Wie rechtfertige ich am Besten eine Lücke im Lebenslauf?

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9 Antworten

Erst einmal großen Respekt für deinen Willen und deine Verantwortung, die du so früh im Leben hast übernehmen müssen!

Mein Tipp: Geh offen damit um. Gib im Lebenslauf direkt an, dass du aufgrund der Erkankung deiner Mutter viel Verantwortung übernehmen musstest und daher die Schule hinten anstehen musste. Gib am besten auch kurze prägnante Beispiele, damit der Personaler sich vorstellen kann, was du geleistet hast (beispielsweise "Organisation des familären Unternehmens mit übernommen" und "tägliche Pflege schwersterkrankter Mutter"). Damit ist jedem normalen Personaler klar, dass das mit dem Abi parallel einfach nicht zu machen war.

Im persönlichen Gespräch (Vorstellungsgespräch) würde ich das Ganze sogar pro-aktiv (also von dir aus) ansprechen: "Sie haben sich ja sicherlich bei meinem Lebenslauf gewundert, warum ich das Abitur trotz des zeitlichen Rahmens nicht abgeschlossen hab. Dies lag an der Krebserkankung meiner Mutter in diesem Zeitraum. Statt über Lehrbüchern habe ich über der Buchhaltung unseres Familienunternehmens gesessen, parallel zur Pflege meiner Mutter". Das zeigt, dass du dich engagierst, ein großes soziales Herz hast und ein Teamplayer bist - also genau das, was Unternehmen eigentlich suchen.

Also: Ich drücke dir ganz fest die Daumen. Geh pro-aktiv und offen damit um Zeig, dass diese schlimme Erfahrung dich dennoch im Leben weitergebracht hat. In deinem Alter können sonst wohl nur die wenigsten behaupten, schon so viel Verantwortung übernommen zu haben!

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Ehrlich gesagt, würde ich an deiner Stelle nichts schön reden, sondern einfach bei der Wahrheit bleiben. Klar kann man immer ein bisschen übertreiben und zuspitzen aber ich denke, dass es eine tolle Leistung von dir war, deine Mutter damals zu unterstützen. Ein guter Arbeitgeber wird das akzeptieren und verstehen. Ich habe vor einigen Jahren ähnliches durchlebt, als ich meine Eltern im heimischen Betrieb (Gärtnerei) immer wieder unterstützt habe, als mein Papa krank war. Dadurch hat mein Studium für einige Jahre gelitten, weil ich mehr am arbeiten als studieren war und viel pendeln musste. Mir blieb auch nichts anderes übrig als die Lücken im Lebenslauf auf diese Weise zu erklären und ich wollte das auch so. Sicher hätte ich mit etwas mehr Engagement vielleicht auch das Studium schneller beenden können, aber dazu muss man halt auch der Typ sein. Mir waren die paar Jahre damals einfach nicht so wichtig! Auf jeden Fall Respekt für das, was du getan hast! 

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Beantwortest dir die Frage praktisch selbst.

Du wurdest zu einem Einzelgespräch eingeladen:

Gib an, dass du diese Ausbildung schon längere Zeit im Sinn hattest und sie nach deinem Abitur beginnen wolltest. Jedoch kam es zu unerwarteten, persönlichen Gründen (umschreibe den Grund in ein oder zwei Sätzen, geh z. B. genauer auf die Art des Krebs ein) und was das für Folgen hatte (viel Verantwortung, Führung des Geschäfts) - somit wird auch gleich eine deiner Stärken genannt. Bringe es nicht auf die Mitleidstour rüber, sondern bringe es so rüber, als wärst du dir damals zu 1000% bewusst gewesen, was das für dich und deine Zukunft heißt.

Ich wünsch dir ganz viel Glück

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Dass du das Abitur machen wolltest, aber nicht geschafft hast, würde ich auf jeden Fall weglassen. Das wirft kein gutes Licht auf dich. Möglicherweise kannst du stattdessen reinschreiben, dass du in dem Geschäft, was deine Mutter hatte, du gearbeitet hast.

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wenn du den leuten gut genug verkaufen kannst, dass du als minderjährige/r die alleinige verantwortung für das geschäft deiner erkrankten mutter übernommen hast, dann kannste das ruhig reinschreiben

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Eigeninitiative, und so könnte man die Pflege deiner Mutter ja bezeichnen, wird von vielen Arbeitgebern hoch geschätzt, weshalb du da nichts schön reden mußt! Andere nehmen sich einfach mal ein Jahr "Auszeit", um irgendwo hinzureisen, also einen etwas längeren Urlaub zu machen, was dann gern als "Unternehmen Fremdsprache" deklariert wird. "Rechtfertigen" muß man NUR gemachte, offensichtliche Fehler!


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Bis in die kleinsten Details musst du sicher nicht gehen.

Ganz offen sagen, dass deine Mutter an Krebs erkrankt war, du im eigenen Geschäft helfen musstest und dich alles stark belastet hast, sodass du dein Abitut nicht mehr geschafft hast.

Alles Gute und "Kopf hoch".

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Ich finde deine Erzählung hier ausführlich und  glaubhaft.  Sprich genauso  darüber.  

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Du brauchst dien fehlendes Abitur deswegen nicht schönreden. Du hast doch einen klaren Grund dafür und der ist absolut verständlich. Es zeugt ja hierbei auch von sozialer Kompetenz, dass du dich in dieser Zeit um deine Mutter gekümmert hast. Das wird in der Regel bei vielen Betrieben hoch angerechnet.

Also: Bleib einfach bei der Wahrheit ohne Schnörkeleien

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