Frage von daria78, 42

Wie schreibe ich eigene Gedichte?

Ich habe vor, eigene Gedichte zu schreiben - leider habe ich sehr oft Kreativblockaden, die mir das Ganze relativ erschweren. Da ich grundsätzlich sehr gut mit Worten umgehen kann und durchaus eine lyrische Ader habe, wollte ich fragen, wie ich diese Blockaden umgehen kann und ob ihr vielleicht Tipps zum Finden einer Inspirationsquelle bzw. allgemein zum Schreiben habt.

Antwort
von Chriyovime, 23

Nutze die Zeit in der deine Kreativität fliesst. Jeder Künstler hat seine Musestunden und kann nicht immer kreativ sein. Als Inspiration würde ich alles in Betracht ziehen was dich tief bewegt.

Viele schreiben lieber in der Nacht. Zeitlose und wichtige Themen finde ich persönlich für Lyrik interessant. Schreibtipps würde ich mir in einem Gedichteforum holen, da wird oft über Technik, Stil usw. diskutiert. Oder du schaust in ein Buch zu dem Thema..


Antwort
von TorDerSchatten, 14

Schreibblockaden haben verschieden Ursachen. Ich glaube die häufigst ist der eigene kleine Kritiker im Kopf. Der sagt "ist doch alles Quatsch was du da schreibst" - "du bist nicht gut genug" - "das war ja wieder mal nur Käse" usw.

Laß mal den Anspruch auf Perfektion unten durchfallen und schreib einfach, was dir in den Sinn gerät. Meist sind da schon gute Dinge dabei - Hauptsache, erstmal zu Papier gebracht. Schreib einfach drauflos.

Umarbeiten, Korrigieren, Ergänzen kann man später immer noch.

Antwort
von mychrissie, 12

Die Erfahrung (ich bin 77 und schreibe Gedichte, seit ich 8 bin) zeigt, dass man am kreativsten ist, wenn das Leben mal nicht so gut läuft. Wenn man vollkommen glücklich ist, ist es selten Zeit für eigene Gedichte. Aber natürlich macht es auch die Übung, heute schreibe ich dir ein perfektes Sonett zu einem beliebigen Thema in 20 Minuten.

Wenn Du keine Inspiration hast, dann lass es eben mit den Gedichten. Es wird dann eh nix. Du zwingst Dich ja auch nicht zum Essen, wenn Du satt bist.

Mit gezwungenen und schlechten Gedichten verletzt du selbst Deine eigenen Ansprüche. Vorausgesetzt, dass Du wirklich so gut mit Worten umgehen kannst wie Du schreibst.


Antwort
von Zouat, 8

Mir hat es immer geholfen mich mit anderen Schreibern über mein Werk auszutauschen. Gerade Kritik (hilfreiche! und dabei positive wie negative) haben mich immer wieder motiviert weiterzuschreiben.

Ansonsten schreibe halt einfach nur, wenn dir auch etwas einfällt. Gerade bei Gedichten muss der zündene Funken fast schon von allein kommen, sich krampfhaft Themen und Formulierungen aus den Rippen zu leiern hilft da meist wenig :D

Antwort
von OnkelSchorsch, 20

Entweder man kann schreiben oder nicht.

Wem nichts einfällt, der soll es halt lassen. Das ist keine "Blockade", sondern einfach nur ein Beweis, dass du eben kein Autor bist.

Ein Autor schreibt. Schreibt er nicht, ist er kein Autor.

Kommentar von daria78 ,

Ich habe schonmal sehr gute Gedichte geschrieben, nur in letzter Zeit habe ich Schreibblockaden.

Kommentar von Chriyovime ,

Da würde ich nicht krampfhaft versuchen trotzdem zu schreiben. Jede Blockade geht irgendwann vorüber. Meditation kann grundsätzlich helfen. Die Ursache von Blockaden zu erforschen ist sicher sinnvoll. Irgendwann küsst dich die Muse schon wieder.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Ach ja, immer diese angeblichen "Blockaden". Du hast einfach keine Ideen. Weißt du, jeder, wirklich jeder, schreibt irgendwann in seinem Leben mal. Das legt sich wieder. Nur - seitdem es das Internet gibt, sammeln sich all die zigtausende von meist jungen Leuten, die irgendwann mal ein paar Zeilen geschrieben haben, klopfen sich gegenseitig auf die Schultern und bezeichnen sich gegenseitig als "Autoren" und alle, alle, alle erzählen von ihren "Blockaden".

Sorry, nee. Ihr habt keine "Blockaden", ihr seid einfach keine Autoren. Meine Güte, das ist doch nicht schlimm.

Von Schreibblockade redet man, wenn professionelle Autoren, die seit Jahren täglich so zwanzig, dreißig oder mehr Seiten schreiben, die davon leben, plötzlich und ohne erkennbaren Grund nicht mehr schreiben können. Wenn Exposes vorliegen, Aufträge vorliegen, Storylines klar sind, Abgabetermine vorliegen, wenn alles bereit ist, jetzt endlich loszulegen und wenn dann - nichts geht. DAS ist eine Schreiblockade. Aber nicht, wenn jemandem nix einfällt oder jemand keine Ideen hat.

Lass es einfach bleiben, vielleicht hast du in ein paar Monaten ja mal wieder Lust darauf, was zu schreiben. Wenn ja, schön. Wenn nicht, auch nicht schlimm.

Kommentar von mychrissie ,

Endlich mal jemand, der Klartext redet. Diese ganzen Möchtegerne auf der nach unten offenen "Dichter"-Skala nerven in GF ungemein und die Sprachblähungen, die sie abliefern, sind zu 99% auf dem Niveau miserabelster Schlagertexte – wenn überhaupt.

Wie kann man sich selbst nur so maßlos überschätzen, wenn es einem mal gelungen ist, "Liebe" auf "Triebe" zu reimen?!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community