragen, da ihr wahrscheinlich geteiltes Sorgerecht habt, kannst da bestimmt was machen. 

Antwort
von AaronMose3, 275

Da sieht man zu was Religionen heutzutage führen. 

So etwas geht eindeutig zu weit. Auch wenn es nichts verbotenes ist, was deine Frau da tut, so ist der kleine nicht in der Lage zu differenzieren und wenn er bereits im christlichen Glauben aufwächst/aufwuchs ist es ganz einfach nicht gut für den psychischen Gesundheitszustand des Kindes wenn es nun sowas wie "Die Bibel ist gelogen" hört. Kinder sollen Kinder sein und nicht Opfer von doppelter Indoktrination. 

Auch wenn es vermutlich nicht viel dagegen zu machen gibt, würde ich raten wenigstens zu den zuständigen Behörden zu gehen und dich zu informieren. 

Das ist das mindeste.

Antwort
von FAThemaGlaube, 235

Wer hat das Sorgerecht?Falls du es hast hast du Gute Chancen.Du kannst ihm ja auch von Christus erzählen.Es geht vorallem nicht das man einem Kleinen Jungen propagiert das ein anderer Glaube falsch ist und nur sie an das Richtige glauben,das ist Gehirnwäsche und Extremismus.Ich würde an deiner Stelle wenn möglich zum Jugendamt oder so gehen ,dein Junge tut mir leid.Und falls du nicht weiter weisst kannst du beten

Kommentar von Giustolisi ,

Du kannst ihm ja auch von Christus erzählen.
Das kommt doch aufs Gleiche raus. 

Kommentar von DreiBesen ,

Und falls du nicht weiter weisst kannst du beten

Danke für diesen köstlichen Lacher. :-))

Antwort
von mineralixx, 151

Wende dich an das zuständige Jugendamt. Auch du bist weiterhin für die Erziehung (mit-)zuständig!

Antwort
von Lazybear, 102

Naja du musst zurückfeuern! Erzähl was schlechtes über den islam, lass ihn mal die nachrichten gucken... :) ne spaß bei seite, rede mit deiner exfrau und wenn das nicht hilft such hilfe über amtswege, eventuell ein beratungsgespräch beim anwalt! Ich kann dir nur eins sagen, das was dein kind jetzt hört und sieht wird ihn für sein leben prägen, auch wenn er nicht genau weiß, was da zwischen euch abgeht!

Antwort
von MarKing93, 68

Hallo,

Ich kann deine Sorgen wirklich verstehen und absolut nachvollziehen.

Du musst alles probieren, dass dein Sohn mit so Etwas nicht weiterhin in Berührung kommt. Man wird hier zwar als Rassist abgestempelt wenn man sowas sagt, aber der Islam ist eine große Bedrohung und deine Sorge ist berechtigt. 

Schau, dass du den Jungen da raus bekommst bevor es zu spät ist.

Alles Gute!

Antwort
von MaraMiez, 249

Und du bist scheinbar Christ (nehm ich jetzt mal an, wenn du von der heiligen Bibel sprichst und die Frage, ob Gott Allah heißt dir den Boden unter den Füßen weg zieht...Allah ist davon abgesehen das selbe wie Gott, nur ein anderer Name) und möchtest dass dein Kind mit christlichen Werten aufwächst.

So...

Nun hat das Kind aber eben beides in seiner Welt und da ist es in Ordnung, wenn er beides auch kennen lernt. Er muss ja auch verstehen, wieso Mama und Onkel Mustafa machen was sie eben machen und leben, wie sie leben.

Es ist nunmal so: bei Kindern (also Personen unter 14) entscheiden die Eltern über die religiöse Erziehung. Wenn ihr beide Sorgerecht habt, dann musst du mit deiner Ex besprechen, wie das auszusehen hat. Ihr zu verbieten, dem Kind etwas über den Islam zu erzählen, wäre genauso falsch, wie dir zu verbieten, etwas über das Christentum zu erzählen.
Das ist einfach eine Sache, die ihr gemeinsam besprechen müsst. Wenn deine Ex sich da weigert, kannst du dich auch mit deinen bedenken ans Jugendamt wenden und da um Vermittlung bitten, damit es einfach mal zu einem Gespräch kommen kann.
Wenn auch du Sorgerecht hast, dürfen sie das Kind auch gar nicht einfach so gegen deinen Willen beschneiden lassen.

