Frage von dkjbfdkjbfkjeu, 72

Wie schnell könnte man in eine Klinik, wenn man eigengefährdet ist?

Meine Freundin ist depressiv, ritzt sich täglich und hat oft Suizidgedanken. Es geht manchmal so weit, dass sie mir Bilder von Bahngleisen schickt und dazu ein "Heute noch nicht..." schreibt. Sie ist seit ein paar Wochen in ambulanter Therapie. Sie hatte erst ein Gespräch und wird am Montag noch ein letztes Gespräch haben, bevor sie die Psychologin wechseln soll. Die derzeitige Psychologin bietet keine Verhaltenstherapie an.

Nun kommt aber der Knackpunkt: Ihre Psychologin weiß nicht von ihren Suizidgedanken. Sie traut sich es nicht zu erzählen. Ich probiere sie seit ein paar Tagen zu überzeugen, dass sie sich öffnen soll und einen stationären Aufenthalt anfangen sollte. Das klappt auch gut und sie könnte sich, mit meiner Hilfe, vorstellen, dass sie sich ihrer Psychologin öffnet. Ich war selbst wegen Depressionen in einer Klinik. Bei mir war es allerdings eine Zwangseinweisung, deswegen weiß ich nicht wie sowas läuft und ob sie, sobald sie ihrer Psychologin von der Eigengefährdung erzählt, einen Platz angeboten bekommt. Oder muss sie vielleicht ewig warten? Lange hält sie, glaube ich, nicht mehr durch. Bitte um Erfahrungsberichte.

Antwort
von Pauli1965, 41

Ich hatte vor etlichen Jahren ein psychisches Problem, aber keine Suizid Gedanken. Mein Hausarzt wurde gerufen und der schrieb gleich eine Einweisung in die Psychiatrische Klinik. Dort gab es eine Auffangstation.

Da bin ich innerhalb einer Stunde drin gewesen.

Ich denke mal die Klinik in der Nähe deiner Freundin hat auch so eine Station.

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Angst & Psychologie, 34

Hallo,

bei Suicidgedanken muss jede Klinik sofort aufnehmen. Ist kein Platz frei, notfalls über Zwangseinweisung, dann müssen sie sie notfalls sogar auf dem Flur unterbringen.

Leite es bitte umgehend in die Wege. SOFORT! Falls der Weg über die Psychologin zu langwierig ist (Wochenende!) auch über Notarzt, schlimmstenfalls plus Polizei. Nur Mut, Du schaffst es!

Alles Gute von

Buddhishi

Antwort
von alastina, 24

Bei akuter Eigengefährdung geht es definitiv sofort, immer! Die Eigengefährdung wird dann in der Klinik abgeklärt. Sollte deine Freundin dort glaubhaft berichten, dass sie zwar häufiger mal ans Sterben denkt, aber doch nicht konkret etwas unternehmen würde, wird sie vermutlich wieder entlassen. Menschen die sich absprachefähig zeigen und versichern können, sich nichts anzutun, werden in der Regel recht schnell wieder entlassen. Eine Sofortaufnahme in die Akutstation gibt es bei AKUTER Gefährdung.

Antwort
von Emmyliyy, 28

Wenn sie "stark" eigengefährdet ist, wird sie evtl auch zwangseingewiesen. Wenn sie  freiwillig in eine Klinik will, wird dies bei Suizidgedanken/Absichten/etc schnell in die Wege geleitet. Sie wird also nicht ewig warten müssen.

Kommentar von dkjbfdkjbfkjeu ,

Reden wir bei "schnell" von Stunden, Tagen oder Wochen? Ich kenne jemanden, der stark suchtkrank und depressiv war und er musste 5 Wochen warten.

Kommentar von Emmyliyy ,

Kommt auf die Klinik an. Suchtkliniken sind wieder etwas anderes. Meistens geschieht die Einweisung innerhalb von 1-2 Tagen.

Kommentar von Pauli1965 ,

Krankenhäuser und Kliniken haben auch Auffangstationen für solche Fälle. Da geht es innerhalb ein paar Stunden.

Antwort
von Goodnight, 12

Man kann einfach bei der Klinik auf der Matte stehen. Selbst bei der Polizei kann man sich melden oder beim Psychiater der Notfalldienst hat.

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