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Wie schafft man etwas mehr "Familie"?

gefragt von SiriSyne am 24.06.2008 um 1:19 Uhr

Hallo, wir sind eine kleine "Familie". Mein Freund steht 6:30 auf, ist 10 Minuten später weg und kommt abends gegen 19:30 wieder. Unsere Tochter ist bald 21 Monate alt und wir beide stehen gegen 7:30 auf und eigentlich geht sie gegen 19 Uhr (zZt später) ins Bett. Mein Freund hat sein Geld von seiner Arbeit und ich habe meins, zahle damit aber Miete, Essen und so ziemlich alles, ausser seiner Versicherung und seinem Autozeugs. Wir leben irgendwie aneinander vorbei und "sehen" uns mehr oder weniger nur am Wochenende. Das Gefühl von Zusammengehörigkeit ist recht hm.. wenig vorhanden. So, lange Rede.. Was können wir machen, damit es familiärer wird? Wie habt Ihr das denn so gemacht?


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Wieselchen1
beantwortet von Wieselchen1 am 24. Juni 2008 01:27
3x
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So wie sich deine familiäre Situation im Moment darstellt, drängen sich mir gleich mehrere Fragen auf. Warum bezahlst du alles und er nur seine Versicherung und sein Autozeugs? Muss er so lange arbeiten? Das sind ja 13 Stunden, die er da aus dem Haus ist. Kann er sich nicht nach etwas umsehen, wo er weniger arbeiten muss? Am Geld scheint es bei euch doch nicht zu mangeln... Was macht ihr denn dann am Wochenende?

Für mich hört sich eure Beziehung eher wie ein Fragmentwerk an. Wenn ihr an dieser Einstellung zum Job nichts ändern könnt/wollt, dann bleiben euch nur die Wochenenden, an denen ihr unbedingt gemeinsame Unternehmungen (Fahrradtour, Schwimmengehen, Spielplatzbesuche, gemeinsam Spielen, toben, essen, kuscheln) zelebrieren solltet. Dann bleibt euch nur, jedes Wochenende zu einem kleinen Fest zu machen.

LG

Wieselchen

Kommentar von SiriSyne am 24. Juni 2008 02:02

naja man kann nicht sagen, dass wir genug hätten, wenn nur einer arbeiten würde. aber mir ist grade bewusst geworden, dass ich schon schwierigkeiten habe, meine arbeit runter zu fahren.. da ich von ihm kein gefühl der sicherheit bekomme. und ich weiß nicht, ob er weniger arbeiten könnte bzw ob er sic überhaupt gedanken gemacht hat, dass er ja fragen könnte.. das wochenende naht, da können wir dann reden.. neben dem auto oder so ;)

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 24. Juni 2008 02:16

Nicht nur reden können.... ihr müsst reden, unbedingt. Da ist offensichtlich großer Gesprächsbedarf.

Ich drück dir die Daumen.

LG

Wieselchen

Kommentar von SiriSyne am 24. Juni 2008 13:51

Danke :)


Lissa
beantwortet von Lissa am 24. Juni 2008 01:26
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Ich habe gerade wegen deiner Frage einige Artikel gelesen und diesen hier finde ich empfehlenswert: http://www.familienhandbuch.de/cmain/fAktuelles/aPartnerschaft/s_1320.html

Kommentar von Simple_avatar4smallLissa am 24. Juni 2008 01:32

Und zum Thema Geld:

"Wenn's um Geld geht, hört die Freundschaft auf", sagt der Volksmund. Umfragen belegen, dass an Geldfragen nicht nur Freundschaften, sondern allzu oft auch die Liebe zerbricht. Nach Eifersucht ist Geld das Thema, um das am meisten gestritten wird.

Bei jedem dritten Paar meinen die Partner, dass der andere das Geld für die falschen Dinge ausgibt. In jedem vierten Paar hält der eine den anderen für einen Verschwender, und bei jedem fünften Paar kracht's, weil zu wenig Geld da ist.

Dabei stehen hinter dem Krach oft ganz andere Motive, die über Geld ausgetragen werden. Geld ist nämlich viel mehr als die Scheine und Münzen, die die Ladentheke beim Einkauf wechseln, die Kreditkarte oder die Summe auf dem Konto. Geld dient als

  • Garant für Sicherheit,

  • Ersatz oder Mittel für Liebe, Anerkennung und Glück,

  • Maßstab für Erfolg, Leistung und sozialen Status sowie als

  • Inbegriff für Freiheit und Unabhängigkeit.

