Frage von Leniii15, 579

Wie sag ich meinen Eltern dass ich schwanger bin - Abtreibung möglich?

Kommen wir direkt zum Punkt: Ich bin schwanger! Meine Periode ist längst überfällig... Schwangerschaftstest ist gemacht und mein Freund weiß auch bescheid. Ich bin 15 und hab meine ganze Zukunft noch vor mir. Schule, Ausbildung usw. Ich will gar kein Kind. Meine Eltern wissen nicht, dass ich schon "sexuell Aktiv" bin. Gibt es eine Möglichkeit das Baby abtreiben zu lassen, ohne dass die Eltern was erfahren?

Antwort
von armeskaenguru, 175

Hallo

Lass die Schwangerschaft mal durch einen Frauenarzt bestätigen. Danach machst Du einen Beratungstermin z. B. bei Pro Familia ab. Eine Abtreibung ist mit einer Bedenkfrist von 3 Tagen danach möglich.

Du bist 15 Jahre alt. Der Arzt muss somit Deine Reife und Einsichtsfähigkeit beurteilen. Ist diese gegeben, was normalerweise der Fall ist, kannst Du ohne Eltern abtreiben. Mit der Beratungsstelle kannst Du auch alles besprechen, dass die Eltern nichts erfahren.

Wünsche Dir alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

Antwort
von Schlauerfuchs, 170

Also rechtlich gesehen ist in der Frist mit Beratungschein ab 14 eine Abtreibung ohne das Einverständnis der Eltern möglich.

Gehe mal zu Beratungespräch ggf können die Dir mit den Eltern helfen.

Ok mit 15 ein Kind austragen ist hart ,aber eine Abtreibung ist auch nicht Risikolos, was sagt der werdende Vater dazu?

Dennoch musst Du es Deinen Eltern sagen ,etweder Du nimmst Deinem Mut zusammen und redest offen mit ihnen od Du lässt das die Beratung machen.

Aber gehe vorher zum Frauenarzt um sicher zu sein ,dass Du schwanger bist ,der hat Schweigepflicht. 

Antwort
von meretlein2, 124

hallo Leniii

ein "Baby" kannst du nicht abtreiben. Aber die Schwangerschaft kannst du abbrechen - falls die Schwangerschaft nicht über 14 Wochen ist (ab 1. Tag der letzten Regel).

Notfalls geht das auch ohne Wissen deiner Eltern, wie du vielen Kommentaren hier entnehmen kannst.

Antwort
von NinjaKeks01, 248

Wenn es die Eltern nicht erfahren hast du kaum jemanden mit dem du auch ganz Persönlich reden kannst, öffne dich ihnen.

Seit wann bist du denn schwanger?

Die Eltern müssen es glaube ich sowieso erfahren da du mehrere Beratungsgespräche und ein paar Arzttermine über dich ergehen lassen musst.

In der Situation wären sie ja auch ganz angenehm oder?

Deine Eltern haben die auf dem exakt gleichen weg gezeugt. Also haben die auch, uh ich will es nicht sagen, sex gehabt :p

Glaub mir, wenn du dich ihnen mal geöffnet hast ist das auch sonst kein Problem mehr.

Und deshalb sagen auch viele das du noch so jung bist.. man hat eben kaum Erfahrung und passt oft nicht gut genug auf :/

Eltern können manchmal ganz sauer und unangenehm werden, aber im Gegenteil können sie auch sehr liebevoll sein.

Antwort
von Allesmachbar, 105

Gehe zu ProFamila und lasse dich beraten :-)

Die kennen sich wirklich gut aus und können dir mehr helfen, als der Größte Teil hier.

Ich selber war auch mit 15 Schwanger und habe das Kind mit 16 bekommen, es ist nicht alles leicht im Leben, man kann aber vieles schaffen.

Rede offen mit deinen Eltern darüber, glaube mir das es der beste weg ist.

Heute ist mein Sohn 10, ich habe meinen Schulabschluss und eine Ausbildung gemacht und stehe fest im Berufsleben.

