Solf am 06.09.2007 um 8:06 Uhr
Ist das von Fall zu Fall different, oder ist das vorbereitet und geplant?

Wenn ein klares NEIN sein muss, dann kommt es auch..freundlich , aber bestimmt..ansonsten besteht immer die Möglichkeit, auch durch die Blume seine Ablehnung seinem Gegenüber klarzumachen, ohne das es verwaschen oder unfreundlich oder gar unhöflich klingt. Allerdings hindert mich auch niemand dran, auf Unhöflichkeit und Unfreundlichkeit mit reiner Sachlichkeit zu reagieren.

Das ist tatsächlich schwer, wenn man sein Gegenüber nicht verletzen will. Wenn ich wirklich hinter dem "NEIN" stehe, dann versuche ich es mit Erklärungen, wie es zu meiner Haltung kommt, durchzusetzen.
Wenn Du von Damen des schönen Geschlechts bestürmt wirst, lieber solf, solltest Du Dein "Nein" lieber sorgfältig planen, damit nicht doch aus Versehen ein "Ja" Deinen Lippen entfleucht oder damit es auch höflich genug klingt.
In allen anderen Fällen rate ich zum spontanen "Nein" - dies kann man einüben. Bereite ein Blatt mit Fragefloskeln vor wie "Würdest Du bitte..." "Könntest Du...", "Wäre es Ihnen möglich..." usw., lies sie Dir vor, lass zwei Sekunden Pause hinterherwabern, zieh dann die Lippen zu einem geraden Strich, blicke sanft und flöte: "Nein!".
Das kommt ganz auf die Situation an. Wenn ich zB beruflich ein Nein für angemessen halte ist das immer sehr klar, sonst wäre es ein vieelleicht oder ich prüfe das nochmal. Im Privaten ist mein Nein sehr viel zögerlicher, aber auch da kommt es massiv auf die Situation an.

Indem ich erkläre, warum mir das nein wichtiger ist als das ja.
warum muß man das erklären.Nein =Nein
Da ich viel zu selten Nein sage, muss ich es mir vorher vornehmen.
Und dazu "übe" ich Sätze wie: Vielen Dank, dass du bei dieser Aufgabe an mich gedacht hast. Ich muss erst mal meinen Kalender befragen. Ich rufe dich morgen zurück (oder so ähnlich)

Bei mir anlassgebunden. Aber wenn der Fall - also etwas abzulehnen oder abzusagen - für mich eindeutig ist benutze ich das Wort in seiner Bedeutung, als ein unumstößliches "Nein".
Ich differenziere, indem ich je nach Situation und Verhältnis zum Ansprechpartner dem Wort die Schärfe durch eine kurze Erklärung, warum "Nein", nehme oder die Angelegenheit kurz und knapp mit "Nein" beende.

Genau so - höflich aber bestimmt.
Allenfalls im sehr "persönlichen" Umfeld versuche ich, das "sanft" zu formulieren aber doch so, dass es keinen Zweifel gibt, dass ich "Nein" gesagt habe.

Indem ich einfach N-E-I-N sage. Je nach Genervtheitsgrad mit einem "verdammt" kombiniert.

Sag es genauso, wie du es geschrieben hast:
** "NEIN"! **
Das impliziert Höflichkeit, Bestimmtheit, Differenz, Vorbereitung und Planung.

Ich habe es mühsam gelernt, klar und deutlich "nein" zusagen, inzwischen kann ich es aber. Der Schlüssel für mich war, immer allen Menschen gegenüber Respekt zu empfinden und zu wissen, dass jeder das Recht hat, das für sich Beste zu suchen und mich deshalb vielleich auch Dinge zu fragen, die mir selbst nicht passen.
Dies vorausgeschickt heißt das: Wenn ich "Nein" sagen muss, erkläre ich meinem Gegenüber wann immer möglich die Beweggründe für das "nein". Denn jedes "nein" ist in Wirklichkeit kein "nein", sondern entweder ein "noch nicht" oder ein "so nicht". Und das kann man gut erklären, finde ich.
Hoffe, das gibt Dir die eine oder andere Anregung.
Wenn man seine eigene Meinung zu etwas hat, kann man sehr bestimmt "Nein" sagen, und fast alle verstehen es automatisch.
Die wenigen Menschen, die ein "Nein" nicht als "Nein" verstehen oder es komplett ignorieren, finde ich furchterregend. Es sind nach meiner Erfahrung fast immer sehr besitzergreifende Menschen (in jeder Hinsicht).
Nein ist bei mir Nein.Ein Nein zurückzunehmen ist auf jedenfall leichter,als ein Ja zu revidieren.
Das kommt immer drauf an. Wenn meine 3jährige Nichte, die gerade ihre Grenzen ausprobiert, ein Nein bekommt, ist das ein anderes Nein, als wenn ich jemanden ein Nein aus verschiedenen Gründen sagen muss. Je nachdem erkläre ich dann auch, warum ich nein sage. Auf jeden Fall habe ich im Laufe der Zeit gelernt, auch bei der Arbeit, nein zu sagen.

Ich begründe meine Meinung, gehe auf andere tolerant ein, sage aber das Ergebnis meiner Meinungsfindung dann deutlich und begründet. Ob NEIN oder JA
Ich sage nur einmal nein und lasse mich auch nicht bereden,meine Meinung zu ändern.