Wie reagiert man gegenüber Jugendlichen bzgl. Spielsucht - PC, Playstation? Ich stelle fest, dass unser Grosser (14) immer länger und lieber vor der Kiste sitzt. Es gab viele Gespräche diesbezüglich, wir klären ihn auf über Suchtpotential etc., möchten kein Komplett-Veto bzgl. Spielen aussprechen, aber sehen keinen anderen Weg mehr. Natürlich lassen sich Jugendliche nicht mehr so gerne in ihre Freizeitaktivitäten quatschen, vor allem wenn schulische Leistung positiv. Es kommt bei uns oft zu Streit, weil er sich nicht an unsere Regeln hält - immer lieber vor den Spielkisten sitzt. Auch Gespräche mit Freunden - zu einem großen Prozentsatz dreht es sich um Spiele, Spiele... Wer weiss Rat??
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Mit dem selben Problem mussten mein Mann und ich uns vor 3 Jahren auseinandersetzen. Unser Sohn war auch 14, als er fast nicht mehr vor dem PC wegzukriegen war. Gespräche haben nicht geholfen.
Irgendwann wurde es uns zu bunt, weil bei uns auch die schulischen Leistungen drunter litten und es kam zum totalen Computerverbot. Eine Woche hat unser Sohn kein Wort mehr mit uns gesprochen, dann war das Verbot akzeptiert.
Nach ca. einem halben Jahr konnten wir ihn dann wieder spielen lassen, zu stundenlangen Sitzungen vor dem PC ist es nie wieder gekommen! Heute kann er selber über diese Zeit lachen. Manchmal ist ein Machtwort in so einer Situation also nicht schlecht!
sicher eine möglichkeit ist das vorgenannte verbot. auch eine wäre viell. ein beratungsgespräch bei einer suchtberatung - hört sich dramatisch an, ist aber inzwischen auch im angebot von den beratungsstellen - da sind fachleute vor ort, die sicherlich auch gute tipps haben

Die Meinungen von susanne60 und hellmi sind bestimmt schon sehr hilfreich, da fällt mir auch nichts besseres ein. Ich glaube nur dieses Problem müßte wirklich viel mehr Öffentlich gemacht werden, ich habe mal ein Video gesehen da hat ein ca. 12/13 jähriger Junge einen dermaßen schlimmen Ausraster gehabt weil sei PC wohl das Spiel zu langsam geladen hatte. Er schrie, schlug mit der Tastatur auf den Rechner ein, Heulte erbärmlich und war selbst am verzweifeln, ganz so wie ein Alkohol/ oder Drogenkranker auf Entzug. Es war entsetzlich das Leiden dieses Jungen mitanzusehen. Da muß noch vielmehr Aufklärungsarbeit geleistet werden. Ich wünsche Euch viel Kraft um dieses Problem rechtzeitig in den Griff zu bekommen.
Gruß engelhaar!
Grundsätzlich muss man wie auch das Fernsehen das Spielen von PC-Spielen, Playstation, X-Box usw. reglementieren. Wie susanne60 auch schon geschrieben hat. Es gehört eben zu den unangenehmen Aufgaben der Eltern dazu, Regeln aufzustellen und dafür zu sorgen, dass sie eingehalten werden. Aber darüber hinaus finde ich es auch wichtig zu wissen, was für Spiele gespielt werden und sich Informationen über diese zu besorgen. Selbst wenn einem die Spiele dann nicht gefallen, sollte man hier etwas Toleranz walten lassen. Außerdem kann man versuchen Alternativen zum Spielen am Rechner anzubieten. Der Sohn von Bekannten hat dann immer weniger gespielt und sich mit Grafik-, Illustrations- und Bildbearbeitungsprogrammen beschäftigt. Der hat gerade sein Grafik-Design Studium begonnen. Man kann also versuchen einen produktiven Dreh zu bekommen.