Es war hart, ich bereue nichts und bin froh das ich Ihn habe, man sollte nicht überreagieren mit seinen Entscheidungen.

Aber sowie das klingt, bist du fest entschlossen und schon wenn man sich darüber erkundigt wie viel das kostet.

Also ab zur Beratungstelle und die werden dir den weg weisen :-)

Antwort
von Wuestenamazone, 176

Geh mal zu deiner Frauenärztin oder Arzt. Es gibt nach der Pille danach bis zur 8 Woche Tabletten die eine Schwangerschaft beenden. Schau, dass du so schnell wie möglich einen Termin bekommst

Kommentar von elismana ,

Auch hierbei handelt es sich um einen Schwangerschaftsabruch, dem Mädel ist mit deiner Antwort also leider nicht wirklich geholfen. 

Kommentar von armeskaenguru ,

Für die Pille danach ist es zu spät. Du meinst wohl eher eine medikamentöse Abtreibung.

Antwort
von GroupieNo1, 161

Mit 15 werden deine Eltern davon erfahren müssen, da da das Sorgerecht vor dem Persönlichkeitsrecht gilt. Aber 16 ist es wahrscheinlicher, das alleine entscheiden zu können.
Zum Ablauf: 1. dringend einen Termin beim Frauenarzt machen. 2. einem Termin in einer Beratungsstelle machen und dich dort beraten lassen (es werden alle Pro und Contra Punkte besprochen, dir wird viel Hilfe angeboten, auch Hilfe es deinen Eltern zu sagen und sie werden dir gut zur Seite stehen)
3. dir Adressen geben lassen von Ärzten in deiner Nähe, die das überhaupt machen (trotz dass es in d legal ist abzutreiben, gibt es viele Kommunen, die es komplett ablehnen)
4. mit deinen Eltern zu einer letzten Untersuchung und dem Narkose Vorgespräch.
5. zeitnaher Termin für den Eingriff.
6. zur Krankenkasse und eine kostenübernahme beantragen. Wenn man eine Kasse vor Ort hat, dauert das nur wenige Minuten und kann kurz vor dem Eingriff gemacht werden. (Als Jugendliche wirst du da keine Probleme haben, da du ja kein Einkommen hast)

Wichtig: so ein Eingriff darf nur bis zur 14 ssw (also ab erster Tag der letzten Periode) oder bis zur 12 Woche (ab Befruchtung) stattfinden so lange keine medizinische Indikation vorliegt.
Nach der Beratung müssen mindestens 3 Tage vergehen bevor du den Eingriff vornehmen lässt.
Du solltest voll hinter der Entscheidung stehen und sie auch vertreten können.

Kommentar von annemarie37 ,

Mit 15 werden deine Eltern davon erfahren müssen, da da das Sorgerecht vor dem Persönlichkeitsrecht gilt.

Nein, nicht beim Schwangerschaftsabbruch. Das ist eine derart persönliche Frage, dass da das Persönlichkeitsrecht vorgeht.

Wenn sie einsichtsfähig ist und gute Gründe hat, weshalb die Eltern nichts erfahren sollen, brauchen die nichts mitzubekommen. Aber natürlich wäre es besser, wenn sie sich den Eltern/der Mutter anvertrauen könnte.

Kommentar von GroupieNo1 ,

Falsch!
In einem Urteil von Hamm steht das Sorgerecht bei unter 16 jährigen über dem Persönlichkeitsrecht, München betont das Persönlichkeitsrecht, aber erst bei über 16 unter 16 müssen die Eltern entscheiden!

Kommentar von annemarie37 ,

Das Urteil von Hamm ist nicht sakrosankt. Es ist ausserdem bereits sehr alt (1998).

