Frage von whitestyler, 94

Wie reagiert man auf solche Provokationen vom chef?

Hallo, ich bin noch in der ausbildung (Kaufmann) im letzten Jahr und mein Chef machte mir öfters anmerkungen dass ich ein verlust für das geschäft wäre etc. etc. letztens meinte er zu mir (als wir smalltalk betreffend sparmassnahmen führten) Folgendes: "du könntest unbezahlte ferien nehmen so könnte ich auch sparen und du müsstest nicht arbeiten." Ich fand das sehr frech und hab da einfach nix dazu gesagt. Er sagt das weil er mir keine arbeit geben will weil ich diese angeblich nicht im griff habe oder zu lange daran habe (liegt übrigens dran dass ich Unter ADHS leide), so gibt er mir keine arbeiten mehr und ich mache den ganzen Tag fast nichts. Ich möchte jedoch auf die nächste provokation vorbereitet sein. Wie soll man bei solchen antworten reagieren als azubi? Schliesse die ausbildung dieses jahr ab

Habe mir folgende antworten überlegt 1. weiterhin einfach ignorieren 2. provokant zurück antworten, z.B. "Damit muss man halt rechnen wenn man einen Auszubildenden anstellt." 3. ihm sagen: " ich würde ja gerne arbeiten, aber ich bekomme keine arbeit" was auch bisschen provokant wäre

Was rät ihr mir? Wie hättet ihr an meiner Stelle reagiert? Danke für den Rat

Antwort
von einfachichseinn, 50

Ich rate dir dein ADHS nicht als ausrede zu benutzen, sondern wirklich aktiv etwas zu tun. Du schreibst doch selber, dass du meistens nichts machst und wunderst dich dann über solche Aussagen?

Kommentar von whitestyler ,

Ich habe nichts zu tun weil ich keine arbeit bekomme, ich frage nach arbeit aber es heisst oft wir haben nichts für dich

Kommentar von einfachichseinn ,

Im deiner Frage hast du trotzdem geschrieben, dass das an deinem ADHS liegt. Und es einfach so hingenommen. Di solltest wirklich anfangen an dir zu arbeiten, damit dir der Chef wieder eine Arbeit gibt. Alles andere führt nur zu weiteren Problemem. Vielleicht entlässt er dich dann schneller, als du denkst, schreibt dir ein schlechtes Arbeitszeugnis usw.

Antwort
von Nairi1997, 25

Ich kenne das Gefühl ganz gut... ich mache auch eine kaufmännische Ausbildung und das zweite Semester im 1. Jahr war die Hölle. Mein Praxisausbildner (der übrigens selber ADS haben soll, wie er sagte) hat mich nicht verstanden. Er hat meine Ausbildung in Frage gestellt. Ich habe auch nie Aufträge bekommen, weil sie Angst hatten, dass ich Fehler mache. Aber dazu ist die Ausbildung ja da oder nicht? Das fand ich absolut die Höhe. Später habe ich es ihm so richtig gezeigt und ab dem 2. Lehrjahr (also dieses Jahr) habe ich Vollgas gegeben und heute kann ich mich vor Aufträgen kaum noch retten:). Ich war zu allen Cheffen, Mitarbeitern usw. so hilfsbereit wie nur möglich und war und bin immer sehr freundlich. Nun kann er das leider nicht sehen, weil er ein Burnout hatte.

Ich mache gerade eine Verhaltenstherapie wo ich mit solchen Situationen wie du sie beschrieben hast lerne umzugehen und es wirkt. Was einfachichsein sagt stimmt. Benutze es nicht als Ausrede. Kleiner Tipp: Mach aus deiner Krankheit eine Stärke und zeige deinem Chef was du drauf hast und vor allem: LASS DICH JA NICHT UNTERKRIEGEN. Sag deine Meinung in einem angemessenen Ton und freundlich. Nicht, dass du noch rausgeschmissen wirst.

Und sonst versuche, wie ich, eine Verhaltenstherapie alle zwei Monate zu machen, um Ziele festzulegen, bisherige Probleme zu besprechen und daran zu arbeiten, damit dein Chef mit dir zufrieden sein kann. Meine Chefin ist momentan (v.a. auch durch die Therapie) sehr zufrieden mit mir und hört viele gute Feedbacks über mich, was sie mir auch gerne mitteilt.

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen:)

Gruss Nairi1997

Antwort
von kleinerhelfer97, 46

Wenn er sagt, du wärst ein Verlust für das Geschäft würde ich mal sagen: Wieso kündigen Sie mich nicht? Achja...wäre möglich dass ich zur IHK gehen werde und ihren Betrieb als Azubiunfreundlich melde. Verstanden...

Antwort
von halloschnuggi, 28

Ganz nett bleiben aber Antworten, der Ton zählt

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community