Frage von GebratenesSchaf, 58

Wie rechnet ein Anwalt eigentlich richtig ab?

wenn ich jetzt zu einen gehe und rede mit ihm passiert dann sofort eine anzahlung von 300-500 € ? und wie verdient er sein hohes gehalt? hat er ungefähr 10 kunden im monat dann hat er: 3000€ verdient

aber ein rechtsanwalt verdient doch pro monat mehr? und wie verrechnet er dann weiter ab? ich weiß schon das briefe schreiben zwischen 20 und 50€ kostet pro brief. und eignet sich ein speziell auf ein Gebiet spezialisierter anwalt besser als ein anwalt der mehreres studiert hat als ein fachanwalt?

Antwort
von KaterKarlo2016, 32

Viele Rechtsanwälte arbeiten auf Prozesskostenhilfe, Beratungshilfe und werden dann vom Staat bezahlt, z.b. ein Anwalt für Strafrecht, der ein Pflichtmandat übernimmt oder ein Anwalt, der einen Mandanten der kein pfändbares Einkommen hat, unter Verfahrenskostenhilfe vertritt. Zudem orientiert der Anwalt sich an der Gebührenordnung, die nicht unterschritten werden darf, viele Anwälte werden pauschal bezahlt, oder rechnen nach Stunden ab. Nach oben sind in manchen Verfahren keine Grenzen gesetzt. Prozesskostenhilfe ist jedoch immer weniger als die normalen Gebühren die eingefordert werden bei Mandanten, die zahlungskräftig sind.

Aber nicht jeder Anwalt ist selbstständig, sondern es gibt auch viele die für Firmen arbeiten und ein Festgehalt beziehen.

Zudem gibt es auch Rechtsanwälte, die als Spielervermittler / Spielerberater tätig sind für Fussballer, da diese keine Lizenz von der FIFA benötigen.

KaterKarlo2016

Antwort
von Midgarden, 37

Anwälte haben wie Ärzte auch eine Gebührenordnung, sie setzen den Preis also nicht nach Gutdünken fest.

Und natürlich müssen Anwälte vom Honorar nicht nur die Unkosten  (Miete, Mitarbeiter etc.) finanzieren, sondern auch ihre Krankenkasse, Rentenbeiträge usw.

Arm sind Anwälte sicher selten, aber richtig gut verdienen sie nur, wenn sie viele Fälle mit hohem Streitwert betreuen, denn vom Streitwert hängt die Höhe der Gebühren ab.

Kommentar von robi187 ,

es wäre besser wenn die nach h bezahlt würden?

z.b. ein notar ist sehr großzügig mit dem zeilen umbruch damit der viele kopien berechen kann und hat dann oft einen umsatz so hoch wie ein kleingewerbetreibender alleine an kopie? hörte ich mal?

Antwort
von martinunfall, 21

Es kommt darauf an, was vereinbart wurde. Es wird nach RVG abgerechnet oder nach einer Honorarvereinbarung oder pauschal nach Vereinbarung. Bei Streitigkeiten hilft die Rechtsanwaltskammer. Was man als Anwalt verdient, hängt von zahllosen Faktoren ab (Fachgebiet, Grad der Spezialisierung, Frequentierung der Kanzlei, welche Art Kanzlei, welcher Mandantenstamm usw.), man kann das nicht pauschal sagen. Viele Anwälte haben einen zweiten Job (Taxi usw.). Ein Fachanwalt bietet eine gewisse Garantie für Sachkunde, weil man nur zugelassen wird, wenn man ausreichende Erfahrung durch Vorlage von höheren Fallzahlen hat. Eine Garantie gibt es, wie immer im Leben, aber nie. Höre möglichst auf Mundpropaganda, die täuscht eher selten, bei mir war es jedenfalls damals so. Welche Abrechnung die richtig ist, da gilt dasselbe. Viele Fachanwälte rechnen nur noch nach Stundensatz ab, Du zahlst nur das, was real gearbeitet wurde. Da gibt es natürlich auch Grauzonen. Das Thema ist praktisch kaum erschöpfend zu beantworten - man könnte ein Buch dazu schreiben.


Antwort
von Ludma23, 16

wenn du kein geld hast mach halt beratungs- oder prozesskostenhilfe. Hab ich auch gemacht. Voraussetzung ist nur, dass du geríngeverdiener bist...

hab hier was gefunden: www.hartzvieranwalt.de

noch keine erfahrungen damit gemacht...aber fragen kostet ja nix :)

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