INSTITUT FÜR SANKTIONENRECHTUND KRIMINOLOGIE
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Direktorin: Prof. Dr. Monika Frommel, 24.06.02

[...] Die angesprochenen Verbände stufen die Entscheidung des OLG Hamm und anderer (ebenfalls vereinzelt gebliebener) Vormundschaftsgerichte als „nicht unumstritten“ ein und weisen Beratungsstellen darauf hin, generell eine vormundschaftsgerichtliche Ersetzung der fehlenden Zustimmung der Eltern einzuholen. Dies ist hochproblematisch und basiert auf einem Mißverständnis, das der Tenor dieser Entscheidung freilich
nahe legt. Er lautet nämlich: „Eine Minderjährige bedarf zur Vornahme eines Schwangerschaftsabbruchs in jedem Fall der Zustimmung des gesetzlichen Vertreters". Nicht angemessen erörtert wird in den angesprochenen Verbänden die Reichweite dieser Entscheidung: Sie betrifft nur zivilrechtliche Fragen (etwa Fragen der Haftung bei Arztfehlern und ist auch unter Zivilrechtlern nicht unumstritten).

Für die Frage der Straflosigkeit eines Schwangerschaftsabbruchs ist sie hingegen gegenstandslos. Darüber entscheiden nämlich Strafgerichte und nicht Vormundschaftsgerichte. Im Strafrecht gilt der Grundsatz, daß die strafrechtliche Einwilligungsfähigkeit nicht zu verwechseln ist mit der zivilrechtlichen Frage der Geschäftsfähigkeit. Die strafrechtliche Einwilligung ist wirksam, wenn die Schwangere die Bedeutung ihrer Entscheidung verstehen kann, wenn sie also tatsächlich einsichtsfähig ist. Ob dies der Fall ist, entscheidet der oder die abbrechende Ärztin nach ihrer ärztlichen Erkenntnis. Im Strafrecht tritt nämlich das Elternrecht völlig hinter das Entscheidungsrecht der minderjährigen Schwangeren zurück. [...]

Eine Entscheidung des AG Schlüchtern 1998 lautet:
Eine Minderjährige bedarf zur Einwilligung in den mit einem Schwangerschaftsabbruch verbundenen ärztlichen Eingriff nicht der Zustimmung ihrer Erziehungsberechtigten, wenn sie nach ihrem Reifegrad in der Lage ist, die Bedeutung eines Schwangerschaftsabbruches und dessen Tragweite für ihr Leben zu erkennen.

Kommentar von GroupieNo1 ,

Und die Narkose darf das Kind natürlich auch selber unterschreiben!
Ja ne ist klar!
Bei uns (FS, ED, LA) wird kein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen. In München nur unter Narkose und da geht schon die zweite Sache los, das ein minderjähriges Kind nicht die Befugnis hat, die Narkoseaufklärung selbst zu unterschreiben. Um in Narkose versetzt zu werden bedarf es immer der Unterschrift eines Erziehungsberechtigten.
Und du sagst das Urteil von Hamm sei veraltet (1998) und legst einen Artikel vor der aus dem selben Jahre ist?
Ich arbeite in der Familienhilfe und wir sind eine eingetragene Beratungsstelle und wir haben die Auflage unter 16 nur mit Zustimmung der Eltern und ab 16 prüfen wir (gemeinsam mit dem Arzt) ob die Jugendliche bereit ist diese Entscheidung selbst zu treffen. Und das ist keine Einschätzung die in 1 Stunde Gespräch statt finden kann sondern länger dauert.
Ausnahme Fälle von u16 sind Vergewaltigungen aus dem Verwandtenkreis oder Familienkreis, da hier andere Voraussetzungen gelten.

Kommentar von annemarie37 ,

In München nur unter Narkose

Meinst du im Spital? Ich hoffe doch sehr, dass es auch in der Region München Möglichkeiten gibt, einen Abbruch medikamentös oder mit Lokalanästhesie durchzuführen. Oder jedenfalls mit einer intravenösen Kurznarkose. Würde sogar dafür die Unterschrift der Eltern verlangt? Da müsste das Mädchen, wenn es in dieser Region wohnt, halt anderswo hinreisen. 

Was ist denn das für eine Familienhilfe, wo du arbeitest? Stellt ihr auch den Beratungsschein aus? Und wer macht euch diese Auflage betr. Zustimmung der Eltern bei unter 16-Jährigen?

Kommentar von Libertinaer ,

Und die Narkose darf das Kind natürlich auch selber unterschreiben!

