Frage von Fluorsulfon, 116

Wie schafft man es nicht Suechtig zu werden?

Guten Abend,

mir geht schon die ganze Zeit die Frage durch den Kopf, wie man von einer bestimmten Substanz ( hier: Nikotin ) nicht abhangig wird. Klar nicht anfangen ist das beste, aber im Falle, man will ab und an eine, wie schafft man es, dass man sich nicht der Sucht hingibt.

Gruss Fluorsulfon

Antwort
von km11111, 54

Hallo!

Da Sucht (hier stoffgebundene Abhängigkeit) eine Hirnveränderung durch Konsum ist, kann sich letztlich niemand davor schützen, außer eben, nicht zu konsumieren.

Wille oder Charakterstärke usw. haben damit nichts zu tun.

Das Ausmaß und die Zeit, in der diese Hirnveränderung stattfindet, hängt neben der Konsummenge auch von anderen Faktoren bzw. Risiken ab. Insbes. wenn eine Stimmungsveränderung und/ oder Angst- und/oder Spannungsreduktion durch den Konsum erreicht wird, steigt das Risiko dieser Hirnveränderungen. Insofern kann Verzicht auf diese Wirkungen das Risiko einer Abhängigkeit verringern. 

Letztlich hängt die Entwicklung einer Abhängigkeit aber von der individuellen genetischen Disposition ab. Deswegen kann der eine jahrelang Kette rauchen und wird nicht abhängig, sondern entwickelt nur eine Verhaltensgewöhnung, die man mit Disziplin und Willen abgewöhnen kann, der andere ist aber schon nach kurzer Zeit "drauf" und kann auch mit mehreren Programmen, Anläufen mit Medikamenten usw. nicht aufhören, egal wie willensstark er sonst ist, auch wenn er schon ohne Kehlkopf, ohne Beine usw. im Rollstuhl sitzt. Das individuelle Risiko kann man eben (noch) nicht bestimmen. Daher kennt niemand sein persönliches Risiko. 

Außerdem unterscheiden sich natürlich Substanzen. Nikotin macht schneller abhängig als Alkohol z.B.

VG

Kommentar von Nirakeni ,

Gut erklärt. Ist es denn erwiesen, dass genetische Anlagen das Suchtpotential beeinflussen? Früher war es eine Annahme, die ich persönlich für wahrscheinlich hielt. (Habe in meiner Berufstätigkeit derzeit eine Zusatzausbildung als Suchtkrankenhelferin gemacht).

Kommentar von km11111 ,

Ja. Zwar gibt es noch viel zu forschen, aber diese Grundlage ist gesichert. Sowohl was die Entwicklung durch Hirnveränderungen bedingt als auch weitere genetisch disponierte Faktoren (Transmittersysteme, Rezeptorstrukturen, enzymatische Prozesse, Alkoholabbau usw.). 

Antwort
von Wuestenamazone, 45

Ich rauche seit Jahren 3-4 Stück am Tag. Es werden nicht mehr sondern eher weniger. Aber das beste wie du sagst gar nicht anfangen

Kommentar von Fluorsulfon ,

Alles klar vielen Dank fuer die Antwort, nur wie hast du es geschafft?

Kommentar von Nirakeni ,

Wohl ohne dass das Suchtpotential (im Gehirn) bei ihm/ihr nicht extrem ausgeprägt ist. Das ist bei nur wenigen Menschen so. Bei den meisten Menschen entsteht bei bestimmten Substanzen, wie Nikotin, eine unfreiwillige Abhängigkeit.

Kommentar von Nirakeni ,

Und schon bei den kleinsten Gaben. Bei Crystel, Kocain, Heroin genügt schon eine einmalige Einnahme.

Kommentar von Moneymark79 ,

Das stimmt so nicht... Ich bin ebenfalls Suchtkranken Helfer und ehemaliger Konsument. Es gibt keine festen Regeln für die Abhängigkeit...ich bin nicht abhängig von Koks oder H obwohl ich das mal probiert habe...

Antwort
von DieimmerLacht, 47

Ich denke, wenn du manchmal (zb jede Woche eine oder so rauchst oder nur zu feiern) du nicht süchtig wirst. Ich kenne viele die nur manchmal rauchen.

