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Wie schafft man es als Freiberufler seine Kunden zur regelmäßigen Zahlung der Rechnungen anzuhalten?

gefragt von aroundtheworld am 05.03.2007 um 12:13 Uhr

Wie bei vielen Freiberuflern ist auch bei mir die echte Zahlung des Kunden der echte Abschluss des Auftrages. Leider ist das aber zu oft mit viel Aufwand und Nachfassen verbunden. Wer hat paxiserprobte Tipps abseits der Einschaltung eines teuren Anwalts.

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dock69
beantwortet von dock69 am 5. März 2007 12:41
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Vorkasse ist das stressfreieste Mittel. Damit ist man vor Zahlungsausfall und dem zeitraubenden und nervigen "Hinterherbetteln" geschützt. Große Unternehmen zahlen in der Regeln nicht per Vorkasse. Da sollte man zumindest auf korrekte Aufträge und Liefernachweise achten, um im Zweifel das ganze gerichtsfest zu haben. Bei Rechnungszahlern kann man einen Skonto berücksichtigen, falls sie sofort überweisen. Wenn ein Kunde nicht zahlt, gebe ich es direkt zu einer Kanzlei. Die berechnen alle ihre Kosten für Mahnbescheid, Gericht usw. direkt dem säumigen Zahler. Das funktioniert natürlich nur, wenn der Säumige nur zahlungsunwillig, aber nicht insolvent ist. Sonst bleibt man auf seinen zusätzlichen Kosten sitzen. Man sollte sich also schon seine Kunden gut aussuchen.


Kala44
beantwortet von Kala44 am 5. März 2007 12:27
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Ich kann nur aus 2.ter Hand erzählen von meinem Schwager und dessen Bruder die als Schlosser zusammen selbstständig sind und dies Thema unlängst auf dem Tisch kam. Die beiden machen normale Schlosserarbeiten,auch in grosse Umfang, und bauen Bootsanhänger für Autos.Auch sie klagten über die schlechte Zahlungsmoral mancher Kunden und mittlerweile hat es scheinbar Schule gemacht bei Kunden einfach Vorkasse zu verlangen.Zumindest einen gewissen Betrag wie sie sagten. Voraussetzung ist, es ist kein Kunde der sonst immer zahlt und viel machen lässt.Und bis jetzt haben die Kunden entgegen aller Annahmen sehr positiv darauf reagiert und zeigten Verständnis da ja auch ein Dienstleister,egal welcher Art,seine Rechnungen bezahlen muss. Ob dies für jeden machbar ist oder auch gewollt wird hängt wohl vom Anbieter selbst ab. Selbst habe ich nur erlebt das man bei vielen Sachen die man auch nur kauft zb.einen gewissen Betrag anzahlen muss. Ob das so umsetzbar ist mag jeder für sich entscheiden oder probieren. LG KAla44


anonym
beantwortet von aaaha am 5. März 2007 13:40
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Ein Spezl von mir arbeitet in einer etwas größeren Autowerkstatt. Sie haben vor ca. einem Jahr interne Richtlinien eingeführt, dass jeder Kunde, der einmal nicht innerhalb der Zahlungsfrist gezahlt hat, sofort auf Vorkasse "gesetzt" wird. D.h. jede weitere Ausgangsrechnung, die auf diesen Kunden läuft, muss vorab von ihm beglichen werden.

Klar, dass der eine oder andere damit nicht einverstanden ist. Dass aber unter diesen das eine oder andere schwarze Schafe aussortiert wird, ist klar.

Der Verlust von evtl. treuen Kunden steht aber im guten Verhältniss mit der Zeit die erbracht werden muss, dem säumigen Geld hinterher zu laufen.


anonym
beantwortet von Bikerbarde am 5. März 2007 14:58
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Ich halte die Vorauskasse für wenig kundenfreundlich, evtl. verliert man dadurch sogar den einen od. anderen Auftrag. Meine Erfahrung ist, dass konsequentes professionelles Vorgehen auf lange Sicht die beste Lösung ist. Also: Skonto für Sofortzahler (z.b bei Zahlung innerhalb von 3 Tagen), Zahlungsziel (z.B. Zahlung innerhalb von 8 Tage, ohne Abzug) auf der Rechnung angeben und dann sofort und konsequent mahnen. 1. Mahnung ist gebührenfrei als Zahlungserinnerung ausgelegt. 2. Mahnung mit Gebühren, 3. Mahnung mit Gebühren und Ankündigung des Mahnbescheids. Wenn dann noch nicht bezahlt ist => Mahnbescheid. Das ist nicht hart od. unverschämt, sondern reguläres Geschäftsgebahren. Es ist im Gegenteil unverschämt nicht zu bezahlen, wenn Du Deine Leistung korrekt erbracht hast. Also trau Dich und sei konsequent (und zeitnah, das ist auch ganz wichtig!) viel Erfolg für die Zukunft


HirnClaudia
beantwortet von HirnClaudia am 5. März 2007 14:53
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Für meinen Mann schreibe ich die Rechnungen und auch die Mahnungen. Ok, das Mahnwesen geht per Computer per Knopfdruck, doch irgendwann ist mir der Fehler unterlaufen, dass ich Differenzbeträge unter 5 EURO und weniger mit angemahnt habe. Hilfe ... war hier der Teufel los. Das Telefon stand nicht mehr still. Aber letztendlich konnte ich den Erfolg verbuchen, dass Rechnungen innerhalb der gesetzten Frist bezahlt wurden und von uns als Dienstleistungsunternehmen kein Skonto mehr abgezogen wurde.


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