Klare Vereinbarungen

Die Qualität einer Partnerschaft zeigt sich daran, wie beide mit dem Geld umgehen. Wenn Sie noch am Anfang einer Partnerschaft stehen, schaffen Sie von vornherein klare Verhältnisse. Die Liebe und der gute Wille am Anfang sind eine gute Basis, um den Sprengstoff zu entschärfen, der in diesem Thema liegt. Viele Partner spüren ihn und würden ihn am liebsten umgehen.

Am Anfang einer Beziehung ist es klar, was wem gehört. Erstellen Sie ein Inventar über Ihr Vermögen und Ihre Wertsachen. Sollte es später einmal zum Streit oder gar zu einer Trennung kommen, ersparen Sie sich damit viele unnötige Reibereien.

Als nächstes ist es wichtig, sich darauf zu einigen, wie Sie mit den gemeinsam erworbenen Gütern verfahren wollen. Sie können vertraglich eine Gütertrennung vereinbaren, d.h., dass jedem das gehört, was er erwirbt. Oder Sie können sich auf eine Gütergemeinschaft verständigen. Im diesem Falle wird bei einer späteren Trennung das Erworbene je zur Hälfte auf die beiden Partner verteilt.

Welche Variante Sie bevorzugen, hängt u.a. davon ab, wie viel jeder an Einkommen und Vermögen in die Beziehung hineinbringt - und wie realistisch Sie sich mit der Frage auseinandersetzen, dass das gute Einvernehmen durch die Anforderungen des Alltags Schaden nehmen kann. In der Phase der Verliebtheit schiebt jeder gerne diese Frage weit von sich, auch weil der andere dies als mangelndes Vertrauen in die eigene Liebe und die gemeinsame Zukunft ansehen könnte. Doch gerade das ist der Zeitpunkt, an dem Sie sich noch am ehesten über solche kniffligen Fragen verständigen können. Wenn es erst einmal kriselt, werden aus Geldfragen schnell Machtfragen.

Finanzielle Freiheit

Ob Doppelverdiener oder Partnerschaft mit Alleinverdiener - am besten ist es, wenn Sie drei Konten einrichten: dein, mein und unser Konto. Für die eigene Würde und den eigenen Selbstwert ist es notwendig, dass jeder über eigenes Geld nach eigenem Gutdünken verfügen kann. Wenn Sie als Frau um jeden Pullover betteln müssen, ist der Konflikt vorprogrammiert. Und auch wenn, im selteneren Falle, Sie als Mann Ihre Partnerin nicht einmal zum Essen einladen können, ohne vorher um Geld zu fragen, werden Sie diese Geste nicht genießen können. Größere Ausgaben wie Auto, Möbel oder Computer sollten Sie allerdings gemeinsam besprechen.

... weiter geht es hier: http://www.familienhandbuch.de/cmain/fAktuelles/aHaushalt/s_743.html

Kommentar von SiriSyne am 24. Juni 2008 01:50

der link ist gut und ich sehe schon ein paar gute ansätze für uns. auch das mit dem gemeinsamen konto ist eine gute idee. werd's vorschlagen.


mischok
beantwortet von mischok am 24. Juni 2008 01:27
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ein partnerabend am samstag nachdem die kleine schläft.....
ich kann dir auch nichts weiter vorschlagen, als das wochenende voll auszunutzen und gemeinsame urlaube zu planen.

Kommentar von SiriSyne am 24. Juni 2008 01:54

momentan bleibt uns wohl nicht viel übrig. es ist nur schwierig, wenn einer sich nach nähe sehnt und der andere lieber stundenlang rumradeln will, weil er unter der woche keine bewegung hat. oder ich zb auch mal nur für mich sein will. ^^ wir sind einfach noch zu sehr selbstorientiert, merken aber, dass das so nicht harmoniert. das nennt man dann wohl beziehungs"arbeit"..


anonym
beantwortet von jotde01 am 24. Juni 2008 01:35
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Es hört sich ja fast so an, als ob dein Freund nur Untermieter in deiner Wohnung ist - da ist wirklich schwer zu raten, denn ich kenne eure Interessen nicht (außer zu arbeiten) und so bleibt wohl wirklich nur das Wochenende, das man/frau vielleicht mal durch einen Urlaubstag zu einem langen Wochenende machen kann.

