Frage von Maksn, 175

Wie schlimm ist mein TSH-Wert (6,5) und wie soll ich mich bei Behandlung am besten ernähren?

Hallo,

mein Arzt hat bei mir neulich eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert. Sie klang recht besorgt, als sie mir einen TSH-Wert von 6,5 mitteilte. Aber wie schlimm soll ich mit den jetzt vorstellen? Ist das tatsächlich katastrophal oder einfach nur unvorteilhaft? Anhand welcher Daten kann ich mir das Ausmaß der Krankheit veranschaulichen?

Angesichts meines Lebensstils sagte sie mir auch, dass mein Übergewicht sehr wahrscheinlich auch damit zusammenhängt. Da meine ganzen anderen Beschwerden, die mit der Unterfunktion auftauchen, in 3-6 Wochen deutlich zurückgehen sollten, und die Gewichtsabnahme sich ebenfalls sehr viel einfacher gestalten werde, war es für mich schon klar: Kurz gesagt, in 3-6 Wochen fängt ein neues Leben an.

Aber mit welcher Ernährung unterstütze ich die Gewichtsabnahme am besten? Sport betreibe ich bereits.

Antwort
von LiselotteHerz, 175

Ein TSH-Wert von 6,5 ist auch besorgniserregend - der ist viel zu hoch. Du bekommst doch jetzt ganz bestimmt Schilddrüsenhormone, oder nicht? Das dauert ein paar Wochen, bis sich da eine Wirkung zeigt. Du musst Deine Tabletten immer nüchtern nehmen und dann eine halbe Stunde warten,bis Du etwas isst oder trinkst. Es ist in den meisten Fällen so, dass sich allein durch die Einnahme des Schilddrüsenhormons das Übergewicht reduziert. Sinnvoll ist es, wenn Du zusätzlich Ausdauersportart machst, wie z.B. Laufen. Natürlich kannst Du auch noch zusätzlich auf eine fettarme, vitaminreiche Ernährung achten, das sollte man ohnehin immer. Also: Chips, Kekse, Kuchen, Cola & Co. vollständig streichen, in der anstehenden Weihnachtszeit tapfer den ganzen Verlockungen widerstehen, statt Weißmehlprodukte Vollkornbrot essen, statt Schokolade ein Stück Obst naschen, dann klappt das schon. In 6 Wochen solltest Du Deinen TSH-Wert erneut überprüfen lassen, damit man sieht, ob Du mit Deinen Schilddrüsenhormonen richtig eingestellt bist. Alles Gute. lg Lilo

Kommentar von Catlyn ,

Und noch ein kleiner zusätzlicher Hinweis: Morgens vor der Blutabnahme früh bitte kein Schilddrüsenhormon einnehmen, da dies de Werte verfälscht. Die Tablette kann man dann nach der Blutentnahme einnehmen.

Kommentar von LiselotteHerz ,

Richtig, das vergessen die Arzthelferinnen oft zu erwähnen. Manchmal fragen sie erst kurz vor der Blutabnahme, dann muss man einen neuen Termin vereinbaren, ist blöd.

Kommentar von LiselotteHerz ,

Mir ist grade aufgefallen, dass ich eigentlich Deine frage gar nicht beantwortet habe, ob das schlimm ist? Aufgrund eines Wertes kann man nicht sagen, ob diese Unterfunktion akut oder manifest ist, da müsste man wissen, wie hoch der FT3 und der FT4-Wert sind.

http://www.onmeda.de/behandlung/schilddruesenwerte-tsh-wert-%28tsh-basal%29-4445...

Ich bin der Ansicht, dass Dich Deine Ärztin mal richtig über SD-Unterfuntion aufklären sollte. "Im schlimmsten Fall" musst Du zeitlebens Dein Thyroxin einnehmen, das machen Zig-Tausende von Menschen jeden Tag, ich z.B., man kann damit leben.

Antwort
von szkubidoo89, 142

Hallo Maksn,

wusstest du, dass die Schildrüsenunterfunktion nach Diabetes mellitus mittlerweile die zweithäufigste Stoffwechselerkrankung ist? Bisher sind die Ursachen ja immer noch nicht ganz klar. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass hier Ernährung eine sehr große Rolle spielt.

Ich bin mir sicher die Steinzeitmenschen hatten mit solchen Erkrankungen weniger zu kämpfen. Grundsätzlich glaube ich, dass ein Großteil dieser Erkrankungen durch die industrielle Fertigung von Lebensmitteln gefördert ist. Mittlerweile gibt es genug Studien darüber, was für negative Auswirkungen insbesondere Zucker auf unsere Gesundheit hat.

Ich würde dir deshalb folgendes empfehlen: Versuche industriell verarbeitete Lebensmittel so weit wie möglich aus deinem Ernährungsplan zu streichen, d.h. keine Chips, keine Nudeln, keine Kekse, keine Süssigkeiten, kein weißer Zucker, kein Mehl etc. -->sprich alles, was im Supermarkt zu finden ist, in der Natur in solch einer Form jedoch nie vorkommen würde.

Dafür viel Gemüse, Fisch, Fleisch, wenig Obst, Naturjoghurt (keine überzuckerten Joghurts), wenig Milchprodukte, viel Nüsse. 

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