Bald muss ich in Sozialkunde das Thema "Wahlen" behandeln. Gut, die meisten der Azubis (es gibt Ausnahmen) wollen von Wahlen und Politik eh' nichts wissen, nehmen nicht einmal ihr aktives Wahlrecht wahr. Da bieten sich aktuelle Bezüge an, z.B. die Hamburg-Wahl. Begriffe sind zu erklären, u.a. Koalition. Nun schickt sich die GAL in Hamburg an, mit der CDU zu kollaborieren. Zwei Parteien, die unterschiedlicher kaum sein könnten, meint man. Was treibt die GAL zu solchem Verhalten? Glaubt sie ernsthaft, ihre Themen durchsetzen zu können? Oder geht es nur um Macht? Für ein kleines Stück der Macht Herrn von Beust den Steigbügel halten? Wie werden Nonkonformisten zu fundamentalen Opportunisten?

Ich habe es in der Berufsschule anm interessantesten gefunden.. Zippe Dich durchs Net und belese dich... Sage ihnen dann... Dass Dir das ( jetzt ) jemand gesagt hatte, der als Regulärscghüler keinen Bock auf Politik hatte... Polotik ist wehrsam - aber wichtig !

Wenn Du als Lehrer auftrittst, hast Du dich an den Lehrstoff und an Fakten zu halten! Da kann dir das reichlich Wurscht sein, wer mit wem aus welchen Gründen koaliert! Du sollst "Koalition" erklären und nicht Deine politische Ansicht dazu! Ich würde mich schön bedanken, wenn man meinen Kindern in Schule und Ausbildung zur Erklärung irgendwelcher Sachverhalte persönliche politische Meinung aufdrücken würde!
Im übrigen habe ich das Gefühl, daß Du hier nur versuchst, unter einem Vorwand eine politische Diskussion zu entfachen Dafür ist das aber der falsche Platz!
Solange der Support dieser Meinung nicht ist, ist es für mich ganz legitim. Im übrigen halte ich mich an den Lehrplan, der mir aber nicht vorschreibt, welche aktuellen Beispiele ich verwende. Die meisten der Azubis werden meine subversiven Absichten eh' nicht bemerken.
RBMannheim am 6. März 2008 14:46 Der Lehrplan schreibt Dir nicht vor, welche aktuellen Beispiele Du heranziehst. Aber der Lehrplan sieht auch ganz sicher keinen Freiraum dafür vor, einen Koalitionspartner als "Steigbügelhalter" zu bezeichnen! Das ist Deine persönliche Meinung und die hat da nichts zu suchen!
RBMannheim am 6. März 2008 14:50 Und wenn Du das Theman Wahlen und Koalitionen nicht erklären kannst, ohne Deine politische Gesinnung dabei zu verbreiten, hast Du bestimmt nicht den idealen Beruf gewählt!
Was ich kann und was ich will, das können durchaus mal zwei ganz verschiedene Dinge sein. Im übrigen bin ich das, was man als einen "gestandenen Lehrer" bezeichnet. Wie ich in dem Beruf so alt werden konnte, ohne selbst zum Opportunisten zu degenerieren, grenzt schon beinahe an ein Wunder.
RBMannheim am 6. März 2008 16:02 Auch "gestandene" Lehrer müssen nicht der Idealfall sein! Ich kann moch an früher erinnern, wo es "gestandene" Lehrer gab, bei denen man ungeachtet der Leistung eine schlechte mündliche Note bekam, weil man Sonntags nicht in der Kirche war. Das ist religiöse Gesinnung! Und ebenso wie die, hat eine politische Gesinnung im Unterricht nichts zu suchen! Mich würde die Reaktion der Schülereltern interessieren, die die "Steigbügelhalter" gewählt haben!
Den "idealen" Lehren gibt es wohl nicht, ich behaupte von mir auch nicht, dass ich noch nie angeeckt bin. Aber in meinem Falle ist das in der Tat so, dass die Kollegen, die Azubis und auch deren Eltern (überwiegend) wissen, wofür ich stehe. Lehrer, die sich als Linke bekennen und dennoch oder gerade deshalb allgemein anerkannt sind, die sind hier übrigens gar nicht so selten. Und dann noch gefragt: liege ich mit meiner Einschätzung was die GAL angeht denn deiner Meinung nach völlig falsch?
Wie stellst du dir den den idealen Lehrer vor, so wie Heinrich Mann's Diederich Heßling vielleicht?

Ob sie nun wollen oder nicht, wenn das Thema auf dem Lehrplan steht wird es behandelt. Und ich würde ihnen gleich ankündigen, das darüber eine Arbeit geschrieben wird. Da wachen sie meistens auf.
Das steht schon fest, das Thema ist mir einfach zu wichtig!