Antwort
von schmusemauseins, 39

Rauchen ist eigentlich keine sucht rauchen ist Langeweile Beschäftigung es ist Finger und Mund Beschäftigung ich würde dir raten wenn du ab und zu eine rauchst und aber dann denn drang hast wieder eine zu rauchen dann schnapp dir Kaugummi und was für die Finger das die beschäftigt sind!

MFG 😊

Kommentar von Nirakeni ,

Rauchen macht süchtig. Du bist wohl Nichtraucher.

Antwort
von NichtZwei, 37

Sucht hat etwas mit Suchen zu tun, das sagt schon das Wort. Auch hat es mit der Kindheit zu tun und der Liebe zu der Mutter's Busen. Wenn du den Schnuller verschmaehst, weil du an den heiligen Nippeln nicht mehr saugen kannst, dann nimmst du deinen Daumen. Aber irgendwann ist auch das passe, dann wird dir jeder sagen: Du in deinem Alter kannst doch nicht mehr am Daumen lutschen, also suchst du eine Ersatzbefriedigung, und fuer viele wird es dann die Zigarette, weil niemand dann mehr Fragen stellt. du saugst  intensiv, das macht Spass, keinem musst du etwas erklaeren wie als Kind! Soweit so gut, nun erkennst du, dass Mutters Brust einfach herrlich war, immer trinken, Nahrung und voellige Befriedigung, die aber gibt es nun als Erwachsener nicht mehr, nun suchst du die Befriedigung dort draussen in der Welt, immerzu, einfach sein und nuckeln, aber es ergibt sich nie etwas, alles fad, langweilig, keine absolute Freude. Um diese freudige Befriedigung zu finden, musst du nun nach Innen gehen statt nach Aussen, um sie wieder zu finden. Alle suchen Aussen nach dem Glueck, aber es ist schon in ihnen selbst. Die Mutterbrust ist in dir selbst, nicht in Zeitungen, Magazinen oder sonstwo, wo du versuchst danach zu suchen. Alles Gute!

Kommentar von km11111 ,

Sucht meint nicht suchen, sondern siechen (also leiden).

Kommentar von Nirakeni ,

Nette Erklärung. Klingt nach einer psychologischen Begründung für Suchtverhalten.

Doch Sucht, süchtig sein, ist ein PHYSIOLOGISCHER Vorgang im Gehirn.

Einfach erklärt: Das Glückshormon Serotonin wird durch das Suchtmittel (z.B. Nikotin) dabei ausgeschüttet und dockt an Rezeptoren an und bleiben daran hängen. Je kürzer sie hängen bleiben, umso schneller ist das Verlangen nach der Serotoninausschüttung  wieder da. Die Folge, der Mensch befriedigt das Verlangen durch wiederholte Gaben des Suchtmittels. Er selbst hat keinen Einfluss auf die Vorgänge in seinem Gehirn.

Warum der eine abhängig wird und ein anderer nicht, daran wird noch geforscht. Der User km11111 hat das gut erklärt und deutet eine genetische Anlage an.

Übrigens: Auch bei Depressionen spielt die Serotoninausschüttung im Gehirn eine große Rolle.

Antwort
von sepki, 40

Disziplin/Selbstbeherrschung.

Gar nicht erst anfangen.

Antwort
von pelzhase, 6

Genau, nicht rauchen, wenn doch, dann die Abstände kontrolliert groß haten und leichte Zigis rauchen. Sobald Du intensives Verlangen danach hast, bist Du im Club.

Antwort
von RingelMatz, 5

Das schaffst du nur mit Charakterstärke und einem eigenen festen Willen.

Antwort
von HyPiiiX, 44

Es kommt vorallem auf deinen Charakter an. In diesem Falle ist es die Selbstbeherrschung die sich davon abhält süchtig zu werden.

Mit einer gewissen Selbstbeherrschung kann man nichts falsch machen und du kannst dann auch ab und zu eine rauchen ohne direkt süchtig zu werden. Am besten ist es immernoch garnicht erst anzufangen ^^

LG

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