Heutzutage beendet man die Schwangerschaft medikamentös. Nur auf Verlangen der Frau (oder vielleicht zurückgebliebenen Krankenhäusern im bayerischen Wald ^^) erfolgt noch der altmodische chirurgische Eingriff.

Die eigentliche RU 486 ist sogar frei von Nebenwirkungen. "Nur" die ebenfalls verabreichten Nebenmedikamente können Nebenwirkungen haben - mit Folgen, die in etwa einem feucht-fröhlichen Abend entsprechen.

Sprich: Frau nimmt ein paar Pillen, bleibt zur Beobachtung ein paar Stunden im Krankenhaus, und das war es dann.

Kommentar von GroupieNo1 ,

Wie gesagt in den anderen kreisen gibt es keine Möglichkeit für einen Abbruch ohne medizinische Indikation. Es gäbe zwar Ärzte aber diese bekommen keinen op. Hatte erst vor zwei Wochen mit einem Arzt der selber in zwei Kliniken belegarzt ist ein Gespräch darüber und über die Möglichkeiten bei uns in der Umgebung.
In München machen es 2 Kliniken. Beide mit kurznarkose für die eine Einwilligung der Eltern benötigt wird! Eine medikamentöse Abtreibung wird in beiden Kliniken nicht vorgenommen.
Wir sind der öffentlichen Jugendhilfe unterstellt, also dem Jugendamt und der entsprechenden Regelung der Regierung.
Such dir mal n kreisplan aus, und mach mal Kreuze wo keine Abtreibungen stattfinden dürfen. Das ist für eine Jugendliche recht schwer wenn sie nicht gerade im Nachbarkreis eine Klinik hat. Erding, Freising, ebersberg, Landshut, kehlheim keine Möglichkeit. München Mühldorf (bzw Wasserburg) und dingolfing möglich.
Hatte mal eine Liste von der aok. Wir wohnen nunmal im konservativen Oberbayern und auch wenn es legal ist, wird es hier nicht gerne gesehen und selten gemacht.

Kommentar von Libertinaer ,

Eine medikamentöse Abtreibung wird in beiden Kliniken nicht vorgenommen.

Dann sollte man diese rückständigen Kliniken einfach meiden (konfessionelle Krankenhäuser? Heißt eines davon "Klinik zur Heiligen Unzucht"? Und das andere "Klinik zum notgeilen Bischof"? ^^), und geht in eine andere Klinik, die bereits im 21.Jhdt. angekommen ist.

Selbst München wird ja sicher über mehr als nur 2 Krankenhäuser verfügen, oder? Und bestimmt sind davon nicht alle in kirchlicher, sondern das eine oder andere auch in kommunaler Hand (Städtisches Klinikum? Uni-Klinikum?) ...

... oder ist in Bayern die Kirche immer noch so mit dem Staat verwoben wie im Mittelalter? Wäre möglich, dass man dann z.B. nach BW ausweichen muss. ^^

Kommentar von GroupieNo1 ,

Ja und selbst die Unikliniken stellen ihren OP dafür nicht zur Verfügung! Mit mir brauchst du deswegen nicht diskutieren!
Es gibt zwei die das durch führen. Nur weil es in Deutschland erlaubt ist heißt es nicht das man in jedes x-beliebige Krankenhaus  spazieren kann.
Legal heißt nicht, das jeder das macht!
Ich kann nichts dafür das es so ist! Ich kann nur sagen wie derzeitig die Lage ist. Einen Abbruch der medizinische Gründe hat macht jede Klinik.
Einen Abbruch weil es die Mutter will, nun mal nicht. Und da gehen auch hier im Internet die Meinungen weit auseinander und man wird wohl auf mehr Leute treffen, die gegen eine Abtreibung sind, wenn sie nicht durch eine Vergewaltigung entstanden ist oder eine medizinische Indikation hat.
Und es gibt nunmal auch sehr viel Ärzte die das nicht mit ihrem aid verbinden können, nämlich leben zu retten und zu erhalten und nicht zu töten.
Und es ist auch die Entscheidung jedes Krankenhauses, ob es so einen Abbruch genehmigen möchte oder eben nicht.

