Frage von bastifcb, 56

Wie schnell kommt man mit e-Bikes (Fully) voran?

Hallo, ich überlege mir zurzeit ein E-Bike Fully zu kaufen und damit in die Arbeit (35 km zu fahren). Wie ist das denn mit den Elekro Motoren? Ich habe mal gehört, dass die bis zu 50% unterstützen, also wenn ich 30 kmh mit nem Normalen Bike fahre, dann könnte ich mit dem E-Bike 45 kmh fahren.

Kann das jemand kurz erklären und wie schaut es mit Höchstgeschwindigkeiten, evtl. sogar zulassungen aus?

Antwort
von FinDev, 40

Ich kann dir jetzt nur von den Pedelecs berichten, die ich bisher gefahren bin.
Das erste (Flyer) unterstützte mich, gefühlt, beim Treten - je nach Stufe (Eco, normal, Sport) mit 5, 15, oder 40% ab 45 km/h hört es dann aber auf zu unterstützen.

Das andere (eBike.net) unterstützt bis max 25 km/h in 4 Stufen (5, 10, 20, und 40%).

Das schöne ist, dass du das kraftraubende Anfahren nicht mehr so merkst und bei Steigungen nicht so viel Geschwindigkeit verlierst.
Für mich und meinen Weg zur Arbeit (16 km) die beste Entscheidung!

Kommentar von iTech01 ,

Das bis 45 km/h ist ein "S Pedelec", das bis 25 km/h ist ein "Pedelec" :-)

Kommentar von FinDev ,

Ja, danke.

Antwort
von iTech01, 47

Hallo! Alle umgangsprachlichen "Ebikes" sind eig. Pedelecs. Sie haben einen Hilfsmotor und unterstützen den Fahrer wenn er trampelt bis max. 27 km/h - schneller ist es nicht zulässig auf Fahrradwegen etc. zu fahren! Dann gibt es aber noch S Pedelecs, diese fahren bis 45 km/h (muss auch mit getrampelt werden) und gelten daher als Mofa. Das heißt du brauchst einen Mofaführerschein und darfst nur auf Straßen bzw. Wegen mit "Mofa frei" fahren.
Ich hoffe ich konnte dir helfen! :-)
Gruss

Kommentar von bastifcb ,

Danke, das hilft mir.
Weißt du noch wie das Verhälnis der Zusatzleistung ist?

und kann ich dann mit diesen S-Pedelecs auf allen Mofa wegen fahren und auf der Straße?

so ein bräuchte ich dann, da ich ja schnell sein will.

Schein habe ich. Braucht man dann eine Versicherungstafel wie beim Mofa?

Kommentar von FelixLingelbach ,

Basti, ich würde dir vom s-pedelec abraten. Du bist zu stark eingeschränkt durch die ganzen Regeln und Forderungen und gewinnst nicht viel. Schneller wirst du, weil du deine normale Geschwindigkeit auch bergauf fahren kannst. (50% mehr Leistung bedeuten längst nicht 50 % höhere Geschwindigkeit, da der Luftwiderstand viel schneller größer wird als die Geschwindigkeit.) 

Dann ist da noch die Sache mit der Anzahl der Ladezyklen. Wenn du täglich zweimal 35 km fährst und vollen Saft haben willst, musst du auch täglich aufladen. Das kann heißen, dass du dir jedes Jahr einen neuen, sauteuren Akku kaufen darfst, beim s-pedelec mit Sicherheit recht, denn das verbraucht massig Energie gegen den Wind.

Die pedelecs finde ich schon sehr gut, aber als Dauerpendler habe ich mich dagegen entschieden. Irgendwie sind die besser geeignet für Gelegenheitsradler, nicht für Leute, die zweihundert Mal im Jahr an die Arbeit damit fahren wollen und wieder zurück. Für meine Bedürfnisse waren die pedelecs zu schwer, ich will sie nicht an der Straße stehen lassen, und die Akkus zu groß und zu teuer.  Ich brauchte ja nur jeweils für ein paar Minuten einen Boost an den Steigungen. 

 

Kommentar von iTech01 ,

Das Verhältnis weis ich leider nicht, sry. Und mit dem S Pedelec darfst du nur auf Mofawegen und Straßen fahren. Ein Versicherungskennzeichen und Helm sind Pflicht und du musst jährlich etwa 70€ dafür zahlen für Versicherung (Diebstahl ist meist gleich mit dabei :-))

Kommentar von iTech01 ,
Antwort
von Zamon, 24

Nachdem die Sachen wie S Pedelec, Geschwindigkeiten, Unterstützung und E-Bike nun schon von meinen Vorrednern beantwortet wurden, möchte ich noch zwei Fragen stellen:

Warum ein Fully? Wenn du 35 km zu Arbeit fahren willst, ist ein schweres Mountainbike so ziemlich das letzte Rad, was ich dafür nehmen würde. Auch mit Unterstützungsantrieb ist der Rollwiderstand und das Gewicht völlig wider den Zweck. Grade wenn du nur die E-Bike Variante mit 25 km/h nimmst, wärst du mit einem Trekkingrad oder gar einem Rennrad schneller und leichter unterwegs. Ein leichtes Rennrad ist auch ohne Unterstützung leicht mit 30km/h+ fahrbar.
Wenn dein Grund der Weg ist, wäre ein Trekkingrad sinnvoll. Damit kann man auch Waldwege gut fahren. Federung vorne ist zwar Komfort, "raubt" aber Energie, die man zusätzlich aufwenden muss.
Dazu kommt die Beleuchtung. Mit nem Nabendynamo hat man kaum Kraftaufwand und eine helle LED Beleuchtung. Als Berufspendler ist das Pflicht, sonst wirds zu gefährlich. Bei nem Fully ist das allerdings quatsch. Akkulampen nerven im Alltag einfach nur, tu dir das nicht an.

Wäre es nicht sinnvoller, sich ein Fully normal für die Freizeit zu kaufen, wenn du das denn brauchst, und ein richtiges Touren/Trekkingrad mit Schutzblechen, Beleuchtung etc. für den Alltag? Schmale Bereifung, geölte Kette und das Ding läuft wie nichts. Auch ohne Unterstützung.

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