Ich erkläre meiner Tochter auch alles über meine Religion, wenn sie nach fragt, mein Mann glaubt nicht, findet es aber nicht schlimm, wenn meine Tochter etwas von mir lernt.

Wenn das Kind älter ist (10), muss man seine Wünsche die Religion betreffend anhören und ab 12 darf man es nicht gegen seinen Willen zu einem anderen Glauben konvertieren, als dem, in dem es bisher groß geworden ist und ab 14 entscheidet das Kind selbst, ob und welche Konfession es haben will.

Kommentar von 1DerAugsburgFan ,

Ich will ihn neutral aufwachsen lassen und später entscheiden lassen was er möchte, ich habe bisher immer die Missionierungsversuche meiner Eltern abgeblockt aber wenn jetzt sowas passiert dann hab ich keine Wahl mehr, lieber gebe ich meinen Eltern nach als das mein Sohn nachher als Muslim erzogen wird

Kommentar von Zicke52 ,

@MaraMiez: Nein, er hat nicht beides in seiner Welt. Die Mutter erzählt ihm, die Bibel sei gelogen. Das heisst, seine Großeltern haben ihn belogen. Wie soll ein vierjähriges Kind da nicht verwirrt sein? Und Vertrauen zu Menschen fassen?

Die Mutter ist gerade dabei, die Psyche ihres Kindes zu zerstören.

Kommentar von MaraMiez ,

Wie ich schon sagte.

"Ihr zu verbieten, dem Kind etwas über den Islam zu erzählen, wäre genauso falsch, wie dir zu verbieten, etwas über das Christentum zu erzählen."

Das Kind hat beides in seiner Welt. Mutter und den neuen Lebenspartner auf der einen Seite, Vater und Großeltern auf der anderen. Und ich habe betont, dass der Fragesteller sich mit seiner Ex zusammen setzen muss, damit die ausarbeiten können, wie sie dem Kind beides nahebringen. Bisher hat er ja scheinbar noch nicht wieder was zu seiner Ex gesagt, sondern nimmt gerade erstmal nru das schlimmste an, weil das Kind etwas nachgeplappert hat. Meine tochter rennt auch rum und sagt "Das heißt DIE Mond und DER Sonne." weil in meiner Religion der Mond für das weibliche und die Sonne für das männliche steht. Das heißt nicht, dass ich ihr beigebracht hätte, dass der Genus von Sonne und Mond andersrum sind, als es im Duden steht. Das hat sie einfach nur aufgeschnappt und sich da jetzt was draus geschustert.

Natürlich ist es nicht richtig von der Mutter, das Kind auf die eine Seite zu beeinflussen, aber im Moment scheint er nur das zu wissen, was das 4-jährige Kind erzählt hat. Wenn er jetzt seine Eltern auf das Kind los lässt, obwohl es bisher ohne Religion erzogen wurde, dann ist es erst recht restlos verwirrt. Wem solls mehr glauben, der Mutter oder dem Vater? Die müssen sich zusammen mit dem Kind hinsetzen und Kindgerecht erklären, dass es beides gibt und keines davon richtiger ist, als das andere. Aber dem Kind jetzt zu sagen "Mama hat gelogen, als sie sagte, die Bibel lügt und der Islam ist falsch, ich will nicht, dass du Muslim wirst." wäre keinen deut besser, als wenn die Mutter sagt, die Bibel ist gelogen.

Kommentar von Zicke52 ,

Nun, der FS hatte schon mit seiner Frau über die religiöse Erziehung des Kindes gesprochen, da sie ihm ja versprochen hatte, das Kind da nicht "reinzuziehen". Also war es so abgemacht.

Offenbar hat sie ihn aber belogen. Natürlich sollte er sie nochmals darauf ansprechen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihn weiterhin belügt, ist gross. Es nützt nichts, irgendetwas gemeinsam auszuarbeiten, wenn die Mutter sich nicht daran hält.

Ich glaube nicht, dass ein vierjähriges Kind Aussagen wie "Mama hat erzählt, die Bibel sei gelogen" erfindet.

Kommentar von Menuett ,

Allah ist kein anderer Name.

Allah ist in einer anderen Sprache das Wort für Gott.

Bei syrischen Christen nennt man Gott auch Allah.

Kommentar von MaraMiez ,

Kommt aber am Ende aus gleiche hinaus: ist der selbe...äh...spirituelle Geist.

Antwort
von Menuett, 140

Hast Du das gemeinsame Sorgerecht?

Wenn nicht, hast Du ganz einfach nicht mitzubestimmen.

