Frage von christl10, 28

Wie schafft man zu Lebenszeit die 2. Million € sicher, wenn 1. Million schon vorhanden ist?

Mein Freund hat sich durch viel Mühe und Fleiß mit 40 Jahren schon die erste Million Euro erarbeitet. In den letzten 8 Jahren ist es nicht mehr wirklich viel mehr geworden, denn er hat sich zur Ruhe gesetzt. Derzeit kann er trotzdem nach Abzug aller Ausgaben in Zukunft immerhin 15.000€ im Jahr sparen. Wenn wir von einer Lebenserwartung von 80 Jahren ausgehen, käme dann noch ein Ersparnis von 480.000€ dazu. Rechnung: 80 Jahre minus Lebensalter = 32 x 15.000€ = 480.000€. Dann wäre er aber erst bei einem Vermögen über ca. 1,5 Mio €. Ziel ist es mit dem Ableben ein Vermögen von mind. 2 Mio€ zu besitzen, wenn wir annehmen, daß sonst keine unerwarteten Sonderausgaben auf einem zukommen. Wie schafft man die 2. Million, wenn die derzeitige Vermögensaufteilung wie folgt ausschaut:

Eigene Immobilie: 35% Vermietete Immobilien: 15% Anleihen: 3% Aktien: 12% Fonds: 8% Lebensversicherungen: 15% Sparverträge + Festgeld + Tagesgeld: 12%

Was sollte geändert werden oder in Angriff genommen werden um in den nächsten 32 Jahren auf die 2. Million zu kommen. Wie würdest Du vorgehen? Konservative und sichere Vorschläge gesucht!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von AnnaStark, 27

Ich wunderte mich zunächst, solche Frage von Dir als erwiesener "Fachmann" hier zu lesen :-)

Meine Meinung: Du/Ihr seid sehr gut dabei mit den Anlagen, wobei ich Neuanlagen nicht mehr in LV machen würde, die rentieren sich nur noch bei Altverträgen, diesen Anteil würde ich in "vermietete Immobilien" zuschlagen.

Aber vergesse nicht trotz Kinder. Lebe Dein/Euer Leben, ich bin auch schon über 60 und gönne mir alles, worauf ich Lust habe, habe jahrelang auch gespart, nun ist vorbei damit, OHNE übermütig zu werden.

Alles Gute und Toi Toi Toi

Kommentar von christl10 ,

Auch als Fachmann ist man mal mit seinen Ideen am Ende, vor allem dann wenn es keine Zinsen mehr gibt. In Aktien und Fonds wollte ich nicht mehr gehen, da mir das Risiko zu groß ist. Aber letztendlich werde ich nun doch in diese Anlageform investieren müssen, da ich keine alternative sehen. Werde immer wieder mal Ausschau nach einer Immobilie halten, aber das Angebot ist rar und wenn es mal was gibt ist es viel zu teuer. Ich zahle nicht jeden Preis, vor allem dann nicht wenn es Fantasiepreise sind. In LV werde ich natürlich nicht mehr gehen, da sie sich seit 2005 nicht mehr lohnen, aber danke für den Hinweis. Zudem werden wir unseren beiden Kindern immer mal unter die Arme greifen, daher wird sich unser Vermögenszuwachs in Grenzen halten. 

Kommentar von AnnaStark ,

Betreffs vermiete Immo hab ich gute Erfahrungen gemacht mit Immoblienscout24.de . Gib da einen Suchauftrag ein mit Obergrenze Preis etc., dann bekommst Du immer Mail, wenn was neues reinkommt. So hatte ich in den letzten Jahren mehrmals das "Glück" vermietete ETWs für unter 1.500,-/qm (in Berlin) zu bekommen. Inzwischen sind die Immopreise aber auch in Berlin rasant nach oben, unter 2.000,- ist nichts mehr zu bekommen, aber das ist auch noch im Rahmen, wenn die Mieteinnahmen okay sind.

Antwort
von RudiRatlos67, 20

Ihr seit sehr gut aufgestellt,  das Kapital ist diversifiziert so wie es sein sollte. Zwei Dinge seien dazu gesagt,  wir hatten in den letzten 3 Jahren eine Stagnation am Kapitalmarkt.  Es gibt Zeiten in denen man mehr gewinnt und Zeiten in denen man keine Gewinne oder gar Verluste macht. Das wird euch in den nächsten 30 Jahren noch zwei mal passieren. 