Kommentar von GroupieNo1 ,

Und wenn du München als bayerischen Wald bezeichnest, kann es ja mit andern Dingen nicht weit her sein!
Ruf doch einfach morgen mal die Kliniken in München durch! Oder nach es einfach und lass dir bei deiner Krankenkasse die Adressen geben und rufe bei den Kliniken an, die es anbieten, und frag wie sie es machen.
Egal wie lang die Narkose ist, schlafen ist schlafen! Und das darf KEIN KIND unterschreiben!!! Jeder Arzt der das zulässt kann seine Approbation verlieren.

Kommentar von annemarie37 ,

Gib mal hier "München" ein, da findest du eine ganze Reihe von Adressen. http://abtreibung.at/fur-ungewollt-schwangere/adressen

Für den medikamentösen Abbruch braucht es übrigens keine Klinik. Auch nicht für einen ambulanten Abbruch mit Lokalanästhesie.

Kommentar von GroupieNo1 ,

9 von den Ärzten sind mir bekannt die alle in der Iatros-Klinik am stieglmaierplatz operieren! Und 6 davon in der Frauenklinik in der maistrasse. Wo wir wieder beim Thema sind das es dort nur Kliniken machen!

Antwort
von DundF, 51

Möglich ist vieles. Aber nicht alles was machbar ist auch empfehlenswert. Denn dann stehst Du nachher auch alleine da mit Deinen wahren Gedanken und Gefühlen. Und dann kommt noch die Angst hinzu, dass es doch irgendwann auffliegt.

Antwort
von Andrastor, 144

Nein, eine Abtreibung ist ohne Einverständnis der Erziehungsberechtigten in deinem Alter nicht möglich.

Sag es ihnen direkt und ohne um den heißen Brei zu reden, das ist ein saurer Apfel in du wirst beißen müssen.

Hoffentlich lehrt dich das in Zukunft besser zu verhüten.

Kommentar von CalicoSkies ,

Theoretisch ist es schon möglich, aber es wäre hier eine Einzelfallentscheidung des Arztes (da normalerweise erst bei 16jährigen davon ausgegangen wird, die nötige Entscheidungsfähigkeit zu besitzen)

Ich kann schon verstehen, warum sie nicht mit den Eltern drüber reden will - wenn der Abbruch ohne Eltern funktioniert, erspart das viel Stress. :)

Kommentar von annemarie37 ,

Die Einwilligung der Eltern braucht es nicht, wenn das Mädchen in der Lage ist, die Bedeutung des Entscheids für ihr Leben zu erkennen.

Bei Jugendlichen, seien sie zwischen 14–16 oder 16–18, kann im Normalfall davon ausgegangen werden, daß sie die Bedeutung einer Schwangerschaft und die auf sie zukommenden Belastungen einschätzen und bewerten können. Fixe Altersgrenzen sind vom Gesetzgeber bewußt nicht vorgesehen. Die genannten Altersgrenzen sind nur Anhaltspunkte, es kann im Einzelfall begründete Ausnahmen geben. http://www.profamilia.de/fileadmin/info/1953.pdf.
Nicht das Alter, sondern die Urteils- bzw. Entscheidungsfähigkeit ist massgebend, und die wird vom Arzt beurteilt.

Wenn es triftige Gründe für die Geheimhaltung gibt, werden die Eltern auch nicht informiert über den Eingriff. Auch junge Mädchen haben Anspruch auf das Arztgeheimnis. Andrerseits ist es oft so, dass Mädchen falsche Ängste haben und die Eltern sie in ihrer Entscheidung unterstützen. In der Beratung wird über diese Fragen gesprochen und das Mädchen wird nötigenfalls begleitet.

Aber natürlich ist es immer besser, wenn die Jugendliche sich ihren Eltern/der Mutter anvertrauen kann.

Expertenantwort
von CalicoSkies, Community-Experte für Gesundheit, Medizin, Sex, ..., 85

Hey,

Ich würde dir vorschlagen, dass du auf jeden Fall eine Beratungsstelle aufsuchst - d.h. am Besten Pro Familia.