Wenn ihr das gemeinsame habt, dann kannst Du ihr nur bei größeren Dingen, wie z.B. Beschneidung o.ä. eingreifen.

Das tägliche Gebet zählt zum Alltag und da kann sie bestimmen.

Kommentar von Jessy74 ,

Das tägliche Gebet zählt zum Alltag und da kann sie bestimmen.

Das kann ich mir so nicht vorstellen sorry.

Wenn ich der Meinung bin das mein Kind religiös nicht beeinflussbar sein sollte, dann hab ich als Elternteil mitzubestimmen.

Seit wann muss ich mich aus dem Alltag meines Kindes raushalten?

LG

Kommentar von Menuett ,

Weil das gesetzlich so festgelegt ist. Was im Alltag gemacht wird, dass bestimmt grundsätlich derjenig, bei dem sich das Kind aktuell aufhält.

§ 1687
Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht,
nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in
Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich.

Der Elternteil, bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen Lebens.

Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in
der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer
abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben.

Solange sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der tatsächlichen Betreuung. § 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.

(2) Das Familiengericht kann die Befugnisse nach Absatz 1 Satz 2 und 4
einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes
erforderlich ist.

Kommentar von Jessy74 ,

Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in 
der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben.



War ja Dein Link und Du hast es nicht gelesen?

Kommentar von Menuett ,

Welche schwer abzuändernden Auswirkungen haben tägliche Gebete?

Nach deutscher Rechtsprechung : keine.

Kommentar von Jessy74 ,

Also, ich bitte um Entschuldigung aber verstehst Du den Kontext nicht ganz?

Wenn eine Religion keine abzuändernde Auswirkung hat, was dann?

Hast Du eigentlich Kinder? Bist Du selbst religiös?

Kommentar von Menuett ,

Doch, ich verstehe den Kontext sehr gut. Ich arbeite in Bereich Trennungskinder.

Wie erklärst Du Dir Kirchenaustritte, wenn Religion nicht abzuändernde Auswirkungen hat?

Tägliche Gebete gehören zum Alltag. Kein Richter wird von der Mutter verlangen, dass sie das Kind da nur zuschauen darf.

Ab 14 darf die Mutter das Kind nicht mehr gegen seinen Willen beten lassen.

Eine Beschneidung hat schwer abzuändernde Auswirkungen.

Ich habe 4 eigene Kinder plus Pflegekinder.

Nein, ich würde mich eher als militant atheistisch bezeichnen.

Trotzdem wurde eines meiner Kinder Christ.

Kommentar von Jessy74 ,

Doch, ich verstehe den Kontext sehr gut. Ich arbeite in Bereich Trennungskinder.

Na das finde ich ja interessant....

Nun ist es aber so, das ich als Elternteil ein Mitspracherecht habe in welche Glaubensrichtung mein Kind beeinflusst wird und es gibt - bis jetzt - mehrere Urteile gegen aber auch mehrere Urteile für eine Unterlassung der weitervererbung einer religiösen Gesinnung.

Wenn ich als Elternteil in so einem - für mich schwerwiegenden - Dilemma stecken würde, würde ich zumindest versuchen recht zu bekommen.

Eine solche Frage einfach als " Du hast da nichts mitzubestimmen " abzuschmettern finde ich, unter diesen Umständen, merkwürdig.

Aber naja. Der Fragesteller wird sich bestimmt schlau machen.

LG

Kommentar von Menuett ,

Wieso?

Er kann doch mitbestimmen. Er kann dem Kind ebenfalls seinen Glauben nahe bringen. Da spricht doch nichts dagegen.

Eine Taufe kann ein Gericht verhindern, eine Beschneidung, Beschimpfungen von Religionen können verboten werden (z.B. Christen lügen, damit hätte er eine Chance) - aber nicht den Alltag.

Wieso soll das gehen? Die Mutter und der Stiefvater beten 5 mal und der Kleine darf nicht mitmachen? Eine solche Ausgrenzung befürwortet kein Richter.

Da habe ich noch kein anderweitig lautendes Urteil gelesen.

Kommentar von Jessy74 ,

Ich aber.

Da wurde der Mutter untersagt die Kinder mit zur Kirche zu nehmen und sie somit zu beeinflussen - obwohl die Mädchen daran interessiert waren - in dem Falle war der Vater ein Muslim.

Ich denke da gibt es kein schwarz oder weiß, deshalb sagte ich gerade auch das man dies nicht so pauschal abschmettern kann.