Die andere Sache ist das auf lange Sicht gesehen Fonds und Aktien zwangsläufig gute Gewinne erzielen werden. Evtl. Ist das Portfolio von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand zu stellen. 

Einzige Alternative ist das Traden der Kapitalmarktprodukte,  aber das erfordert unendlich viel Selbstdisziplin und einen hohen fachlichen Wissensstand.  Dabei sind durchaus Renditen von 100% möglich aber das Risiko ist einfach um ein vielfaches höher als bei langfristigen Anlagen. Daher meine Empfehlung....  Schuster bleib bei deinen leisten.  Die Gewinne kehren schon zurück.

Kommentar von christl10 ,

Wir haben Im Dezember wieder zwei Lebensversicherungen + Festgelder fällig. Es steht zur Debatte 10% wieder anzulegen. Ich nehme an es wird in Richtung Aktien / Fonds gehen, da Immobilien derzeit unerschwinglich und viel zu teuer sind. Zudem noch viel zuviel Kapital binden. In meiner Aktienanlage waren wir trotz Börsenerfahrung in den letzten 6 Jahren erfolglos. Wir haben damit kein Geld verdient. Immer wieder hatten wir Positionen wie Kali & Salz und andere die uns die Performance versaut haben, daher haben wir mit Einzelaktien nichts verdient. Erfolgreicher waren wir mit Fonds. Hier liegen wir dick im Plus. Die Frage ist, sollen das freiwerdende Geld wieder in Einzelaktien anlegen, wenn ja, welche? Oder macht es Sinn es sicherer in Fonds anzulegen, wenn es mal wieder eine Korrektur gibt. Dann haben wir nämlich immer wieder mal Fonds nachgekauft und somit einen günstigen Einstandspreis erzielt. Eine Alternative gibt es nicht, denn es gibt sonst nirgends Zinsen. 

Kommentar von AnnaStark ,

Mir gings z.T. auch so mit Einzelaktien. Nun nehme ich grundsätzlich nur welche mit hohem Handelsvolumen, da ist die Chance größer, mal ein Tief durchzustehen. Vor allem hab ich mich auch auf USA-Aktien spezialisiert, die größere Bewegungen haben.

ich schau öfters mal da rein, da hab ich mir bis jetzt die besten Tips geholt:     http://finviz.com/screener.ashx?v=211&f=an_recom_buy,cap_mid,sh_price_o20,ta...

Kommentar von meerwind7 ,

Hauptsache, Du kaufst keine Aktien, die "irgendjemand" empfohlen hat, oder die gerade en vogue sind (Tesla ...). Ein Urteil zu  Tesla ist damit nicht verbunden.

Antwort
von Schlauerfuchs, 12

Ich würde mit der Million eine AG gründen, nicht Börsenotiert und mich selbst zum Vorstand ,machen .

Hat viele Steuerliche und Sozialversierungsrechliche Vorteile, so ist ein Vorstand selbst wenn er noch zusätzlich in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis steht nicht Rentenversicherungspflichtig.

Der Arbeitgeber muss ihm den Beitrag zu Rentenversicherung mit dem Lohn ausbezahlen. 

Ziel der AG ist der Ankauf von Aktien und Rohstoffen ,würde 500000 in Daxwerten gemischt zur Sicherheit anlegen und langfristig abwarten.

Mit den anderen 500000 würde ich seltene Erden ,wie z.B Tantal und so kaufen und bei Kursprüngen wieder verkaufen und dies Hauptberuflich machen .

Ok ist auch ein gewisses Risiko dabei und Fachwissen und nicht unerheblicher zeitlicher Aufwand dabei, aber sehr interessant mit guten Chancen die 2. Million in 5 bis 10 Jahren zu haben und wenn es schief geht hat man zumindest noch die Hälfte.

Antwort
von meerwind7, 8

Aufgabe ist nicht zu lösen. Sicherheit und Rendite gibt es nicht gleichzeitig.

Ich würde aber den Aktienanteil erhöhen, den Geldanteil (da ist nur der reale Verlust sicher) reduzieren. Warum nicht die Kali+Salz behalten? Eventuell einfach ein paar Aktien eines Fonds einzeln ins Portfolio nehmen, und vor allem nicht damit herumtraden.


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