Ein Arzt kann in deinem Alter einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen ohne die Eltern zu informieren - aber nur unter der Voraussetzung, dass du die notwendige Entscheidungsfähigkeit hast (was im Ermessen des Arztes liegt).

Es kann daher gut sein, dass du tatsächlich einen Schwangerschaftsabbruch ohne deine Eltern vornehmen kannst - und deswegen würde ich zuerst ein Beratungsgespräch führen und die Eltern nur dann informieren, wenn  du ihre Zustimmung wirklich benötigst :)

Dich rechtfertigen dafür musst du nicht - wenn du einen Schwangerschaftsabbruch möchtest, ist das deine eigene Entscheidung.

Ich wünsch dir viel Kraft!

Lg

Kommentar von CalicoSkies ,

PS: Bei einem Einkommen unter 1000€ Netto (bzw. 1075€ Netto?) übernimmt das Land die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch - du musst also gar nichts bezahlen. :)

Antwort
von lindgren, 208

Nein. Du bist minderjährig und für diesen nicht unerheblichen Eingriff benötigen die Ärzte eine Unterschrift der Erziehungsberechtigten.

Sprich mit ihnen, möglichst bald. Du benötigst auch vor der Abtreibung ein Beratungsgespräch (z.B. Caritas Pro familia) und auch einen Arzttermin. Ein Beratungsgespräch ist zwingend notwendig, du erhältst die Bescheinigung, die der Arzt dann für den Eingriff benötigt.

Rede mit deinen Eltern. Es wird nicht einfach sein, aber da musst du eben durch.

Alles Gute und ich wünsche dir, dass du für dich die richtige Entscheidung findest.


Kommentar von annemarie37 ,

Falsch. Nur das Mädchen allein entscheidet.

Bei Jugendlichen, seien sie zwischen 14–16 oder 16–18, kann im Normalfall davon ausgegangen werden, daß sie die Bedeutung einer Schwangerschaft und die auf sie zukommenden Belastungen einschätzen und bewerten können. Fixe Altersgrenzen sind vom Gesetzgeber bewußt nicht vorgesehen. Die genannten Altersgrenzen sind nur Anhaltspunkte, es kann im Einzelfall begründete Ausnahmen geben. http://www.profamilia.de/fileadmin/info/1953.pdf.
Nicht das Alter, sondern die Urteils- bzw. Entscheidungsfähigkeit ist massgebend, und die wird vom Arzt beurteilt.

Antwort
von Sofiiha, 243

Ich verstehe wie du dich fühlst, ich war auch mit 16 schwanger und ich muss dir leider sagen, dass an einem Gespräch mit deinen Eltern nichts vorbeiführt. Der Arzt darf nicht abtreiben ohne Einverständnis deiner Eltern. Aber rede mit Ihnen ganz offen darüber und Versuch auch ihre Gefühle zu berücksichtigen. Meine Eltern sind auch immer übel streng gewesen aber haben sich im Endeffekt drüber gefreut, dass ich so offen damit zu Ihnen gegangen bin und sie um Hilfe gefragt hab.

Kommentar von CalicoSkies ,

Der Arzt darf nicht abtreiben ohne Einverständnis deiner Eltern.

Er darf, wenn er bei einer 14-16jährigen die nötige Refie dafür sieht.

Kommentar von CalicoSkies ,

Reife*

Kommentar von annemarie37 ,

Der Arzt darf nicht abtreiben ohne Einverständnis deiner Eltern.

Falsch. Da wurdest du falsch informiert. Nur das Mädchen allein entscheidet.

Antwort
von fxckyou, 157

Du wirst nicht drum herum kommen, deinen Eltern davon zu erzählen, aber das ist auch gut so. Rede mit ihnen und vielleicht lässt sich auch noch eine andere Lösung für das "Problem" finden.