Es gibt Richter die erkennen das eine religiöse Erziehung einen sehr schwerwiegenden Einfluss auf die Psyche hat und es gibt Richter die so denken wie Du und meinen, das alles hätte keine größere Bedeutung.

Ich persönlich bin muslimisch erzogen worden und wenn ich etwas weiß das dann das ich definitiv sehr stark beeinflusst wurde.

Ein 4 jähriges Kind hat mit Religion nichts am Hut und sollte es auch nicht haben - ich sag ja, je nach Richterempfinden...

Kommentar von Zicke52 ,

@Menuett: "Wie erklärst du dir Kirchenaustritte, wenn Religion nicht abzuändernde Auswirkungen hat"

Im zitierten Text stand nichts von NICHT abzuändernden, sondern von SCHWER abzuändernden Auswirkungen.

Und ja, kindliche Indoktrination ist schwer loszuwerden, das weiss ich aus eigener Erfahrung. Selbst als sich mein Verstand schon längst von der Religion entfernt hatte, spukte da noch jahrelang irgendetwas Undefinierbares im Hinterkopf herum, bis ich ganz frei wurde. Ja, es prägt nicht nur das Bewusstsein, sondern auch das Unterbewusstsein, was die Personen, denen man als Kind vertraut - Eltern, Lehrer - einem als Wahrheit verkaufen. Diese Erfahrung teile ich offenbar mit Jessy.

Antwort
von JustNature, 183

Gehe zu einem Fachanwalt Familienrecht. Es ist eine Klage am Amtsgericht nötig betr. dem künftigen Sorgerecht. Mit viel Glück und guten Beweismitteln könnte es gelingen, das Sorgerecht entweder auf Dich oder einen neutralen Betreuer zu übertragen. Ich finde es wie Du unerträglich, wenn ein unschuldiges Kind in diesen schrecklichen Religionswahn hineingezogen wird - auf Austritt steht Todesdrohung.

Antwort
von PoetO, 78

Nach " Ich habe ihn natürlich ausgequetsch " bräuchte man eigentlich gar nicht mehr weiterlesen!!!!

Antwort
von Susii01, 102

Vielleicht hat das kind auch von ganz alleine gefragt was die mama da so macht? Soll sie dann lügen? Wenn es ihre Überzeugung ist kann sie ja wohl dazu stehen...tust du anders rum ja auch!

Kommentar von Zicke52 ,

@Susii01: Ja, klar. Soll jeder das Kind mit seiner "Wahrheit" zumüllen. Die Mutter sagt, die Bibel ist gelogen. Der Vater sagt, der Koran ist gelogen. So sieht perfekte Erziehung aus.

Der FS hat den einzig vernünftigen Standpunkt: das Kind so unbeeinflusst wie möglich zu lassen. Das ist in allen Fällen die beste Methode, aber wenn die Eltern nicht der gleichen Religion angehören, ist es sowieso die einzig mögliche. Denn sich gegenseitig der Lüge zu bezichtigen, ist sicher das schädlichste, das sie ihrem Kind antun können.

Antwort
von Amo007, 168

Was habt ihr eigentlich gegen den Islam,ich kann verstehen ,dass fast die ganze Welt gegen den IS zu kämpfen hat ,aber es heißt gleich nicht dass jeder Moslem ein-/eTerrorist/Terroristin ist /Und was aus anderen Kulturen/Religionen usw. zu lernen/entdecken kann auch interessant sein

Kommentar von Zicke52 ,

@Amo077: Einem Kind zu erzählen, die Bibel sei gelogen, ist keine religiöse Erziehung, sondern Erziehung zur Intoleranz. 

Man kann einem Kind Religion nahebringen, ohne es zu indoktrinieren und Werturteile über andere Religiinen abzugeben und damit den Samen des Hasses zu legen, indem man ihm beibringt  "die Christen (Juden, Buddhisten...) sind alles Lügner!"

Der FS vertritt hier einen vernünftigen Standpunkt, indem er sein Kind so unbeeinflusst wie möglich aufwachsen lassen will.

Kommentar von Menuett ,

Das steht aber so im Koran. Jesus ist da ein Prophet und nicht der Sohn Gottes.

Man kann keinem Kind eine Religion nahe bringen, ohne es zu indoktrinieren.

Religion basiert nun mal auf Indoktrination.

