Frage von phantom6, 81

Wie rechtfertigt Tibbets den Abwurf der Atombombe?

Hi,

Ich verstehe einfach seine Rechtfertigung nicht. Er meint, dass alles Vergangenheit sei und das er nicht in der Vergangenheit lebt. Außerdem meint er, dass er nur das getan hat, was ihm gesagt worden ist... Wie es natürlich jeder tut... (Bomber, Piloten..) Da denk ich mir nur ob er noch ganz dicht ist... Die ganzen Opfer die noch überlebt hatten leiden bestimmt darunter(Auch in der Gegenwart..!!) und er zeigt keine Reue, sondern meint er, dass er in der Vergangenheit nicht leben will?! Klärt mich bitte auf....

Mfg

Antwort
von voayager, 13

Nun, der Bomberpilot ist ein bloßes Werkzeug der Regierung und rechtfertigt sich daher mit deren Erklärung, deren Sicht der "Dinge". Eigenständiges Denken ist beim Militär nicht vorgeshen, ergo plappert auch der Bomberpilot nach, was ihm sein Staat so mitteilt. Was anderes hat er nun mal nicht gelernt.


Antwort
von Lazybear, 22

Ich sehe in seiner sichtweise auch keine probleme! Die atombombe wurde abgeworfen, weil die verluste sonst noch wesentlich größer wären, zumindest auf seiten der USA, er hat also seinen kameraden viel leid erspart, zudem musste japan schnell zur kapitulation gebracht werden, eher die sowietunion sich noch mehr territorium im osten von den japanern gesichert hätte und so noch größer und mächtiger geworden wäre, was für die ganze welt auch nicht so super wäre! Zudem haben sich die japaner auch nicht grade gut benommen, die zahl der menschen in asien, die unter der grausamkeit der japaner leiden mussten übersteigt bei weitem die zahl der zwangsarbeiter und kz insassen des ns regimes, auch die japaner führten grausame medizinische experimente an chinesischen zivilisten durch und nahmen sogar chinesische frauen als sklavinen, sogar fälle von kannibalismus waren bekannt! Ob ein soldat mit einem gewehr 10 menschen tötet, die es verdiehnt haben, oder 70000 + etliche weitere in der statistik, ist egal, er hat nur seine aufgabe erfüllt zum sieg über ein verachtenswertes regime beizutragen, wie jeder andere soldat mit einem kleineren killcount! Jetzt ist der krieg vorbei, jetzt ist seine aufgabe erfüllt, es gibt weder einen grund für ihn im krieg als auch danach gewissensbisse zu haben, das etliche menschen noch an den folgen des krieges leiden ist nicht seine schuld, die japanische führung hätte auch einfach kapitulieren können, ihr ende war schon viel früher allen beteiligten klar, nur die japanische führung wollte dennoch bis zum letzten gehen und haben ihre eigene bevölkerung instrumentalisiert! Lg

Antwort
von crazdev186, 19

Es ging darum, dass Japan kaum zu einer Kapitulation gedrängt werden konnte, die hätten bis zum letzten Mann gekämpft. Und Japan hat sehr viele kleine Inseln im Pazifik besetzt, die alle erobert werden müssten, was wahrscheinlich noch viel mehr Menschen das Leben gekostet hätte. Außerdem hatte die USA einfach überhaupt keine Lust mehr auf Krieg und wollten das einfach so schnell wie möglich beenden.

Kommentar von voayager ,

informiere dich erst einmal, bevor du tippst!

Kommentar von crazdev186 ,

Was ist denn deiner Meinung nach einzuwenden?

Antwort
von Parnassus, 39

Menschen sind zu allem in der Lage. In diesem Fall handelt es sich wohl um das Verdrängen von Tatsachen und die Schuld wird bei allen anderen gesucht.

Es ist mit gesundem Menschenverstand nicht zu realisieren, aber er war und ist womöglich auch heute noch ,sogar eine Art Held in den USA...

Für mich ist und bleibt es eines der größten Kriegsverbrechen. Genau wie das bombardieren von bspw. Dresden,Köln, Chemnitz als der Krieg eigentlich schon vorbei war...

Antwort
von Skinman, 3

Es gibt genügend Interviews mit Tibbets aus verschiedenen Jahrzehnten, warum kuckst du die nicht einfach und hörst es dir selbst an?


Kommentar von Blackoutd ,

hab ich doch..

Kommentar von Skinman ,

Tja, dann musst du dich jetzt mal aktiv in dessen Situation versetzen und dazu deine ganze politisch korrekte Friedenserziehung und derlei Gedöns mal kurz auf'd Seiten legen.

Den Typ darfst du dir nicht so vorstellen wie Tom Hanks' Figur in 'Saving Private Ryan', sondern mehr so wie Charles Bronson aus "Das Dreckige Dutzend, wenn sie ihm John Waynes Rolle in "Der Längste Tag" gegeben hätten oder so was.

Mal ganz davon ab, dass die US Luftwaffe schon lange vorher teils schlimmere Angriffe geflogen hatte, da hatten sie halt nur jeweils ganze Bomberstaffeln zu benötigt. Für die Verbrannten in Tokio machte das nicht mal einen graduellen Unterschied.

Antwort
von DrHannibaLecter, 36

Die Atombombe war leider damals die beste Entscheidung.

Ein Eroberungskrieg wie in Deutschland war geographisch sehr schwer und hätte noch mehr Allierte-Soldaten und Japanische getötet, sowie viele Zivilisten. Japan hätte bis zum letzten Mann gekämpft.

Sogar nach der 1. und 2. Atombombe gab es noch relativ viele die weiterkämpften für ihren Gott bzw. Kaiser. Doch der Kaiser lehnte dies ab und kapitulierte.

Die USA hat damit eigene und wahrscheinlich feindliche Verluste minimiert und der UddSR gezeigt , wer die Weltmacht ist(sehr wichtiges Symbol, da es Pläne von UddSR gab ganz Europa zu unterwerfen, aber auch die Allierten hatten den Plan Unthinkable(Angriff SovietUnion).

Als Soldat muss man Befehle ausführen - Der Mensch muss sich nur vor sich selbstrechtfertigen bzw. vor Gott / sein Gewissen.

Kommentar von voayager ,

seit wann hatte die SU die Absicht ganz Europa zu erobern? Solch eine abenteuerliche Darstellung entbehrt jeder Grundlage!

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