Wie schlimm ist es diabetes (DM typ1) zu haben, was macht es so schlimm?

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8 Antworten

Immer kommt dieser Spruch "mit Diabetes kann man 'normal' leben. Klar.....bis ich mein Essen 1. abgewogen habe, 2. auf den Verpackungen geguckt habe wie viel Gramm wie viele Kohlenhydrate haben, 3. ich das alles ausgerechnet habe, 4. gemessen und 5. gespritzt habe...ist mein Essen kalt. Wenn dir jemand mal ein Bonbon anbietet, dann musst du leider ablehnen, wenn nicht ganz zufällig draufsteht wie viel 1,2 oder 3 Stück haben. Ständig musst du das ganze Zeug (Spritze/Messsachen/Traubenzucker ) mit dir rum schleppen. Wenn du überzuckert oder unterzuckert bist gehts dir schlecht Wenn du mal auswärts essen oder trinken gehen willst, dann musst du schätzen wie viele Kohlenhydrate das wohl haben KÖNNTE und wenn du Pech hast, dann verschätzt du dich. Ständig wirst du gefragt wie denn dein Zucker ist. Und wenn du mal Übelkeit hast oder etwas anderes ist, dann muss es direkt am Zucker liegen. Wenn Zucker zu hoch ist, dann bin ich sehr reizbar. Wenn ich dann mal schlechte Laune habe fragt meine Mutter mich, ob ich überzuckert bin. Und bei Alkohol musst du ganz besonders aufpassen. 

Das ist Diabetes! Ich hasse es. 

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Hallo!

Heutzutage kann ein Typ 1 Diabetiker, mit ein wenig Disziplin, fast ganz normal leben. Er muss eben regelmäßig seinen Blutzucker kontrollieren und Insulin spritzen. Je mehr ein Diabetiker über seine Erkrankung weiß, desto besser wird er mit ihr zurechtkommen.

Bei mir ist das berechnen der BE (Broteinheiten), das Messen und Spritzen schon sehr lange zur Routine geworden. Es geht vollkommen automatisch. :)

Diabetes ist leider eine trügerische Krankheit. Sie tut kaum weh und man bemerkt hohen Blutzucker oft lange nicht. Tragisch sind eigentlich die Spätfolgen, bei laufend hohen Blutzuckerwerten! Sie reichen von schmerzhafen Nervenschäden über Sehschäden bis hin zur Erblindung, Nierenschäden bis zur Dialyse und dem diabetischen Fußsyndrom - offene Wunden die sehr schlecht verheilen bis zur Amputation.

Nicht zu vergessen das erhöhte Schlaganfall und Herzinfarkt Risiko.

Diabetes wird als bei den Folgeerkrankungen viel schlimmer, als die eigentliche Erkrankung selbst! Deshalb sind gute Blutzuckerwerte ein absolutes Muss.

Ich hoffe, das hilft dir weiter!

Gruß Lirin

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Als Typ 1 Diabetiker musst du dich ständig mit deiner Krankheit auseinandersetzen. Blutzuckerschwankungen können zu Folgeschädigungen von Nieren, Nerven, Augen etc führen. Heißt also: Ein Typ 1 Diabetiker muss auf seinen Blutzucker achten, sich gut mit dem Diabetes auskennen. Das ist grob das Besondere, ansonsten führt ein Diabetiker auch ein ganz "normales" Leben wie jeder andere auch. Wenn du weitere Fragen hast, bitte frage. Ich antworte gerne. 

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Ich finde es ziemlich nervig , weil 1. Das stänige pieksen nervt 2. Weil man anfällig für andere autoimmunkrankheiten ist (hab inzwischen 4) 3. Das berechnen von dem essen nervt also man kann nie ohne sich gedanken zu machen was essen 4. Es geht einem oft schlecht (hypos , keton ... ) kommt bei mir hetzt auch nicht oft vor , aber wenn dann geht es einem schlecht 5. Es ist für immer

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Es kommt auf die Person an, wenn du ordnungsgemäß dein Blutzucker immer kontrollierst, nicht vergisst dein Insulin zu spritzen und selbstverständlich immer zum Diabetologen gehst, dann hast du genau die gleichen Lebenserwartungen wie ein normaler Mensch. Denn ohne Disziplin, können Folgeerkrankungen entstehen die deine Lebenserwartung beeinträchtigen.

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man ist lebenslang auf Insulinspritzen (mehrmals am Tag) angewiesen, ohne stirbt der Mensch

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Diabetes Typ1 hat man in vielen Fällen seit klein auf oder halt in jungen Jahren. Typ 1 ist IMMER Insulinpflichtig. Und im Endeffekt ist Typ 1 und 2 schlimm. Weil es die Nerven schädigt.

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In Deiner Bauchspeicheldrüse gibt es Betazellen, die für die Proktion von Insulin zu ständig sind. Insulin ist ein Hormon, das dafür sorgt, das Zucker in Deinem Blut in die Zellen transportiert wird.

Typ1 Diabetiker bekommen ihre Diabetes meist sehr jung. Das geschieht in der Regel durch eine Autoimunerkrankung. Das bedeutet, dass das Imunsystem die Betazellen als Fremdkörper "erkennt" und sie zerstört.

Typ 1 Diabetiker haben dadurch gar kein Insulin, während Typ 2 Diabetiker in der Regel noch Insulin haben, aber zu wenig davon. Da kommt es dann drarauf an, wieviel noch produziert wird. Je nachdem reicht sportliche Betätigung und gesunde Ernährung aus, oder Tabletten (wie Metformin) - evtl. auch in Kombination mit einem LangzeitInsulin wie Lantus oder eben Insulin spritzen.

Bei Typ 1 Diabetikern kommt oft noch hinzu, das der Blutzuckerspiegel manchmal trotz korrektem messen und spritzen verrückt spielt und sie häufiger Hypos und Hypers haben als Typ 2er, was zu Spätfolgen führen kann und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht.

Wenn Du mehr wissen willst, such einfach mal im Internet, dort gibt viele sehr gute Erklärungen dazu.

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