Kommentar von Zicke52 ,

@Menuett: Natürlich ist es nicht ganz einfach, einem Kind verschiedene Religionen nahezubringen, ohne es zu indoktrinieren. Aber es muss gelingen, es gibt schliesslich Paare verschiedenen Glaubens, die das schaffen.

Einem so kleinen Kind bringt man ohnehin nicht die detaillierten Glaubensinhalte bei. Man beschränkt sich auf kindgerechte Geschichten in Bilderbuchform. In diesem Fall könnte man solche wählen, die in beiden Religionen aehnlich sind (Abraham, Moses...). Auch von Jesus kann man erzählen, ohne zu erwähnen, ob er Gottes Sohn ist. Und später in der Schule schickt man das Kind in den Ethikunterricht, da wird es mit den verschiedenen Glaubensinhalten bekanntgemacht, ohne dass eine Religion als Lüge dargestellt wird.

Antwort
von MrHilfestellung, 253

Wer hat denn das Sorgerecht für ihn?

Wahrscheinlich ihr beide, wa?

Dann kannst du recht wenig tun, es ist ja nicht verboten einem Kind den eigenen Glauben weiterzugeben.

Übrigens ist Islam nicht gleich Islamismus, ich dachte beim Lesen der Überschrift deine Frau macht deinen Sohn zum IS-Terroristen, dabei bringt sie ihm ja nur Glaubensinhalte bei.

Kommentar von 1DerAugsburgFan ,

Ja wir haben beide das Sorgerecht er ist von Freitags bis Montags bei mir und den Rest der Woche bei ihr. Ich will auf keinen Fall das mein Sohn zum Muslim gemacht wird, wenn er sich später wenn er groß ist dafür entscheidet ist das seine Sache aber doch so wie die türkischen Kinder direkt von klein auf ohne Wahl, er ist doch Deutscher und ich Katholik ich habe mit meiner Ex damals ausgemacht das keiner von uns ihm seine Religion gibt aber sie hält sich einfach nicht daran

Kommentar von MrHilfestellung ,

Wie gesagt viel dagegen tun, kannste nicht. Sie schadet ihm ja nicht besonders dadurch, wobei ich es auch ablehne seine Religion den Kindern zu propagieren. Aber es ist nunmal erlaubt.

So wie du in deiner Frage geschrieben hast, hast du ihm aber auch deine Glaubensinhalte vermittelt. Sonst würde er wohl kaum von einem "lieben Gott" sprechen.

Kommentar von 1DerAugsburgFan ,

Wir haben ihm noch nichts näheres vom Christentum erzählt nur das was man an Weihnachten halt so erfährt und das hat er von meinen Eltern

Kommentar von schnoerpfel ,

Übrigens ist Islam nicht gleich Islamismus

Du kannst uns im Real Life ja mal 'ne klare Trennlinie zwischen beidem zeigen. Die gibt es eben nur in der Theorie.

Zudem gibt es einen Unterschied zwischen Glaubensinhalten beibringen und religiöser Indoktrination. Im Islam findet wohl eher letzteres statt.

Kommentar von MrHilfestellung ,

Natürlich gibts da keine scharfe Trennlinie, aber in die Moschee gehen und zu Allah beten ist sicherlich kein Islamismus.

"Zudem gibt es einen Unterschied zwischen Glaubensinhalten beibringenund religiöser Indoktrination. Im Islam findet wohl eher letzteres statt."

Wieso?






Kommentar von Jessy74 ,

@MrHilfestellung:

Wenn ich als Vater nicht möchte das mein Kind religiös beeinflusst wird, dann habe ich da etwas mitzubestimmen.

Wieso denkt ihr denn alle es wäre ok sein Kind religiös so in eine Ecke zu drängen?

Wenn Deine Frau eurem Kind erzählen würde das der " Prophet " ein Lügner ist und der Koran erfunden, würdest Du es so stehen lassen?

LG

Antwort
von Spottertech, 180

Rede nochmal mit ihr....

Antwort
von MiaLana82, 58

Nur weil sie Muslima ist, bietet und in die Moschee geht ist sie ja noch lange keine Islamistin. Aber zu sagen, dass die Bibel gelogen ist, ist auch falsch. Ich würde den Koran er als  verbesserte Neuauflage  beschreiben. 

Informier dich doch selber einmal über den Islam, lies den Koran.  Dann kannst du wenigstens mitreden. Deine Frau wird sich ja auch im Christentum auskennen. So kann jeder deinem Sohn etwas von seiner Religion beibringen.

