Frage von Linni4, 33

Wie schreibe ich in meinen Arbeitsvertrag, das Minusstunden die durch eine Fortbildung entstehen verfallen?

Habe einen neuen Arbeitsvertrag bekommen, normal wurde mir mehr Geld versprochen, aber da ich jetzt durch meinen Fachwirt Minusstunden mache, wurde ausgemacht, das das Geld bleibt, ich mich aber keine Gedanken um die Minusstunden machen muss.

Von September-Februar hören wir Freitags immer früher auf, bei unserer 40 Std Woche sind das pro Woche 4 Minusstunden. Das ist so vom Chef vorgegeben, das muss jeder machen! Ab März müssen wir dafür Samstags für 4 Stunden arbeiten, also 6 Tage Woche, ab und zu mal Sonntag (Messen) und das dann halt ohne Ausgleich. Da der Kurs aber auch am Samstag ist und ich dadurch so gut wie nie Samstag arbeiten kann, kann ich kaum Minusstunden abarbeiten... Kein Problem laut Chef, nur da ich meinen Chef kenne möchte ich es zu Sicherheit schriftlich im Vertrag stehen haben. Kein Problem nur ich soll das selbst rein schreiben, wie ich das möchte. Nur ich habe keine Ahnung wie man das formuliert? Ich habe nämlich keine Lust, Gehalt abgezogen zu bekommen, wenn ich nächstes Jahr im Februar gehen sollte, da dann mein Fachwirt fertig ist und ich mich dann evtl. wo anders bewerben möchte.

Antwort
von SiViHa72, 13

Hm, jetzt überleg ich schon paar Minuten.. es muss ja auch so formuliert sein, dass es nicht doch umgedreht w erden kann und Dir berechnet wird.

Vielleicht was wie

"Durch die Fortbildung entstehende Abwesenheitsstunden gelten als geleistete Arbeitsstunden"

Damit klar ist: es handelt sich um die Stunden, die auf die FoBi entfallen.. und die sind nicht irgendwie zu verrechnen.

Der obige Satz wäre also das, was ich -bin kein Anwalt!- überlegen würde.

Antwort
von Chichiri, 15

Ich würde das vielleicht so reinschreiben:

Eine Teilnahme am Kurs für den Fachwirt an Samstagen kann bis maximal 4 Stunden pro Woche als Arbeitszeit angerechnet werden. Übersteigt die tatsächlich geleistete Arbeitszeit innerhalb einer Kalenderwoche bereits 40 Stunden, so darf der Kurs in dieser Kalenderwoche nicht mehr angerechnet werden.

So fände ich es fair für beide Seiten - für dich, dass du keine Minusstunden machst. Und für den Chef, dass er nicht zu erwarten hat, dass du dadurch viele Überstunden aufbaust.

Antwort
von henzy71, 10

Im Vertrag sollte folgendes stehen:

"Gehalt: XXX € Brutto pro Monat. Wöchentliche Arbeitszeit: 40h, davon 36h im Betrieb und 4h in der Fortbildung."

Damit hast du keine Minusstunden mehr.

Falls dein Chef meint, du würdest die Fortbildung dazu nutzen Überstunden zu scheffeln kann er zwei Sachen machen.

Eine Möglichkeit wäre (nachteil für dich) "etwaige Überstunden sind mit diesem Vertrag abgegolten" oder (gut für dich) "Überstunden werden grundsätzlich im Betrieb geleistet. Deine Fortbildung kann niemals als Überstunden angerechnet werden"

Gruß

Henzy

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