Antwort
von Philippus1990, 214

"Eine minderjährige Schwangere kann nicht ohne weiteres ohne Wissen der Eltern abtreiben. Grund: es muss sichergestellt sein, dass der Schwangeren die Tragweite einer Entscheidung für oder gegen ein Kind bewusst ist. Eine Ausnahme darf der Arzt nur dann machen, wenn er bei der minderjährigen Schwangeren den nötigen „Reifegrad“ voraussetzt, damit sie überblickt, was für unwiderrufliche Konsequenzen eine Abtreibung hat. Einige Ärzte lehnen es allerdings ab, solche Ausnahmen zu machen."

https://www.profemina.org/info-abtreibung/straffreie-abtreibung/abtreibung-unter...

Kommentar von christi12345 ,

Also einfach zum Arzt hingehen und fragen.

Die Frage ist, ob und wieviel man selber bezahlen muss.

Wenn es kostenlos ist, bekommt sie das vielleicht sogar hin, das vor den Eltern zu verheimlichen

Kommentar von Philippus1990 ,

Das wäre ziemlich belastend. Und ob man das mit 15 Jahren wirklich schafft? Die größte Sorge im Geld zu sehen finde ich etwas zynisch. Es geht hier immerhin um ein menschliches Lebewesen.

Kommentar von annemarie37 ,

Es geht vor allem um die Zukunft des Mädchens.

Kommentar von Philippus1990 ,

Wem? Dir? Das kann schon sein. Es sollte aber auch um die Zukunft des ungeborenen Kindes gehen. Und dieses zu töten kann keine vernünftige Lösung sein.

Kommentar von CalicoSkies ,

Die Rechte der betroffenen Frau gehen vor irgendwelchen Rechten eines Embryos (worüber man jetzt nett strreiten kann, ob ein Embryo überhaupt irgendwelche Rechte besitzt, da er ja gar nicht rechtfsähig ist...)

Wenn hier keine Schwangerschaft und kein späteres Kind gewollt ist, kann ein Schwangerschaftsabbruch für die betroffene Frau eine sehr gute Lösung sein.

Kommentar von Philippus1990 ,

Meinst Du. Ich sehe es anders.

Kommentar von Libertinaer ,

Meinst Du. Ich sehe es anders.

Und genau weil Menschen wie Du das über Jahrhunderte anders gesehen haben, wurden die Gesetze geändert, damit man das getrost ignorieren kann. ^^

Kommentar von Philippus1990 ,

Die Folgen für Kind und Psyche der Frau kann niemand ignorieren.

Kommentar von CalicoSkies ,

Psychische Nachfolgen sind - wie man großen Studien zu diesem Thema entnehmen kann - bei Schwangerschaftsabbrüchen äußerst selten.

Eine Geburt ist für die Psyche einer Frau deutlich belastender - und wie bereits gesagt handelt es sich hier nicht um ein Kind, sondern u meinen Embryo.

Kommentar von Philippus1990 ,

Auf was für Studien berufst Du dich da konkret?

Kommentar von CalicoSkies ,

Ein Beispiel:

The finding that the incidence rate of psychiatric contact was similar before and after a first-trimester abortion does not support the hypothesis that there is an increased risk of mental disorders after a first-trimester induced abortion.

http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa0905882#t=articleTop

Gibt auch Metaanalysen, die zu dem gleichen Schluss kommen - das ist alles relativ eindeutig.

Kommentar von Libertinaer ,

Das wäre ziemlich belastend.

Komisch, wissenschaftliche Studien widersprechen dem.

Oh, halt, ich vergaß: "Glaube" hat es ja nicht so mit "Wissenschaft". =:-o

Also: Für einschlägige Fantasy-Liebhaber kann es belastend sein, für die, die mit beiden Beinen im Leben stehen eher weniger.

Muss halt jeder selber wissen, wo er da steht ...


Kommentar von Philippus1990 ,

Für Leute mit einem Gewissen ist es belastend. Für die anderen natürlich nicht.

Kommentar von CalicoSkies ,

In großen Studien zu dem Thema sieht man aber, dass psychische Nachfolgen wirklich nur den geringsten Teil der Frauen betreffen und fast schon vernachlässigbar sind, da bei einer Geburt die psychischen Nachfolgen stärker sind...

