Frage von JohannGuender, 110

Wie riskant eine minimalinvasive Vasektomie ?

Hallo! Um meine Frau im Bezug auf die Verhütung zu entlasten informiere ich mich zur Zeit über eine Vasektomie / Sterilisation beim Mann. Leider lese ich dabei aber immer wieder, dass manchmal starke, chronische Schmerzen im Hoden auftreten welche nicht wirklich behandelt werden können. Und das Risiko für immer damit Probleme zu haben ist mir klar zu hoch. Allerdings gibt es auch weniger invasive methoden der Vasektomie, zb. mit Clip. Wie gefährlich ist das? Bin über jeden Rat, und bevorzugt auch persönliche Erfahrungen dankbar!

Antwort
von wilees, 79

Mach Dir bitte bewußt, dass Du im Netz nahezu nur über negativ verlaufende Eingriffe etwas findet,  über die Unzahl erfolgreich verlaufender Operationen findest Du hingegen wenig.

Und dann muß man sehen, dass jede Operation ein Risiko in sich birgt.

Antwort
von Pilotflying, 60

Grundsätzlich bestehen die gleichen Risiken, wie bei allen anderen OP s auch.

Keine OP ist ohne Risiko. Du hast immer das Risiko einer Nervenverletzung, Blutung, Infektion oder Reaktion auf das Anästhetikum. Der Eingriff ist auch nicht immer erfolgreich. Daher wird nach dem Eingriff 2- 3 Tests durchgeführt,  ob noch Spermiwn im Ejakulat vorhanden sind.

Grundsätzlich ist der Eingriff aber sehr risikoarm und wird meistens ambulant mit örtl. Betäubung durchgeführt. 

Danach ist die Stelle natürlich etwas berührungsempfindlich und sollte gekühlt werden, um übermäßige Schwellungen zu vermeiden. 

Nach 2-3 Tagen ist das Schlimmste vorbei. Auf alle Fälle ist der Eingiff beim Mann viel risikoärmer als bei der Frau.

Lass Dich von Fachmann beraten. Der Arzt muss Dich über diese Risiken aufklären. Du musst ihm vor dem Eingriff sogar einen Aufklärungsbogen unterschreiben, dass Du informiert worden bist und zustimmst.

Von daher ist die hier getroffene Aussage falsch,  der Arzt würde die Risiken verschweigen. Nur wegen der Kohle macht das kein Arzt. Soviel ist mit einer ambulanten Vasektomie nicht verdient. Da gibt es genug andere Eingriffe, die viel rentabler sind.

Expertenantwort
von HelpfulMasked, Community-Experte für Verhuetung, 68

Also ich habe gelesen das eine minimalinvasive Vasektomie kaum Risiken beinhaltet.

http://www.sterilisierung.com/Sterilisation-30.htm

Ich würde mich an deiner Stelle mal einfach von einem Facharzt beraten lassen.

Lg

HelpfulMasked

Kommentar von JohannGuender ,

Das ist das Problem, ich musste leider erfahren das Fachärzte gerne viel erzählen wenn eine OP für sie rausspringt $$

Kommentar von HelpfulMasked ,

Ohje ... das kann ich mir vorstellen! Hmm - tut mir leid einen Erfahrungsbericht o.ä. kann ich dir leider nicht liefern.

Antwort
von Spock1701, 39

Du willst das wirklich machen? Du darfst nicht vergessen, diese Organe sind so einzigartig wie deine Augen. Einmal wertlos, immer wertlos. Wie alt bist du denn? Es gibt viele Fälle, die sich eben wegen der Verhütung machen ließen und Jahre später Kinder wollten, auch wenn sie sich das damals nicht erträumt haben.

Ich persönlich bin der meinung, dass es weit aus elegantere Lösungen gibt um eine Schwangerschaft zu verhindern. Hormonspirale, Hormonpflaster, OB, ...

Ich würde mir das noch mal stark überlegen, auch wenn die OP wahrscheinlich komplikationslos verläuft. Ich meine, das ist ja kein Handy das man, wenn man es nicht mehr benutzt auf die Müllkippe schmeisst - das ist die unersetzliche Essenz der männlichkeit. Also überlege gut.

Mit freundlichen Grüßen

Kommentar von JohannGuender ,

Ich bin mir der Tragweite eines solchen Eingriffs bewusst, aber danke für die Moralpredikt. Off Topic ist immer super ;)

Kommentar von Spock1701 ,

Mach das besser nicht, es ist ein wichtiger Teil deines Köpers und Männlichkeit. Nur zur unterstreichigung! :)

Kommentar von Pilotflying ,

"...unersetzliche Essenz der Männlichkeit..."

Wenn ich das schon lese. Du scheinst offensichlich auch einer von der Sorte zu sein, der Angst um seine Männlichkeit. Was ist an diesem Organ dann "wertlos"? Mir scheint, Du kommst vom anderen Stern.😁

Mach Dir keine Sorgen. Nach der Vasektomie funktioniert alles genauso gut wie vorher. Mit dem Mythos, das hinterher nicht mehr geht, muss endlich mal aufgeräumt werden! 

Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist,  ist das eine gute und einfache Sache und wesentlichen einfacher und risikoärmer, als eine Sterilisation bei der Frau.

Gerade hormonelle Verhütungsmittel haben z. T. gravierendende Nebenwirkungen und können keiner Frau über Jahrzehnte zugemutet werden - insbesondere Hormonspritzen sind Hormonbomben! Das steckt kein Körper einer Frau "einfach mal so weg". 

Solche Verhütungsmittel bedeuten einen immensen Eingriff in den - sehr empfindlichen - Hormonhaushalt einer Frau und sind mit zunehmendem Alter auch oftmals aus med. Gründen kontraindiziert. 

Eine Vasektomie hingegen ist ohne Nebenwirkungen für den Mann. 

Das Einzige ist die fehlende Zeugungsfähigkeit. Das sollte man sich natürlich überlegen, aber dessen wird sich der Fragesteller ja wohl bewusst sein. Das gilt übrigens für die Sterilisation einer Frau genauso.

Ein Lob an die Männer, die ihrer Frau nach Abschluss der Familienplanung nicht noch jahrelange Hormonbomben oder das Risiko einer ungeplanten SS zumuten möchten.

Antwort
von Schneckly, 26

Ein Onkel von mir hat es machen lassen und ich glaube,

da gab es nie Problemne.


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