Kommentar von SiriSyne am 24. Juni 2008 01:58

ehrlich gesagt verhält er sich auch "nur" so. es war so, dass er zu mir gezogen ist, diplomarbeit gemacht hat und ich immer alles andere gemacht habe. arbeit, alles bezahlt, uns beide durchgefüttert, dann schwanger geworden, kind bekommen und sofort nach mutterschaftszeit wieder gearbeitet, weil er's nicht hinbekommen hat, sich in der zeit nen job zu suchen.. nun hat er einen (seit fast 4 monaten) durch den er aber so lange weg ist. und alles andere ist so weitergelaufen, wie bisher.. arbeit ist nicht unser hauptinteresse ;-) ich genieße am liebsten die zeit mit unserer tochter :) ich denke ein gutes gesprach wird da viel helfen. aber wann? ;-)


blumenfrau
beantwortet von blumenfrau am 24. Juni 2008 06:38
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Moin! Sieht er das "Problem" denn auch? Hast Du ihn schon mal drauf angesprochen??? Du kannst ja ziemlich konkret benennen, was dich an der momentanen Situation stört und das wäre doch ein guter Ausgangspunkt, um darüber zu sprechen und es in die Tat umzusetzen, aber dafür bräuchtest Du deinen "Partner" UND seine Bereitschaft, an der derzeitigen Realität zu arbeiten... ich denke nicht, daß es mit einem Partnerabend oder einem "Spaß-WE" bei euch nicht getan wäre; für mich klingt das eher nach "Ich muß meine Familie und meine Rolle darin annehmen" und das ist ein langwieriger Prozes, vor allem, wenn ich mir dessen nicht bewußt bin... Grüße und bis denn





maiki01
beantwortet von maiki01 am 24. Juni 2008 07:08
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reden, reden und nochmals reden


anonym
beantwortet von Jenny2027 am 24. Juni 2008 07:09
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versuch doch mal mit ihm zu reden, dass hilft immer^^

Kommentar von SiriSyne am 24. Juni 2008 13:50

jaaaa diese idee habe ich schon oft gehabt und die ersten schritte auch gemacht. dann wurde ich mit "war'n langer tag, können wir n anderes mal machen.." "erst nen runde radeln, danach können wir ja noch.." abgespeist. war da auch nicht so hartnäckig, muss ich leider zugeben. da habe ich mich noch gefragt, ob das denn wirklich nötig ist, vielleicht sehe ich das ja alles zu eng. mittlerweile seh ich auch ein, dass es wichtig ist. wie er das sieht? woher wissen, wenn er nichts sagt? ich habs jetzt so gemacht, dass ich ihm eine email geschrieben habe (traurig, oder? trotzdem erreiche ich ihn so am besten..) und ihm ein paar meiner ansichten (keine vorwürfe, nur ansichten und fragen nach seinen ansichten gefühlen..) ob wir das gemeinsam machen wollen und uns auch mal richtig und nicht immer so oberflächlich unterhalten können. anwort hab ich noch keine. to be continued ^^


sunnyberlin
beantwortet von sunnyberlin am 24. Oktober 2008 13:55
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Wenn ich das so lese, kommt es mir sehr bekannt vor. Allerdings sollte man bei Männern vorsichtig mit dem "reden" sein. Die meisten Männer stehen nicht auf ellenlange Diskussionen. Und meiner hat auch oft nur gesagt: "Ich weiß gar nicht, was Du von mir willst." Ich habe das Gefühl, dass er nach einiger Zeit nicht mehr aufnehmen kann, was ich zu erklären versuche und dann die Schotten dicht macht. Ich bin auch immer die, die das Gespräch sucht. Von ihm kommt nichts. (Ist doch alles in Ordnung). Er ist auch der Meinung, ich hätte keine Zeit für Ihn, weil ich die Kids (meine) ins Bett bringe und dann erst wieder Zeit habe. Und Gespräche nach 22:00 gehen bei ihm auch nicht, da er dann nicht mehr aufnahmefähig ist. Habe dann mal gefragt, wann wir uns unterhalten können. Er hat 05:00 Uhr früh vorgeschlagen und ich bin extra früher aufgestanden. Eine Stunde geredet und sind trotzdem nicht zu einer Lösung gekommen, wie wir mehr Zeit miteinander verbringen können. Er ist auch meist von 07:00 bis 19:00 Uhr außer Haus und danach vor dem PC oder TV. Ist für mich sehr frustrierend.





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