Wie schaffe ich es darüber zu sprechen?

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8 Antworten

Hallo liebe Olimachtdas,

dein Verhalten ist völlig normal.
Deine Sprachlosigkeit ist völlig normal.
Deine Angst ist völlig normal.

Du bist Opfer sexualisierter Gewalt geworden und das ist so ziemlich das schlimmste, was einem passieren kann.

Es ist schon mal gut, dass du in eine Beratungsstelle gehst, aber du musst sehr auf dich aufpassen.

So wie es klingt hast du das Erlebte gut weg-dissoziiert.
Ist dir klar, was den Flashback ausgelöst hat? Das ist ein typisches Zeichen für Dissoziation.

Du bräuchtest einen guten Traumatherapeuten.Schau mal nach, ob es in deiner Nähe jemanden gibt. Hier der Link der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychtraumatologie

http://www.degpt.de/therapeutinnen-suche/

Der Vorteil von Traumatologen bzw. Psychotherapeuten, die eine Zusatzausbildung für Traumatologie haben ist, dass du das Erlebte nicht noch mal erleiden musst um es zu bearbeiten.

Häufig ist es in Beratungsstellen aber auch bei Verhaltenstherapeuten und Psychotherapeuten so, dass sie sagen, dass du dich dem Schmerz noch einmal stellen musst und ich weiß, das ist nicht nötig.

Lass dir helfen, denn es kann dir immer wieder passieren, dass du angetriggert wirst und dir sozusagen der Boden unter den Füssen weggezogen wird.

Alles Gute für dich, pass auch dich auf, du bist auf einem guten Weg.

LG Mata

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Kommentar von Matahleo
28.02.2016, 11:15

Danke fürs Sternchen :)

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Also ich hatte mein erstes Beratungsgespräch. Ich muss dazu sagen, dass ich eigentlich mittlerweile wieder eine sehr selbstbewusste Frau bin und eine große Klappe habe. Aber als ich in diesem Gespräch saß, da hat es mir mit einem Mal die Kehle zugeschnürt. 

Vielleicht denkst du, selbstbewusst zu sein aber in der von dir geschilderten Situation zeigt sich, dass das eben nicht der Fall ist. Ich denke auch, dass das für dich nicht die richtigen Ansprechpersonen sind sondern dafür eine Traumatherapie notwendig wäre aber auf jeden Fall eine Therapie mit einem psychologischen Psychotherapeuten. Dort wird auch entsprechend auf dich und deine Situation eingegangen und nicht erwartet, dass du innerhalb weniger Stunden die ganze Geschichte preis gibst. Wenn es dir schwer fällt hast du auch die Möglichkeit es aufzuschreiben und dem Therapeuten zu überreichen. Der wird wissen wie er damit umzugehen hat, dass es dich nicht überfordert.

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Vielen Dank für die raschen Antworten. (Auch wenn sie nicht alle ausschließlich positiv waren). Ich hätte nicht gedacht, dass hier so viele sagen, dass es normal sei. Jetzt bin ich zumindest fürs erste ein klein wenig beruhigt. Vermutlich bin ich einfach zu ungeduldig. Das wird wohl ein weiter Weg, bis ich das Ganze auch nur annähernd aufgearbeitet habe. Hatte es mir nicht so schwierig vorgestellt, den ganzen Kram aufzuarbeiten, aber die Realität sieht ja meistens anders aus. 

Wie auch Immer danke für die lieben (überwiegend) lG Olivia

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Kommentar von maxmax37
26.02.2016, 20:57

Ich hab nur meine Meinung gesagt. Du schreibst im Internet dann musst du auch damit rehcnen dass jemand eine andere meinung hat als du. ich hab nicht herablassend geschrieben nur meine meinung und realität. ich war neutral. 

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Heyyy....
Ich gebe dir einen Tipp....
Stelle dich jeden Tag vor den Spiegel und rede mit dir selbst über das erlebte....vielleicht gelingt es dir dann mit einer Psychologin zu reden.... Viel glück weiterhin

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Hey ich kenn das Gefühl nur zu gut wenn man nicht drüber reden kann. Wie wäre es wenn du erstmal alles aufschreibst? :) und ja bei mir wars so dass ich am anfang kaum was sagen konnte aber nach und nach hab ichs immer mehr geachaffr mich zu öffnen! Bin mir sicher du schaffst das auch aber du musst unbedingt am ball bleiben und nicht aufgeben

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Das ist ziemlich "normal"...

Ich hoffe, du genierst dich nicht vor der Beraterin, weil du nichts herausbekommen hast. Geh ruhig wieder hin!

Kannst du deine Geschichte aufschreiben und das nächste Mal mitnehmen?

Du kannst sie dann vorlesen. Und wenn auch das nicht geht, ihr geben. Klingt komisch. Vielleicht kommt es dir "hilflos" vor, es so zu tun. Aber ob du sprichst oder schreibst sind  Äußerlichkeiten.

Und es ist gut, den ganzen Horror in Worte zu fassen. Für dich beim Schreiben, auch wenn dass alles wieder hoch kommt, wenn du weinen musst und ein paar Nächte nicht schlafen kannst. Aber dann ist deine Geschichte auf einem Stück Papier. Und du kannst dann besser damit umgehen.

Natürlich ersetzt das Aufschreiben keine Therapie und keine Maßnahmen, wie sie diese Beratungsstelle vielleicht vorschlägt. Aber es wäre ein zweiter Schritt.

Den ersten hast du ja schon getan. :-)

Jetzt nicht stehenbleiben!

Geh weiter!

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Kommentar von olimachtdas
26.02.2016, 20:05

Um ehrlich zu sein schäme ich mich schon sehr. Es ist einfach so dass ich so etwas nicht von mir kenne. Ohja momentan komme ich mir sehr hilflos vor. Ja ich habe vor wieder hin zu gehen, aber es kostet mich unglaublich viel Überwindung.

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Hey Du,

ich kann deine Situation nur zum Teil nachvollziehen. Meine jetztige Freundin hat ebenfalls ein paar Probleme (andere Art) in Ihrer vergangenheit gehabt und konnte sehr lange nicht darüber reden.. Sie saß dann teilweise einfach da und hat ins leere geguckt, nichts gesagt und zum Teil geweint..

Was ich Dir sagen/raten kann ist nur, dass das ganze Zeit braucht; und damit meine ich nicht die 5 Jahre, die es schon "vorbei" ist, sondern Zeit und viel Kraft die Du brauchen wirst Dich jedes mal wierder zu so einem Treffen zu "schleifen" und dich dahin zu setzen und versuchen zu reden. Sowas wäre nach dem 1. Gespräch schon eine ungewöhnliche Sache... Aber hey, du hast erkannt das es Dir gut tut und das du es brauchst/möchtest. Vbon daher wünsche ich dir alles gute und das du weiterhin so mutig bist :)

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Du brauchst einen Psychiater,keine Beratungsstelle

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Kommentar von olimachtdas
26.02.2016, 19:50

Ich hatte mich eigentlich an die Fachstelle gewendet, um einen geeigneten Therapeuten zu finden. 

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