Auch wenn ich selber Muslima bin, muss ich sagen dass weder Islam noch Christentum die friedlichsten Religionen sind, sondern wahrscheinlich der Buddhismus. Aber das ist ja nicht das einzige ausschlaggebendste Argument für die Wahl der eigenen Religion.

Kommentar von Zicke52 ,

@MiaLana82: 

Verbesserte Neuauflage??

Eine Verbesserung des AT war wohl das NT, indem es die starren und unsinninigen Regeln sowie die Grausamkeiten entfernte und somit die Bibel auf einen Stand brachte, der in den meisten Punkten mit den heutigen Menschenrechten vereinbar ist.

Der Koran hat das Ganze sogar noch weit hinter den Tanach/das AT zurückgeworfen, indem er grosse Teile deren Inhalte abgekupfert, aber noch mit zusätzlichen Grausamkeiten ausgeschmückt hat. Zum Beispiel in seinen genüsslichen Beschreibungen der Höllenfolterungen. Sowas kann nur einem kranken Sadistenhirn entspringen.

Antwort
von DerBuddha, 163

ich würde an deiner stelle "heimlich" beweise sammeln und dann über das jugendamt und das gericht eine übertragung des sorgerechts/aufenthaltsbestimmungsrecht usw. beantragen, denn dass was bei deiner ex passiert ist eine große kindswohlgefährdung und gerade in heutiger zeit kann man auch das wort "islamisierung" gut nutzen..............:)

Kommentar von Menuett ,

In Deutschland werden tausende von Kindern islamisch erzogen.

Bis jetzt konnte das Jugendamt da keine Kindeswohlgefährdung erkennen.

Kommentar von schnoerpfel ,

Die müssen anscheinend blind sein...

Kommentar von DerBuddha ,
In Deutschland werden tausende von Kindern islamisch erzogen.Bis jetzt konnte das Jugendamt da keine Kindeswohlgefährdung erkennen.

meine antwort bezieht sich ausschließlich auf die sorgen des fragestellers und zudem sollte KEIN KIND DER WELT bis zu einem bestimmten alter mit irgendwelchen religionen in kontakt kommen, denn sonst können sie sich niemals selbst freidenkend im religiösen glauben entwickeln....... der mensch muss VON SICH aus und ALLEINE zu diesen märchenreligionen finden, denn sonst ist es nur beeinflussung und ein hineingeboren werden ind traditionen............:)

im übrigen liegt es in deutschland an der laschen politik dass fanatiker hier ihren glauben ausleben....denn der islam gehört NICHT zu deutschland, NICHT zu unserer kultur und sollte auch nicht hier ausgelebt werden, denn der echte islam ist mit unserem grundgesetz, mit unseren werten und rechten NICHT konform...........

und wer als muslime das jetzt als beleidigung ansieht, muss noch viel lernen, denn dass ist NUR eine meinung, die jeder frei vertreten kann und zudem, in islamischen hardcore-ländern gehört das christentum und die demokratie ja auch nicht zur kultur dieses landes dann.............:)

Antwort
von TrippleDC, 156

Was hat das jetzt mit Islamismus zu tun?! Das ist beleidigend gegenüber anderen Menschen hier gleich einen Aufstand zu machen, weil man jemandem die Religionsfreiheit verweigern möchte. Wenn sie ihn nicht zwingt ist es ihr erlaubt ihm wenigstens damit bekannt zu machen.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

einen Aufstand zu machen, weil man jemandem die freiheit verweigern möchte

Was soll er denn sonst machen, etwa hinnehmen das sein eigener Sohn unfrei und in Knechtschaft erzogen werden soll ?

Freiheit ist eines der höchsten Güter kein Mensch hat das recht einem anderen die Freiheit zu nehmen nur um eigene Interessen durchzusetzen

Kommentar von Zicke52 ,

@TrippleDC: Wie soll denn ein vierjähriges Kind Religionsfreiheit beanspruchen? Es hat doch gar nicht die Möglichkeit dazu. Es ist an den Erwachsenen, ihm diese Freiheit zu geben, indem sie auf Indoktrination und hassstiftende Aussagen ("Christen sind Lügner") verzichten. Und psychologisch bedenkliche Religion sowieso von ihrem Kind fernhalten. Der Islam gehört dazu, da er den Menschen zum Sklaven macht und ihn somit seiner Würde beraubt. Aber dasselbe trifft natürlich auch auf radikale  christliche Sekten und andere radikale Glaubensrichtungen zu.

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