Frage von HereIAm13, 17

Wie sah die landwirtschaftliche Entwicklung der SBZ aus?

Hallo ihr Geschichtsfreaks,

ich interessiere mich sehr für Geschichte und wollte euch mal fragen, ob ihr wisst, wie die landwirtschaftliche Entwicklung in der Sowjetischen Besatzungszone aussah. Ich habe schon auf Wikipedia vorbeigeschaut, fand das aber sehr kompliziert formuliert.

Danke, eure HereIAm13.

Antwort
von dataways, 17

Mal ganz grob formuliert: Da hat sich nichts nach vorne entwickelt bis Mitte/Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Bis 1959 wurden alle Bauern enteignet, auch diejenigen, die erst kurz zuvor Land vom Staat erhalten haben. Das heisst, der Arbeiter- und Bauernstaat hatte keinen einzigen Bauern mehr. Ein Großteil der enteigneten Bauern flohen in den Westen und somit auch das Wissen, wie man Landwirtschaft betreibt.
In den Siebziger- und Achtziger Jahren hat sich die Situation dann im Vergleich zum Westen umgekehrt. Die LPGs hatten große Flächen, die effektiver bewirtschaftet werden konnten, als die vergleichsweise kleinen Flächen in Westdeutschland. Auch die konsequente Industrialisierung der Landwirtschaft in der DDR sorgte für hohe Erträge.

Antwort
von abibremer, 12

Genaue Daten habe ich NICHT aber zu Beginn der DDR gab es eine Bodenreform, um "Großgrundbesitz" zu vermeiden. Später wurden sog. Produktionsgenossenschaften eingerichtet, um größtmögliche Erträge zu erzielen. Dabei wurden viele bäuerliche Betriebe zwangsweise in diese Genossenschaften überführt.

Antwort
von 666Phoenix, 12

Was soll man denn auch mitteilen, was in der SBZ (also in den 4 Jahren bis 1949), die straff mit den Folgen des 2.Weltkrieges zu tun hatte, an landwirtschaftlichen Problemen ablief? Dort musste erstmal Ackerland bestellt werden, das nicht von den Nazis und dann von den Westalliierten zerbombt worden war.

Die mussten zunächst Reparationen zahlen (etwas, was die westlichen Besatzungszonen hinsichtlich der SU "versäumten"). 

Sie musste zusehen, dass ihr Bevölkerung zu essen bekam (etwas, was die westlichen Besatzungszonen von ihren Besatzungsmächten, die kaum von den Folgen des Krieges betroffen waren, faktisch geschenkt bekamen)? 

Sie musste dafür Sorge tragen, dass die überall präsenten Restnazis gefunden und bestraft wurden (etwas, was die Westzonen aus guten Gründen nicht taten!). 

Sie musste dafür Sorge tragen, dass genug Nicht-Nazis als Lehrer verdingt werden konnten (etwas, was die Westzonen auch nicht so sehr konkret verfolgten).

Usw., usf. 

...

Kommentar von dataways ,

Nun lass doch mal fünfe gerade sein. Wir haben den Laden bis 1989 SBZ oder Zone genannt. Das war die treffende Bezeichnung für einen Staat, bei dem aus allen Ritzen Minderwertigkeitskomplexe rausströmten.

Kommentar von 666Phoenix ,

dataways

Ich weiß, wie so manche politischen Analphabeten und überheblichen Schnösel die DDR genannt haben! Das hat uns aber auch damals schon nicht mal peripher tangiert (wenn Du weißt, was ich meine!).

Ich bezeichne heute auch die "bunte Republik" hier als "Besatzungszone" und bin vermutlich näher an der Realität dran als Du damals! 

Wollen wir das ausdiskutieren? Habe ich allerdings hier schon so oft getan, dass es mir fast zum Halse raushängt. V.a., weil ja hier in diesem Pisa-Land so sehr viele Leute arg bildungsresistent sind.

Kommentar von WotansAuge ,

Sie musste zusehen, dass ihr Bevölkerung zu essen bekam (etwas, was die westlichen Besatzungszonen von ihren Besatzungsmächten, die kaum von den Folgen des Krieges betroffen waren, faktisch geschenkt bekamen)? 

Da bist du aber auf die West-Propaganda hereingefallen. Auch im Westen sind nach dem Krieg viele Deutsche verhungert und/oder erfroren. Die finanzielle Unterstützung in der gesamten Zeit betrug gerade mal 10% der Transferleistungen die West-Deutschland an Ost-Deutschland JEDES Jahr leistet. Und wenn du das noch pro Kopf umrechnest ...

Kommentar von 666Phoenix ,

wotan

10% der Transferleistungen die West-Deutschland an Ost-Deutschland JEDES Jahr leistet.

Damit fällst Du auf keine Propaganda rein! Du machst selbst Deine eigene - und eine sehr schlechte!

Von welchen "Transferleistungen" redest Du? Wurde evtl. das rücktransferiert, was zu DDR-Zeiten von westlichen Schwindelkursgestaltern und Nutznießern der subventionierten DDR-Waren und dann im Zuge der "genialen" Treuhandpolitik ab 1989 aus der ehemaligen DDR rausgerafft und -geschafft wurde?  

Ich negiere gar nicht, dass im Westen Leute verhungert sind. Darum ging es in der Frage aber gar nicht! Reden wir doch von "Äpfeln", wenn nach "Äpfeln" gefragt wird, und nicht von "Birnen". Was die Hilfe der Westmächte angeht, so wirst Du doch nicht bestreiten, dass die über Land Lease,  Care usw. ihren Brüdern und Schwestern in W-Deutschland einiges mehr boten (und bieten konnten) als dieSowjets den Ossis. Aus dem einfachen, kühlen Grunde, weil die SU "ein klein wenig mehr" gelitten hat im 2. WK!

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