Also haben all diese Frauen kein Gewissen? Interessanter Versuch, die Wahrheit zu verdrehen :D

Kommentar von Philippus1990 ,

Wahrheit™

Kommentar von Libertinaer ,

Für Leute mit einem Gewissen ist es belastend. Für die anderen natürlich nicht.

Menschen, die Religionen anhängen, deren Auswirkungen so viele Menschen (Frauen und Kinder inkl.) hat leiden lassen, bzw.. umgebracht hat, nur weil sie "anders" waren als gewünscht, sollten beim Thema "Gewissen" IMHO lieber mal gaaaanz still sein!

Merke: "Wenn Sie einer politischen Partei oder Verein angehören, der mit so viel Bigotterie, Frauenfeindlichkeit, Homophobie, Gewalt und schierer Ignoranz behaftet wäre wie Religion, würden Sie protestierend austreten. Wenn Sie das nicht tun, sind Sie ein Komplize, eine Mafia-Braut für die wahren Teufel des Extremismus, die ihre Legitimität aus Milliarden von Mitläufern beziehen." (Bill Maher,politischer Kabarettist)

Kommentar von Philippus1990 ,

Interessanter Versuch von argumentum ad hominem. Ich hänge allerdings keiner Religion an und finde bloß, dass Menschen ihren Nachwuchs nicht durch einen Absaugschlauch zerfetzen sollten. Dein "Argument" geht insofern fehl.

Kommentar von CalicoSkies ,

Die Absaugmethode ist nicht die Standardmethode - Standardmethode ist ein medikamentöser Abbruch.

Auch das Wort "zerfetzen" ist hier nicht angebracht, sondern ist absichtlich negativ formuliert, um Stimmung zu machen :)

Es geht hier um einen Embryo, maximal ein paar Wochen alt - da ist nicht einmal genug Gewebe da, um "zerfetzt" zu werden o0

Kommentar von Philippus1990 ,

Die Absaugmethode wird in Deutschland in rund 70 % bis 80 % Fälle angewendet. Kannst Du sogar bei Wikipedia nachlesen.

Kommentar von annemarie37 ,

Ich nehme an, dass eine 15-Jährige kein Monatseinkommen von über 1'000 € hat. Bei geringem oder keinem eigenen Einkommen werden die Kosten vom Bundesland übernommen. Sie kann den Antrag bei irgend einer öffentlichen Krankenkasse stellen.

Antwort
von luislemmen, 166

Nein, deine Eltern müssen es wissen.

Sag es ihnen, sie waren ja schließlich auch mal jung und werden Verständnis zeigen.

Kommentar von annemarie37 ,

Müssen nicht. Auch Jugendliche haben das Recht auf Arztgeheimnis.

Antwort
von walkingfat12, 130

 überlege gut den später könntest du es bereuen

viel glück weiterhin

Kommentar von christi12345 ,

würdest du ein Kind mit 15 haben wollen?

Kommentar von Philippus1990 ,

Würdest Du ein Kind mit 15 töten wollen?

Kommentar von CalicoSkies ,

Hier geht es nicht um ein "Kind", sondern um einen Embryo - und das ist etwas fundamental anderes.

Kommentar von Libertinaer ,

Würdest Du ein Kind mit 15 töten wollen?

Also wenn ich wüsste, dass aus dem leblosen Zellhaufen mal jemand wird, der sich nach einem Apostel Jesu benennt, dann würde ich sogar nur dafür eine Zeitmaschine bauen! ^^

SCNR

Aber Du bist ja bestimmt nicht so empfindlich, wo Du andauernd von "Töten" redest, obwohl ein "Schwangerschaftsabbruch" gemeint ist, oder?

Nun, Zeitmaschinen gibt es ja nicht, und das Hardcore-Christen sich an die Terminologie der übrigen Bevölkerung halten und mal nicht polemisieren, gibt es wohl auch nicht. 8->

Kommentar von NormalesMaedche ,

Ja jetzt kommen wieder die, die meinen ne Abtreibung ist töten

Antwort
von Wonnepoppen, 123

Nein!

Geh zu einer Schwangeren Beratung zusammen mit deinem Freund!

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